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Lolita

Gelungene Verfilmung des Skandalromans Vladimir Nabokows über die Liebe eines reifen Mannes zu einer unreifen 14jährigen.


ohne Abbildung

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Erhältlich seit:
13.07.2010

Drama

USA/Frankreich 1997
Laufzeit: 147 Min.
FSK: ab 18 (keine Jugendfreigabe)

Jeremy Irons
Melanie Griffith
Frank Langella

Regie: Adrian Lyne
Universum Film

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Lolita

Im Sommer des Jahres 1947 verliebt sich Professor Humbert, ein Gentleman alter Schule, in Lolita, die erst 14jährige Tochter seiner Zimmerwirtin. Tatsächlich gelingt es dem kultivierten Europäer, das Mädchen zu seiner Geliebten zu machen. Als Lolitas Mutter bei einem Unfall ums Leben kommt, ziehen die beiden ziellos durch Amerika, stets in der Angst, ihre skandalöse Beziehung könne entdeckt werden. Zu spät erkennt Humbert, daß Lolita seine Liebe unerwidert läßt und sie es ist, die ihn schließlich gar zum Mörder macht.

35 Jahre nach Stanley Kubrick wagt sich nun Adrian Lyne an eine Adaption von Vladimir Nabokovs Klassiker "Lolita". Dabei hält sich der Hit-Regisseur ("Ein unmoralisches Angebot") erstaunlich eng an die Vorlage und entwirft die unspektakuläre, aber eindringliche Studie einer geächteten, destruktiven, unerfüllten Liebe. Neben Jeremy Irons, der seine lächerlich-tragische Figur mit Bravour meistert, überzeugt auch Newcomerin Dominique Swain in der Titelrolle. Gelungene, aber alles andere als skandalöse Literaturverfilmung zu einer brisanten Tabu-Thematik.

Lolita

Sechs Buchstaben, die einst nicht nur die literarische Welt erschütterten, bringen moralische Sorgenfalten ins Kino zurück: 35 Jahre nach Stanley Kubrick wagt sich Adrian Lyne an eine Adaption von Vladimir Nabokovs Klassiker "Lolita". Trotz vorausgehender Startverschiebungen verunsicherter Verleiher erweist sich der zweite Anlauf weder als der erwartete Skandal, noch als die befürchtete Schaumschlägerei, sondern als respektable Literaturverfilmung, die in ihren Motiven relativ eng der Vorlage folgt und im Unterschied zu Kubrick weniger humoristische, denn dramatisch-psychologische Akzente setzt.

