
Daisy Town ist eine jener schnell aus dem Nichts wachsenden Städte des Wilden Westens. Bald sind Raufereien und Schießereien an der Tagesordnung. Mit Lucky Luke, dem Mann, der schneller zieht als sein Schatten, findet sich auch endlich ein Sheriff, der blitzschnell aufräumt. Zu gut, wie die Bürger finden. Also hängt Lucky den Sheriffstern an den Nagel, als die Ankunft der Dalton-Brüder von den Städtern begrüßt wird. Die lassen nichts unversucht, die Indianer gegen Daisy Town aufzubringen. Beim finalen Aufeinandertreffen entpuppen sie sich aber als friedliebend. Lucky schaltet die Daltons im Duell aus und zieht dann mit Jolly Jumper, dem getreuen Gaul, weiter.
Die Spielfilmversion des längst zur Kultfigur gewordenen Comiccowboys Lucky Luke aus der Feder des Teams Morris/Goscinny entpuppt sich als wilder und respektloser Westernklamauk. Haudegen Terence Hill ("Vier Fäuste für ein Hallelujah") fühlt sich sichtlich wohl bei seinem Comeback, das nicht selten wehmütige Erinnerungen an Hills Paraderolle "Mein Name ist Nobody" weckt. Dabei macht er als Regisseur auch vor uninspirierten Albernheiten keinen Halt. Dem Kinopublikum war's jedenfalls recht: Nahezu1 Million Zuschauer strömten bislang in die Theater, um sich von Hills liebenswerter Wildwest-Gaudi unterhalten zu lassen. Ein Dauerbrenner auch auf Video.