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Love the Hard Way

Düsteres Drama über die bis zur Selbstaufgabe reichende bedingungslose Liebe einer Studentin zu einem Kriminellen in New York.


Love the Hard Way

Leihvideo

Erhältlich seit:
28.10.2003

Drama

Deutschland 2001
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 16

Adrien Brody
Charlotte Ayanna
Jon Seda

Regie: Peter Sehr
Universum Film

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Liebe bis zur Selbstaufgabe: die Studentin und der Kriminelle.

Kompromisslose Geschichte einer bedingungslosen Liebe

Kompromisslose Geschichte einer bedingungslosen Liebe

Die unerfahrene Studentin Claire verliebt sich in den kleinkriminellen Womanizer Jack, der keinen One Night Stand auslässt und jede Frau, die sich ihm nähert, in den Abgrund zieht. Auch Claires bedingungslose Zuneigung führt beinahe zur Selbstzerstörung.

Erst als Jack im Gefängnis landet, hat Claire die Chance, sich aus der Beziehung zu befreien. Peter Sehrs in englischer Sprache nach der Vorlage von Barry Gifford gedrehtes Drama erzählt von der Kräfte zehrenden Beziehung zwischen einem Kriminellen und einer Studentin in New York und von bedingungsloser weiblicher Selbstaufgabe.

Die so schöne und poetische wie erschreckend nüchtern und düster inszenierte Love-Story wurde bereits mit dem Silbernen Leoparden in Locarno und dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet.

Love the Hard Way

Ein Liebesfilm, so dunkel, dass die Seele vor Kälte erstarrt. Aber gleichzeitig so anrührend schön, dass ein Quentchen Hoffnung bleibt: Peter Sehr erzählt von der Kräfte zehrenden Beziehung zwischen einem Kriminellen und einer Studentin in New York, von weiblicher Selbstaufgabe und unendlicher Einsamkeit in der Transitzone des Lebens. "Love the Hard Way" wurde in englisch gedreht. Die Frage ob deutscher oder internationaler Film ist müßig, die Antwort lautet: ein außergewöhnlicher Film.

Nach "Obsession" traut sich Peter Sehr wieder an eine Love-Story heran, die weit entfernt vom üblichen "Boy meets Girl"-Format mitten ins Herz trifft und dort Spuren hinterlässt. Nicht umsonst feilte Roman- und Drehbuchautor Barry Grifford an den Dialogen, die mal durch zarte Poesie entzücken, dann durch brutale Nüchternheit erschrecken. Es ist dieser Gegensatz, der sich wie ein roter Faden durch den Film zieht. Jack gehört zu den Typen, von denen eine Frau lieber die Finger lassen sollte - gut aussehend, egozentrisch und keinen One Night Stand auslassend, aber jede, die sich ihm nähert, in den Abgrund zieht. Rund 200 Weiber habe er schon flachgelegt, prahlt er vor der naiven, in Sachen Sex unerfahrenen Studentin Claire. Aus Sportsgeist spannt der Macho in der Schlangenlederjacke à la Nicolas Cage die fleißig Lernende ihrem langweiligen Freund aus und stürzt sie in ein Inferno der Gefühle. Erst findet sie es todschick, einen Kriminellen zu kennen, der ihr ins Gesicht sagt, Liebe sei nur ein dummes Geschwätz, doch als er sich nach der ersten Nacht nicht mehr rührt, lässt sie ihr Studium links liegen und läuft hinter ihm her. Jack mag alles, was ihm einen Kick gibt. Im Geheimen frönt der sensible Geist seiner Lust an antiquarischen Büchern und schreibt an einem Roman, nach außen mimt er den taffen Guy, der mit einem Kumpel und zwei Möchtegern-Schauspielerinnen als Cop verkleidet deren ausländische Freier in Hotels abzockt. Obgleich der Womanizer sich Claire entzieht, kriegt er sie nicht aus dem Kopf. Je mehr Fehler ihm im "Business" unterlaufen, um so mehr quält er sie, benutzt sie als Katalysator, treibt sie zur Selbstzerstörung. Als Jack nach zwei Jahren Knast wieder Freiheit genießt, treffen die beiden sich wieder, Ende offen. Was bleibt ist eine neue Wahrheit, die neue Annäherung ermöglicht. Vielleicht.

Nach der chinesischen Originalvorlage von Wang Shuo schickt Sehr in diesem Drama seine Protagonistin durch die Hölle, in der kein Platz ist für einen Funken Mitleid. Trotz allen Leidens liebt Claire bedingungslos. Auch wenn die Verletzungen noch so tief sitzen, Verzeihung ist möglich, Vergessen nicht, "zur dunklen Seite des Mondes zu gehen, war nicht das Schlimmste, das Schlimmste war, allein zu gehen" umschreibt die Gepeinigte die Reise ins Herz der Finsternis. New York, besser gesagt die heruntergekommene Bronx, bildet die ideale Folie für diesen Parforce-Ritt über Sollbruchstellen menschlicher Existenz. Adrien Brody als "großer Ficktator" Jack ist ein gefallener Engel, der auf Erlösung wartet, der sich irgendwann mal beim Höhenflug die Flügel verbrannte und jetzt aus Angst vor neuerlicher Enttäuschung unten bleibt, ganz unten. Charlotte Ayanna in ihrer Angreifbarkeit kann da nur blass erscheinen neben dieser männlichen Verkörperung von Härte und Zärtlichkeit. Wer New York-Filme mag, kommt voll auf seine Kosten, ein weibliches Publikum sollte gerne mitleiden und sich ganz nebenbei an Luzifer Adrien Brody erfreuen. mk.

Darsteller:  Adrien Brody   als Jack
  Charlotte Ayanna   als Claire
  Jon Seda   als Charlie
  August Diehl   als Jeff
  Pam Grier   als Linda
  Liza Jesse Peterson   als Pamela
  Elizabeth Regen   als Sue
  Katherine Moennig   als Debbie
  Joey Kern   als Fitzgerald
  Jonathan Hadary   als Boris
  Ned Stresen-Reuter   als Brian
  Michaela Conlin   als Cara
  Lee Sellars   als Dennis
  Sylvia Kauders   als Mrs. Rosenberg
 
Regie:  Peter Sehr  
Buch:  Peter Sehr  
  Marie Noëlle  
Musik:  Darien Dahoud  
Kamera:  Guy Dufaux  
Produzent:  Wolfram Tichy  
 

Love the Hard Way in der Fotoshow

 

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Features

 

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Adrien Brody

Hochgewachsen, mit flinken, listigen und ständig lachenden Augen sowie kaum zu bändigenden schwarzen Locken und einem betont schlaksig lässigen...

 

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August Diehl

Gleich seine erste Filmrolle brachte August Diehl den Deutschen Filmpreis 2000 ein. Als passionierter Computer-Hacker und...