Voreiligen Vorwürfen aus bestimmten Lagern, eine Altherrenfantasie mache sich hier im pseudokünstlerischen Mantel öffentlich, dürfen, wie schon bei Bertoluccis "Stealing Beauty", als Fehleinschätzung gewertet werden. Sowohl Nabokov als auch Stephen Schiffs Drehbuch-Adaption zeigen deutlich die durch den Verlust der ersten großen Liebe erfolgte Neurotisierung der Hauptfigur Humbert Humbert, die in eine lebenslange, verklärte Sehnsucht nach Unreife mündet. Die Beziehung des Literaturprofessors (Jeremy Irons) zur 14jährigen Lolita (viel näher am Vorbild als Kubricks Sue Lyon: Dominique Swain, derzeit als John Travoltas Tochter in "Im Körper des Feindes" zu sehen), der Tochter seiner Wirtin und späteren Frau (ideal als geistig und sexuell defizitäre Amerikanerin: Melanie Griffith), zeichnet ein vernichtendes Bild von Demütigung, Abhängigkeit, Selbstaufgabe und unerwiderter Liebe, das (für beide Parteien) wohl nur Masochisten als erstrebenswerte Option interpretieren können. In der Visualisierung von Erotik und sexueller Arrangements (nie Liebesbeweise, sondern finanziell geregelte Deals) zeigt Lynes vorliegende, unzweifelhaft aller riskanteren Szenen bereinigte Fassung, daß das moralische Klima sich in den 35 Jahren nach Kubrick nur unwesentlich verändert hat. Ein paar zwischen Leidenschaft und Unbeholfenheit balancierende Küsse, ironisch mit symbolischen Phrasen spielende Bilder (Lolitas Bananenvorliebe) - der Rest geht über Andeutungen nicht hinaus. Die sexuelle Beziehung setzt sich weitgehend im Kopf des Betrachters zusammen, dessen moralisches Urteil Lyne durch Irons Reue und seine psychologische Disposition zu steuern versucht. Humbert ist eine lächerliche wie auch tragische Figur, die Irons, nach zahlreichen, ähnlich angelegten Charakteren mittlerweile im Schlaf spielen kann. Seine Besetzung nimmt diesem Film jede Unberechenbarkeit, ist aber in den Kinos ein wichtiger Vermarktungsfaktor. Vergleichsweise ein No-Name-Akteur ist Frank Langella, der in der Rolle von Humberts Rivalen, seinem wörtlichen wie auch metaphorischen Schatten (Quilty ist skrupellos, dekadent, amoralisch), Irons gelegentlich in denselbigen stellt. Seine Figur repräsentiert das wahre Verwerfliche in dieser durchaus gelungenen, eher braven als skandalösen Literaturverfilmung, die weder Voyeuristen noch Moralisten bedient, aber an der Kinokasse auf sechs Buchstaben setzen kann, die offensichtlich noch immer die Welt erschüttern. kob.

Darsteller:  Jeremy Irons   als Humbert Humbert
  Melanie Griffith   als Charlotte Haze
  Frank Langella   als Clare Quilty
  Dominique Swain   als Lolita
  Suzanne Shepherd   als Miss Pratt
  Keith Reddin   als Reverend Rigger
  Erin J. Dean   als Mona
  John Franklyn-Robbins  
  Kathryn Peterson  
  Muse Watson  
 
Regie:  Adrian Lyne  
Buch:  Stephen Schiff  
Musik:  Ennio Morricone  
Kamera:  Howard Atherton  
Produzent:  Mario F. Kassar  
  Joel B. Michaels  

Cruz hilft Kindern in Indien

Engel auf Erden: <br />Penélope Cruz

Engel auf Erden: <br />Penélope Cruz

Die spanische Schönheit Penélope Cruz wird Präsidentin der Hilfsorganisation "Sabera", die sich um indische Frauen und Kinder in Not kümmert. Die Gefährtin von Megastar Tom Cruise wird dem US-Büro vorstehen und die Arbeit des spanischen Sängers Nacho Cano fortführen, der Sabera 1999 gegründet hatte. Prominente wie Melanie Griffith ("Lolita") und Latin-Idol Ricky Martin unterstützen das Projekt. Cruz voller Lob:

"Sabera hat jungen Frauen und Kinder ein würdigeres Leben ermöglicht und ihnen bessere Chancen eröffnet, als deren schwierige Lebensumstände das sonst zugelassen hätten."

Cruz hatte zuvor schon in Kalkutta für die Hilfsorganisation gearbeitet. Vor Ort versorgt Sabera mittellose Menschen mit Lebensmitteln, Unterkunft und Schulbildung. Bei einer Spendenaktion am 10. Oktober in L.A. soll Geld für neue Krankenhäuser und Schulen gesammelt werden.

Als rettender Engel ist Penélope demnächst auch in "Sin noticias de Dios" ("Keine Nachricht von Gott") zu sehen. Als Sendbote des Himmels soll sie in Konkurrenz mit Höllentochter Victoria Abril ("101 Reykjavik") die Seele eines Boxkämpfers retten.

 

Lolita in der Fotoshow

 

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Jeremy Irons

Mit einer Doppelrolle als französischer Leutnant und als der ihn im Film spielende Schauspieler wurde der Engländer Jeremy Irons (geb. 1948)...

 

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