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Lord of War - Händler des Todes

Gnadenlose Actionsatire über einen international operierenden Waffenschieber, der von Interpol gejagt wird und sich in ein moralisches Dilemma manövriert.


Lord of War - Händler des Todes

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Erhältlich seit:
04.03.2011

Originaltitel: Lord of War

Drama/ Satire

USA 2005
Laufzeit: 122 Min.
FSK: ab 16

Nicolas Cage
Ethan Hawke
Jared Leto

Regie: Andrew Niccol
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Packendes Porträt eines skrupellosen Tausendsassas: Action- und Politsatire mit Sprengkraft.

Yuri Orlov ist ein brillanter Geschäftsmann, seine Ware der Tod (Foto: Fox) Großansicht

Yuri Orlov ist ein brillanter Geschäftsmann, seine Ware der Tod (Foto: Fox)

Der ukrainisch-stämmige New Yorker Yuri Orlov (Nicolas Cage) fühlt sich zu Höherem berufen, als für immer im Restaurant zu arbeiten. Schon früh macht er im Mafia-kontrollierten Einwandererviertel Little Odessa eine lukrative Entdeckung:

Gegessen wird immer, getötet auch. Der Anfang ist schwer, doch er bringt es vom Kleinkriminellen bis zum mächtigsten Waffenhändler der Welt.

Aber der Job verschafft ihm nicht nur Geld, Macht und schöne Frauen, sondern auch die Aufmerksamkeit des Interpol-Agenten Valentine (Ethan Hawke), der eine Hetzjagd auf Orlov beginnt.

Der Jäger und seine Beute (Foto: Fox) Großansicht

Der Jäger und seine Beute (Foto: Fox)

Ein heißes Eisen

Andrew Niccol, Regisseur von "Gattaca" und Autor von "Die Truman Show", wagt sich an das heiße Thema Waffenschieberei heran. Dabei gelingt ihm die schwierige Gratwanderung das aufrichtige Anprangern tragischer Verhältnisse mit schwarzem politischem Humor zu paaren. Ein faszinierend böser Cage, bissige Polit-Kommentare und Hochspannung pur sorgen für einen temporeichen Action-Reißer mit Hirn.

Lord of War - Händler des Todes

Regisseur und Drehbuchautor Andrew Niccol ("Die Truman Show") bombardiert das Publikumsgemüt (und -gehirn) mit einer scharfzüngig-smarten Politsatire im Stil von "Three Kings" um internationalen Waffenhandel, erzählt aus der Perspektive eines supererfolgreichen Schwarzmarkt-Schiebers, der von Nicholas Cage faszinierend porträtiert wird.

Schweres Geschütz, sowohl in dramatischer als auch visueller Hinsicht, wird umgehend mit der Openingsequenz abgefeuert. Sie zeigt aus der Sicht einer Munitionskugel ihren Werdegang von der Herstellung bis zur Explosion im Schädel eines jugendlichen afrikanischen Soldaten. Anschließend wird das Schicksal des Antihelden Yuri Orlov geschildert, der häufig direkt in die Kamera spricht und ansonsten viel im Voiceover zu vernehmen ist. Es ist das Jahr 1982. Der Sohn ukrainischer Immigranten fühlt sich zu Höherem berufen, als im Restaurant zu arbeiten. Über einen Zeitraum von 20 Jahren erzählt, steigt er vom Kleinkriminellen zum größten internationalen Waffenhändler auf, dessen Klientenliste die blutrünstigsten Diktatoren rund um den Globus umfasst. Sein Aufstieg bringt Geld, Frauen und Drogen, aber auch die ungewollte Aufmerksamkeit des Interpol-Agenten Valentine (Ethan Hawke mittlerweile schon ganz auf Law & Order abonniert). Dieser heftet sich für ein nervenaufreibendes Katz- und Mausspiel verbissen an Yuris Fersen, wobei dies nur einer von vielen Aspekten dieser vielschichtig-komplexen Moralfabel ist. Orlov wird neben den von ihm selbst gegebenen Einsichten vorrangig durch seine Beziehungen definiert: die zu seinem koksabhängigen Bruder und Partner Vitali ("Alexander"-Gespiele Jared Leto), seiner auf Lügen und Täuschung aufgebauten Ehe zu Supermodel Ava (eine roboterhafte Bridget Moynahan aus "I, Robot"), zu seinem Mentor Simon Weisz (Ian Holm), der im Business ist, "um Regierungen zu ändern", und schließlich auch die zu dem liberianischen Tyrannen Baptiste Senior (einschüchternd kalt: Eamonn Walker). Doch nach einem kometenhaften Aufstieg kommt bekanntlich der Fall, und Orlov wird in eine chaotische Spirale von unkontrollierter Gewalt hineingerissen.

