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Lost in Space

Die Odyssee der Familie Robinson in den Tiefen des Alls. Spezialeffektereiche Kinoversion der sechziger Jahre TV-Serie.


Lost in Space

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Erhältlich seit:
17.09.2010

Science Fiction

USA 1998
Laufzeit: 130 Min.
FSK: ab 12

William Hurt
Mimi Rogers
Heather Graham

Regie: Stephen Hopkins
Warner Home Video Germany

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Lost in Space

Im Jahr 2058 sind die lebensnotwendigen Ressourcen der Erde beinahe aufgebraucht. In einer verzweifelten Rettungsaktion wird die Familie Robinson an Bord des Raumschiffes Jupiter 2 auf die zehnjährige Reise zum Planeten Alpha Prime geschickt, um dort ein "Hypergate" zu installieren, das der Menschheit die problemlose Übersiedlung in eine rettende Galaxie garantieren soll. Doch kurz vor dem Start gelingt es John Robinsons ewigem Kontrahenten Dr. Smith, die Computer des Shuttles zu manipulieren. Er hat nämlich ganz andere Pläne...

Sehr frei nach der populären 60er Jahre TV-Kult-Serie rast die Robinson-Family hier erneut durch ferne Galaxien. Dabei wurden weder Kosten - 90 Millionen Dollar - noch Mühen - bombastisches Produktionsdesign, spektakuläre Effekte, furioser Inszenierungsstil - gescheut, um die Abenteuer zeitgerecht zu gestalten. Neben der imposanten Starbesetzung besticht vor allem der Umstand, daß es Regisseur Stephen Hopkins ("Predator 2") gelungen ist, den altmodischen Charme der Vorlage zu erhalten und dabei doch modernste Technik einzusetzen. SciFi- und Fantasy-Fans dürfen beruhigt zugreifen.

Lost in Space

Und wieder verwandelt Hollywood im Nostalgiefieber und mit Dollarzeichen in den Augen einen altgedienten Fernsehfavoriten in einen kostspieligen Big-Screen-Event. Die 1965 (ein Jahr vor "Raumschiff Enterprise"!) angelaufene Science-fiction-Serie "Lost in Space" verpflanzte die Schweizer Familie Robinson in die Unendlichkeit des Kosmos, um sie dort Woche für Woche mit hohem Kitschfaktor neue galaktische Abenteuer erleben zu lassen. Die spezialeffektreiche Leinwandadaption - mit einem Budget von 90 Mio. Dollar die bislang kostpieligste Produktion aus dem Hause New Line - zielt nun einigermaßen erfolgversprechend auf das Babyboomer-Publikum und Kids im Virtual-Reality-Rausch.

Die Ausgangskonstellation ist die gleiche wie in der Serie: die Familie Robinson, bestehend aus Vater John (William Hurt: funktional), Mutter Maureen (Mimi Rodgers: mütterlich-souverän), den Töchtern Judy ("Boogie Nights"-Rollergirl Heather Graham erneut mit unschuldigem Sexappeal) und Penny (Lacey Chabert als Technocyperpunk mit Teenie-Problemen - Luc Bessons Matilda aus "Leon - Der Profi" läßt grüßen) und Sohn Will (Jack Johnson als zehnjähriges Genie) - samt dem stattlich-strammen Piloten Major Don West ("Friends"-Star Matt LeBlanc als testosterongesteuerter Draufgänger um Lichtjahre besser als in seinem affigen Primaten-Debüt "Ed"), dem feigen Bösewicht Dr. Smith (Gary Oldman in einer Rolle, die er mittlerweile wohl im Schlaf spielen kann) und dem Familienroboter (mit dem selben Sprecher wie in der Serie besetzt) düsen mit der Jupiter II durch fremde Galaxien, nur um im Weltraum verloren zu gehen.

