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Lovesong für Bobby Long

Tragikomödie über ein junges Mädchen, das nach dem Tod der Mutter mit zwei philosophierenden Alkoholikern den Familiensitz in New Orleans teilt.


Lovesong für Bobby Long

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Erhältlich seit:
25.11.2011

Originaltitel: A Love Song for Bobby Long

Drama/ Komödie

USA 2004
Laufzeit: 120 Min.
FSK: ab 6

John Travolta
Scarlett Johansson
Gabriel Macht

Regie: Shainee Gabel
Tobis Home Entertainment GmbH & Co. KG

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Leben und lieben in New Orleans: Großes Gefühlskino mit John Travolta und Scarlett Johansson.

Bobby Long genießt das Lotterleben (Foto: Tobis) Großansicht

Bobby Long genießt das Lotterleben (Foto: Tobis)

John Travolta brillierte schon in manch verrückter Rolle - als Engel in "Michael" oder als schräger Killer in "Pulp Fiction". So aber hat man den zweifach Oscar-nominierten Hollywood-Schauspieler noch nie gesehen: Mit weißem Haar und Bierbauch verkörpert er herrlich schrullig den ehemaligen Südstaaten-Professor Bobby Long.

Der fristet mit seinem Kumpel Lawson (Gabriel Macht) ein dauerbedröntes Dasein im Hause einer Freundin. Als diese jedoch stirbt, beansprucht deren Tochter Pursy (Scarlett Johansson) das Anwesen der Mutter. Bobby und Lawson haben allerdings lebenslanges Wohnrecht und sind nicht so leicht loszuwerden. Notgedrungen lässt sich Pursy mit den verlotterten Junggesellen auf eine WG ein.

Gestrandet in New Orleans: Lawson, Pursy und Bobby (Foto: Tobis) Großansicht

Gestrandet in New Orleans: Lawson, Pursy und Bobby (Foto: Tobis)

Freunde statt Fiasko

Was als Fiasko beginnt, entwickelt sich bald zu einer außergewöhnlichen Freundschaft. Eine tief berührende Geschichte voller Hoffnung und Humor - so wärmend wie die Südstaatensonne, so bittersüß wie der Blues in New Orleans.

Lovesong für Bobby Long

Als geschmeidiger Latin Lover in "Saturday Night Fever" avancierte er 1977 zum weltweiten Vortänzer, als philosophierender Killer in "Pulp Fiction" zur Independent-Ikone und Mitte der 90er Jahre schließlich als vielseitig einsetzbare Allzweckwaffe zum Hollywood-Goldesel: John Travolta. Jetzt kann er sich auf seinem Erfolg ausruhen, Parts übernehmen, die ihm Spaß machen. Zum Beispiel den eines versoffenen Literaten. Wie in "Lovesong for Bobby Long", wo er seinen Südstaatenakzent aus "Mit aller Macht" auffrischen und wieder die Hüften schwingen darf.

Ungewohnt sieht der etwas rundlich gewordene Travolta hier aus, die Haare weiß gefärbt, ein Dreitagebart im Gesicht. Als titelgebender, ehemaliger Literaturprofessor wohnt er in einem heruntergekommenen Holzhaus am Stadtrand vom "Big Easy". Zum roten Morgenmantel trägt er eine gepunktete Krawatte, den schlechten Geschmack gurgelt er sich mit Whiskey aus dem Mund und um die Gedanken fliegen zu lassen, zündet er sich eine Zigarette an. Seine Lieblingsbeschäftigung besteht darin, Literaturklassiker zu zitieren und notfalls tun's auch Plattitüden wie "New Orleans ist eine verführerische Stadt". Der Mann hat schon bessere Tage gesehen - und politically correct ist er auch nicht. Von einem traurigen Ereignis aus der Bahn geworfen, teilt er sich mit seinem einstigen Studenten und späteren Assistenten Lawson Pines - "American Outlaw" Gabriel Macht - Laster, Logis und die Liebe zum jüngst verstorbenen Freigeist Lorraine Will.

Carson McCullers und ihr "Das Herz ist ein einsamer Jäger" kommt einem in den Sinn, die Arbeiten William Faulkners mit ihren schrägen Figuren und auch Mark Twain, ob seines verschmitzten, hintergründigen Humors. Regisseurin und Autorin Shainee Gabel hat sich Roland Everett Capps Roman "Off Magazine Street" als Grundlage für ihr Spielfilmdebüt ausgesucht, den gemächlichen Ton, die satte, dampfende Schwüle der Südstaaten gut eingefangen. Es lebt sich angenehm im good ol' south, wo immer irgendwo Musik spielt, Schwarze und Weiße friedlich nebeneinander in der Sonne dösen und die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Bis die 17-jährige Purslane "Pursy" Hominy Will unerwartet auftaucht, um den Nachlass der Mama zu regeln. Deren Begräbnis hat sie um einen Tag verpasst, der Familiensitz entpuppt sich als Bruchbude, die auch noch von zwei Bohemiens okkupiert wird, die sich als Miterben herausstellen.