Cage gelingt in seiner dynamischsten Performance seit langem, mit Charme und Galgenhumor eine sehr menschliche und nuancierte Figur zu kreieren, die sich über übliche Schwarzweiß-Malerei hinwegsetzt. So ist Orlov einerseits ein geldgieriger Egomane, für den Geschäft Geschäft ist, andererseits regt sich in ihm schließlich doch ein Funken von moralischem Verantwortungsbewusstsein. Ein ethisches Dilemma, das den Protagonisten in den Grundfesten seiner Existenz erschüttert, greift Niccol grundsätzlich gerne auf. Mit seinen beiden vorherigen Regiearbeiten "Gattaca" und "S1mOne" blickte er kritisch-ironisch in die Zukunft, nun nimmt er sich eines aktuellen Themas an, mit dem er zum Nachdenken anregen will. Dabei wagt er sich an die schwierige Gratwanderung, aufrichtiges Anprangern tragischer Verhältnisse mit schwarzem politischem Humor zu paaren. Diese Mischung aus erhobenem Zeigefinger und bissigem Zynismus wird nicht unbedingt nach der Fasson von Jedermann sein. Geneigte Zuschauer hingegen werden ihren Spaß haben und neben der komplexen Erzählung zudem Feuer und Flamme für die bestechende Kameraarbeit von Amir Mokri sowie den Soundtrack mit smarter Songauswahl sein. ara.

Lord of War - Händler des Todes

Der Handel mit Waffen ist ein dreckiges aber lukratives Geschäft. Und Yuri Orlov (Nicolas Cage) ist darin der Beste. Nach bescheidenen Anfängen in New Yorks Stadtteil Little Odessa steigt er gemeinsam mit seinem Bruder Vitali (Jared Leto) nach dem Fall des Eisernen Vorhangs zum mächtigsten Waffenschieber der Welt auf. Unmenschliche Diktatoren und legitime Staatsoberhäupter - Yuri versorgt sie alle. Partei ergreift er nicht, so lange die Kasse stimmt. Da heftet sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere der Interpol-Agent Jack Valentine (Ethan Hawke) an seine Fersen und Ehefrau Ava (Bridget Moynahan) stellt ihn vor ein Ultimatum. Yuri will sich für die Familie entscheiden, doch seine Kunden sind ihm unangenehm treu...

Quelle: Fox

Audiokommentar von Regisseur Andrew Niccol
Entfallene Szenen
Making-Of "Lord of War - Händler des Todes"
Ein lukratives Geschäft: Internationaler Waffenhandel
Amnesty International Spot mit Nicolas Cage

Quelle: Fox

Darsteller:  Nicolas Cage   als Yuri Orlov
  Ethan Hawke   als Valentine
  Jared Leto   als Vitali Orlov
  Bridget Moynahan   als Ava Fontaine
  Eamonn Walker   als Baptiste Senior
  Sammi Rotibi   als Baptiste Junior
  Sir Ian Holm   als Simeon Weisz
  Jean-Pierre Nshanian   als Anatoly Orlov
  Shake Tukhmanyan   als Irina Orlov
  Jasper Lenz   als Gregor
 
Regie:  Andrew Niccol  
Buch:  Andrew Niccol  
Musik:  Antonio Pinto  
Kamera:  Amir Mokri  
Produzent:  Nicolas Cage  
  Philippe Rousselot  
  Andrew Niccol  
  Norm Golightly  
  Andreas Grosch  
 

Lord of War - Händler des Todes in der Fotoshow

 

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