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LowLights - Eine Nacht, ein Ritual

Ménage-à-trois und Roadmovie, in dem in einer Großstadtnacht hinter dem Steuer ungewöhnliche Rituale zelebriert werden.


LowLights - Eine Nacht, ein Ritual

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Erhältlich seit:
21.10.2010

Originaltitel: Artimos sviesos

Drama

Litauen/Deutschland 2009
Laufzeit: 90 Min.
FSK: ab 6

Dainius Gavenonis
Julia-Maria Köhler
Jonas Antanelis

Regie: Ignas Miskinis
3L Vertriebs GmbH & Co.KG

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LowLights - Eine Nacht, ein Ritual

Um einem langweiligen Abend mit seiner Frau Laura zu entfliehen, lässt sich der biedere Tadas von seinem alten Schulfreund Linas zum so genannten Night Driving überreden. Während die Männer ziellos durch die Straßen gleiten, weiht Linas seinen Kumpel in die Rituale der Nacht ein. Höhepunkt ist dabei der "Reset". Bei diesem Neustart hält man bei voller Fahrt die Luft an und schaltet dabei gleichzeitig die Schweinwerfer aus. Da kreuzt eine geheimnisvolle Schöne ihren Weg, die Tadas nur zu bekannt vorkommt.

Mit seiner Mischung aus Ménage à trois und Roadmovie unterstreicht der litauische Filmemacher Ignas Miskinis, dass er in punkto Handwerk den Vergleich mit dem westeuropäischen Kino nicht zu scheuen braucht. Allerdings ist das Erzähltempo teils sehr gemächlich, und den drei Protagonisten um die deutsche Darstellerin Julia-Maria Köhler gelingt es nur selten, ihren Figuren Leben einzuhauchen. Mehr Action und mehr Spannung hätten diesem nächtlichen Großstadtabenteuer nicht geschadet.

LowLights - Eine Nacht, ein Ritual

Mix aus ménage à trois und Road Movie des Litauers Ignas Miskinis, in dem in einer einzigen Großstadtnacht hinter dem Steuer ungewöhnliche Rituale zelebriert werden.

Normalerweise finden baltische Produktionen nicht unbedingt den Weg in die deutschen Kinos. In diesem Herbst aber ist dies gleich zwei Filmen gelungen. Nach Alexander Hahns "Midsummer Madness" folgt nun "LowLights", ein etwas unkonventionelles Road Movie des Litauers Ignas Miskinis, das in einer Nacht in Vilnius spielt. Die Dreiecksgeschichte handelt von einem gut situierten, kinderlosen Ehepaar, das sich schon länger nichts mehr zu sagen hat. Um einem weiteren langweiligen Abend mit seiner Frau Laura (Julia-Maria Köhler) zu entfliehen, entschließt sich der biedere Tadas (Dainius Gavenonis), mit seinem alten Schulfreund Linas (Jonas Antanèlis), den er nach Jahren zufällig wiedergetroffen hat, etwas zu unternehmen. Der schlägt Ungewöhnliches vor: so genanntes Night Driving. Das einzige, was man dazu braucht, ist Tadas' schnittigen BMW. Und während die beiden Männer ziellos durch die Straßen gleiten, weiht Linas seinen Kumpel in die Rituale der Nacht ein. Das beginnt mit harmlosen Dingen wie mit einer gründlichen Autowäsche oder Tankstellenbesuchen, bei denen nie mehr als zwei Liter getankt werden, setzt sich fort mit dem Klau eines knallgelben Flitzers und endet schließlich mit einem "Reset". Bei diesem Neustart hält man bei voller Fahrt so lange wie möglich die Luft an und schaltet dabei gleichzeitig die Schweinwerfer aus.

Die litauisch-deutsche Koproduktion, die sowohl Elemente von Paul W.S. Andersons "Shopping" als auch Sebastian Schippers "Ein Freund von mir" enthält, lebt von der besonderen nächtlichen Großstadtatmosphäre und von der erotisch aufgeladenen Situation, die Regisseur Miskinis (mit seinem zweiten abendfüllenden Film nach "Diringas", 2006) dadurch erreicht, dass er Laura auf die beiden Männer treffen lässt. Zusätzlicher Reiz entsteht, weil Tadas nicht zu erkennen gibt, dass sich hinter Laura, die sich jetzt Vita - also das Leben (!) - nennt, seine eigene Frau verbirgt. Erst als Linas der geheimnisvollen Schönen eindeutige Avancen macht, regt sich beim Ehemann die Eifersucht.

"LowLights" kommt mit nur sehr wenigen Dialogen aus, passt sich auch in punkto Schnitt (Gesa Marten) dem gemächlichen Erzähltempo an und überzeugt durch sein stilvolles Produktionsdesign (Monika Bauert). Allerdings gelingt es den drei Protagonisten um die deutsche TV-Darstellerin Julia-Maria Köhler nur selten, ihren Figuren Konturen zu verleihen, sie interessant zu machen. So folgt man den immergleichen Szenarien (Fahren, Kaffeepause, fahren, Kiffen, fahren, Autowaschen) relativ unbeteiligt, bis ein Unfall beim Reset-Spiel den Betrachter aus seinen Träumen reißt. Dennoch hätten dem Film mehr Action, mehr Spannung, mehr Sex durchaus gut getan. lasso.

Darsteller:  Dainius Gavenonis   als Tadas
  Julia-Maria Köhler   als Laura
  Jonas Antanelis   als Linas
  Juri Padél   als Mann im Anzug
  Jörg Reimers   als Tadas Klient
  Kiril Glusajev   als Whitie
  Martynas Morkunas   als Whitie's Freund #1
  Mindaugas Kucila   als Whitie's Freund #2
  Sarunas Puidokas   als Taxifahrer
  Denisas Kolomickis   als Teenager
  Mantas Kisielius   als Junger Szenetyp
  Donatas Vaisnoras   als Verkäuferin
  Tomas Kizelis   als Polizeioffizier
 
Regie:  Ignas Miskinis  
Buch:  Ignas Miskinis  
Kamera:  Rolandas Leonavicius  
Produzent:  Dagmar Niehage  
  Leva Norviliene  
 

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