Die erste Stunde unterhält mit diversen Thrills. Die Robinsons treffen auf ein Geisterschiff der Zukunft, ein computergeneriertes Äffchen mit tellergroßen Glupschaugen (LeBlanc erneut als Affendompteur!) und gefräßige Stahlspinnen, um schließlich auf einem unwirtlichen Planeten bruchzulanden. Lag das Augenmerk bis zu diesem Zeitpunkt auf turbulenten Actionmomenten mit Unmengen von leuchtend-bunten Spezialeffekten (insgesamt über 750 an der Zahl) - Kinder werden besonders von einem Virtual-Reality-Einsatz des kleinen Will begesitert sein, bei dem er seine Familie gegen angreifendes Ungeziefer verteidigt - wird nun der Schwerpunkt auf das Kitten der angeknacksten Familienwerte gelegt. In den 90er Jahren darf es schließlich nicht so ohne weiteres eine Familienidylle geben. Es geht vor allem um einen Vater/Sohn-Konflikt, da Vater John nie genügend Zeit für seinen Sprößling hat. Das wirkt nicht nur aufgesetzt, sondern drosselt auch das Tempo, wenn schwerfällig gehaltvolle Botschaften gesendet werden, wo doch das Publikum nur auf Action wartet. Zum Glück legt man beim Finale im Hyperdrive wieder kräftig zu und schafft zudem einen klaren Ansatzpunkt für ein mögliches Sequel.

Stephen Hopkins, ein versierter Handwerker ohne merkliche eigene Vision, wie zuletzt in "Der Geist und die Dunkelheit" bewiesen, kann sich auf ein renommiertes und Genre-erfahrenes Team verlassen. Die futuristischen Kostüme im Military/Bondage-Look wurden von Vin Burnham entworfen, der schon Michael Keatons revolutionäres "Batmans Rückkehr"-Outfit kreierte, und das Produktionsdesign ist Norman Garwood zuzurechnen, der die Bauten für "Brazil" designte. Der Ton des geschäftigen Thrill-Rides ist deutlich weniger Camp als die Originalserie, und die Anflüge von parodistischer Selbstironie halten sich dankenswerterweise sehr in Grenzen. Die aufwendigen Effekte in Kombination mit der sympathischen Besetzung dürften der Kinowelt den erwarteten Herbsthit bescheren. Ob "Lost in Space" allerdings in der Oberliga mit "Godzilla" und "Die Maske des Zorro" spielen wird, bleibt abzuwarten. ara.

Lost in Space

Die Familie Robinson fliegt im Tiefkühlschlaf durchs All. Ihr Auftrag: die Gründung einer Weltraumkolonie, die den Menschen der bald unbewohnbaren Erde eine neue Heimat bieten soll. Doch der Plan wird durch Sabotage vereitelt, die Robinsons wachen auf und geraten mit ihrem oft unausstehlichen Roboter in verblüffende Abenteuer - bald fragen sie sich nicht nur, wo sie sind, sondern auch wann. Hervorragende Darsteller (Gary Oldman, William Hurt, Matt LeBlanc, Heather Graham und andere) sorgen für genau die richtige Balance zwischen Heldentum und Spaß auf diesem fantastischen Science-Fiction-Trip, der sich auf die berühmte TV-Serie aus den 60er-Jahren beruft - die Fernsehstars von damals treten in Gastrollen auf. "Achtung: Gefahr, Will Robinson!" Und grenzenloses Staunen.

Quelle: Warner Home Video

Darsteller:  William Hurt   als John Robinson
  Mimi Rogers   als Maureen Robinson
  Heather Graham   als Judy Robinson
  Lacey Chabert   als Penny Robinson
  Jack Johnson   als Will Robinson
  Gary Oldman   als Dr. Zachary Smith
  Matt LeBlanc   als Major Don West
  Mark Goddard   als General
  Lennie James   als Jeb Walker
  Marta Kristen   als Reporterin
  June Lockhart  
  Edward Fox  
  Adam Sims  
  Angela Cartwright  
 
Regie:  Stephen Hopkins  
Buch:  Akiva Goldsman  
Musik:  Bruce Broughton  
Kamera:  Peter Levy  
Produzent:  Mark W. Koch  
  Stephen Hopkins  
  Akiva Goldsman  
  Carla Fry  
 

Fassungen

 

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Features

 

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William Hurt

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