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Kaufvideo
Erhältlich seit:
15.04.2002
Deutschland 1998
Laufzeit: 91 Min.
FSK: ab 16
Gandi Mukli
Erdal Yildiz
Baki Davrak
Regie: Kutlug Ataman
absolut MEDIEN

Der dritte Spielfilm des türkischen Regisseurs Kutlug Ataman entführt in die türkisch-schwule Subkultur der Kreuzberger Nächte. Ein Berlin-Film, in dem die Stadt nicht nur Bühne, sondern auch "Hauptfigur" ist.
Der Eröffnungsfilm im "Panorama" erzählt von einer fremden osmanischen Welt, in der schwule Türken von ihrer Umwelt geächtet und mit dem Tode bedroht werden. Der 17-jährige Murat lebt mit seiner Mutter umd dem älteren Bruder Osman, Oberhaupt und Ernährer der Familie, zusammen. Eines Tages entdeckt er ein düsteres Familiengeheimnis: Er begegnet dem verstoßenen älteren Bruder, der als "Lola" in einer Travestie-Bar auftritt und mit seinem Lover Bilidikid von einer bürgerlichen Existenz und einem Strandcafé in der Türkei träumt. Auch Murat fühlt sich magisch von Männern angezogen, macht erste homosexuelle Erfahrungen. Als Lola ermordet aufgefunden wird, eskaliert die Situation. Bilidikid will Lolas Tod rächen und legt sich mit deutschen Schlägern an. Die Identität des wirklichen Täters ist für alle ein Schock.
Ataman, der in Paris und London studierte, erzählt von der Härte des Prostituierten- und Strichermillieus und schildert einfühlsam die Identitätssuche eines jungen Mannes, der Konventionen über Bord wirft und sich von familiären Zwängen befreit. Es geht darum, sich selbst zu akzeptieren und von seiner Umgebung akzeptiert zu werden. Der in Istanbul lebende Regisseur will eine dokumentarische Qualität erreichen, nimmt die Stadt Berlin als Folie für Heimatlosigkeit, die Kameraführung (Chris Squires) unterstreicht die Einsamkeit der Protagonisten. Zwischen Lüge und schmerzhafter Wahrheit muß sich der Held entscheiden, muß alle Familienbande aufgeben, um Zugang zu sich selbst zu finden. Der Ausflug in die Szene wirkt auf den ersten Blick exotisch, gleichzeitig zeichnet Ataman die unterschiedlichen Charaktere aber sehr genau. Vor allem Bilidikid, der sich seiner sexuellen Neigungen schämt und nach außen den Leder Macho markiert, wird beeindruckend von Erdal Yildiz dargestellt. In Programmkinos könnte "Lola und Bilidikid" ein aufgeschlossenes Szene-Publikum erreichen. mk.
| Darsteller: | Gandi Mukli | als Lola | |
|---|---|---|---|
| Erdal Yildiz | als Bilidikid | ||
| Baki Davrak | als Murat | ||
| Inge Keller | als Ute | ||
| Mike Gerber | als Friedrich | ||
| Hasan Ali Mete | als Osman | ||
| Jan Andres | als Walter | ||
| Celal Perk | |||
| Mesut Özdemir | |||
| Murat Yilmaz | |||
| Hakan Tandogan | |||
| Regie: | Kutlug Ataman | ||
| Buch: | Kutlug Ataman | ||
| Musik: | Arpad Bondy | ||
| Kamera: | Chris Squires | ||
| Produzent: | Martin Hagemann | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch
Extras: Behind the Scenes, Bio- und Filmographien, Interviews
Star
Erdal Yildiz
Im Jahr 1999 gelang dem kurdischen Schauspieler Erdal Yildiz in Filmen wie "Lola und Bilidikid" und dem hochgelobten "Aprilkinder" der...
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