In dem Moment, in dem Scarlett Johansson ("Das Mädchen mit dem Perlenohrring") als Purslane - der englische Begriff für das wärmeliebende Portulak-Röschen, das bei Sonnenuntergang seine Blüte schließt - auftaucht, kommt Leben, Bewegung in den Film. Die Trunkenbolde werden aus ihrer Lethargie geweckt. Neugierig stochert die luftig bekleidete, hemdsärmelige Augenweide in der Vergangenheit herum. Unterdrückte Wahrheiten kommen ans Licht, bitter-süße Geheimnisse werden aufgelöst. Es macht Spaß, dabei zuzusehen, wie Travolta mit all seiner Routine Johansson fordert, sie zu einer exzellenten Leistung anspornt, die er großzügig - und lässig - unterstützt. Otto Preminger soll einmal gesagt haben, dass gutes Kino nichts anderes ist, als schönen Frauen dabei zuzusehen, wie sie schöne Dinge tun. Dazu hat man bei diesem poetischen Werk ausreichend Möglichkeit - nicht zuletzt dank der wunderbar farbkräftigen Bilder von Kameramann Eliott Davis ("Weißer Oleander") und dem authentischen, einlullenden Score von Nathan Larson ("Tigerland"). geh.

Lovesong für Bobby Long

Bewegende Tragikkomödie mit der bezaubernden Scarlett Johansson an der Seite John Travoltas, der als philosophierender Ex - Literaturprofessor glänzt.

Als sie vom Tod ihrer Mutter Lorraine erfährt, kehrt Purslane Hominy Will (Scarlett Johansson) nach langer Zeit zurück in ihre Heimatstadt New Orleans. Doch ihre Heimkehr verläuft für die 17-Jährige ganz anders als erwartet. Erst verpasst sie das Begräbnis um einen Tag. Dann stellt sie fest, dass sich der Familiensitz, ein einfaches Holzhaus am Stadtrand, in eine heruntergekommene Bruchbude verwandelt hat. Und zu allem Überfluss muss sie sich auch noch mit zwei fremden Männern arrangieren, die sich im Haus eingenistet haben: mit dem in die Jahre gekommenen Ex - Literaturprofessor Bobby Long (John Travolta) und seinem Schützling Lawson Pines (Gabriel Macht).
Pursys Mutter hat den Dreien das Haus zu gleichen Teilen vermacht, und so entsteht eine unfreiwillige Wohngemeinschaft. Pursy bringt das Domizil nach und nach auf Vordermann - und ist ziemlich genervt von den beiden Männern, die sich als Bohemiens gebärden und behaupten, sie arbeiteten an einem Buch über Bobbys Leben, tatsächlich aber einen feucht - fröhlichen Müßiggang kultivieren. Doch ganz allmählich bildet sich eine eigenwillige Freundschaft zwischen der aufgeweckten Pursy und ihren Mitbewohnern. Und je besser sie sich mit Bobby und Lawson versteht, desto näher kommt sie den bitter - süßen Geheimnissen, die ihre alte Heimat für sie birgt...

Quelle: Tobis

Interviews mit Cast & Crew
Making of
Behind the Scenes
Deleted Scenes
Kinotrailer
Cast & Crew
Animierte Bildergalerie
Audiokommentar von Shainee Gabel (Regie)
(Laufzeit ca. 71 Min.)

Quelle: Tobis

Darsteller:  John Travolta   als Bobby Long
  Scarlett Johansson   als Purslane Hominy Will
  Gabriel Macht   als Lawson Pines
  Deborah Unger   als Georgianna
  David Jensen   als Junior
  Dane Rhodes   als Cecile
  Clayne Crawford   als Lee
  Sonny Shroyer   als Earl
  Walter Breaux   als Ray
 
Regie:  Shainee Gabel  
Buch:  Shainee Gabel  
Musik:  Nathan Larson  
Kamera:  Elliot Davis  
Produzent:  Bob Yari  
  R. Paul Miller  
  David Lancaster  
 

Lovesong für Bobby Long in der Fotoshow

 

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