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Luther

Starbesetztes Historienepos über das Leben Martin Luthers vom selbstzweiflerischen Mönch zum hartnäckigen Freigeist.


Luther

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Erhältlich seit:
28.01.2011

Historienfilm/ Drama

Deutschland 2003
FSK: ab 12

Joseph Fiennes
Alfred Molina
Jonathan Firth

Regie: Eric Till
Warner Home Video Germany

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Er veränderte die Welt für immer: Joseph Fiennes als Reformator in einem grandiosen Historien-Drama.

Anders als viele Kirchenmänner seiner Zeit ist Luther ein Fürsprecher der Schwachen (Foto: ottfilm (UIP)) Großansicht

Anders als viele Kirchenmänner seiner Zeit ist Luther ein Fürsprecher der Schwachen (Foto: ottfilm (UIP))

Ein Mann mit Bierbäuchlein und Doppelkinn. Das ist Martin Luther, wie wir ihn von Gemälden kennen. Er würde sich sicher geschmeichelt fühlen, wenn er heute, beinahe 500 Jahre nach seiner Zeit, im Kino Joseph Fiennes ("Shakespeare in Love") als sein alter Ego auf der Leinwand sehen könnte. Durch ihn wird der Reformator zum drahtigen Charismatiker.

Das passt gut: Immerhin war Luther einer der größten Rebellen der Geschichte. Im Jahr 1517 schlug der Mönch seine berühmten 95 Thesen an die Schlosskirche von Wittenberg. Er hatte genug von der Verlogenheit der katholischen Kirche.

Luther rebellierte mit seinen Thesen (Foto: ottfilm (UIP)) Großansicht

Luther rebellierte mit seinen Thesen (Foto: ottfilm (UIP))

Geld für Gott

Papst Leo X. (Uwe Ochsenknecht) schickt einen Ablasshändler durchs Land, der den Menschen vormacht, sie könnten sich das Paradies erkaufen. Dabei braucht der Papst ihr Geld für den Bau des Petersdoms.

Zum Glück für Luther ist da noch sein Förderer Friedrich der Weise, mit Sir Peter Ustinov ebenfalls traumbesetzt.

In beeindruckenden, teilweise an den Original-Schauplätzen gedrehten Bildern erzählt Regisseur Eric Till das Drama der Reformation. Neben den historischen Tatsachen zeigt sein Epos auch den zeitlosen Kampf eines im Grunde ängstlichen Mannes, der über sich selbst hinaus wächst - wie auch Joseph Fiennes in seiner Parade-Rolle.

Luther

Mit seiner aktuellen Kinoarbeit wagt sich Eric Till, hochgelobt für "Bonhoeffer - Die letzte Stufe", erneut an ein überaus komplexes biografisches Thema. "Luther", sein Epos über einen Mann, der "heldenhaft seine Sache gegen die stärkste Macht der Welt vertrat", erweist sich als sorgfältig recherchiert und umgesetzt, besticht durch aufwändige Schauwerte und schmückt sich mit einem prominenten Ensemble, aus dem Joseph Fiennes, Sir Peter Ustinov und Bruno Ganz herausragen. Wegen des speziellen, nicht unbedingt leicht zugänglichen Sujets dürfte sich eine wirklich breite Vermarktung als schwierig erweisen.

Es ist die Vergangenheit, die dem britischen Schauspieler Joseph Fiennes am besten zu Gesicht zu stehen scheint, feierte er doch seine größten Erfolge mit in der Historie angesiedelten Stoffen wie "Shakespeare in Love" oder "Elizabeth". Diesmal verschlägt es ihn als Martin Luther ins 16. Jahrhundert, ins finstere Mittelalter, das nach einem mutigen Aufklärer verlangt. 1505 überlebt er als junger Mann ein furchtbares Unwetter, bricht aus Dankbarkeit gegenüber Gott - ein Blitz hast ihn nur knapp verfehlt - sein Jura-Studium ab und tritt in ein Augustinerkloster ein. Angeekelt vom Ablasshandel und der Geldschneiderei der katholischen Kirche geht Luther auf Anraten seines Mentors Johann von Staupitz zum Theologiestudium nach Wittenberg, von wo aus er seinen Kreuzzug gegen den Papst antritt. Die Bibel gilt für ihn als einzige akzeptierbare Instanz, was, zum Ketzer erklärt, zu seiner Exkommunikation führt. Doch das ist erst der Anfang eines langen Kampfes um die Reformation, in dessen Verlauf es viele Tote zu beklagen gibt.

"Luther", eine veritable deutsche Großproduktion, besitzt eigentlich alles, was einen Erfolgsfilm ausmacht: namhafte, gut aufspielende Stars - neben Fiennes gilt es vor allem Sir Peter Ustinov als Friedrich der Weise, Alfred Molina als Johann Tetzel und Bruno Ganz als von Staupitz zu nennen -, spektakuläre Kulissen (Gesamtausstattung: Oscar-Preisträger Rolf Zehetbauer), eine makellose Kameraarbeit (Robert Fraisse) und eine leidenschaftliche Geschichte von epochaler Bedeutung. Doch es fehlen leider Herzblut und ein echter Spannungsbogen. Ambitioniert ist dieses Drama, ehrenwert, politisch und inhaltlich (fast über)korrekt, was es manchmal geradezu wie eine Religionsstunde anmuten lässt. Zu nahe an der Wirklichkeit bleiben die Drehbuchautoren Camille Thomasson und Bart Gavigan, entwickeln zu gradlinig ihren Plot und lassen Regisseur Eric Till wenig Raum zum Inszenieren. Dabei ist dessen Schauspielführung tadellos, sein Erzählstil effizient - was fehlt ist die Gelegenheit zur Identifikation und das Bangen um den Helden. Schade, denn so wird das Publikum jenseits von Arthouse und Geschichtsinteressierten wohl ausbleiben. geh.

Luther

Deutschland, Anfang des 16. Jahrhunderts: Das Leben der Menschen ist von Armut, Unwissenheit und Angst bestimmt - Angst um das tägliche Überleben, Angst vor der Willkür des herrschenden Adels und korrupter Kirchenfürsten und ständige Angst vor göttlicher Strafe und Verdammnis. In dieser Zeit der Dunkelheit erhebt sich ein Mann gegen alle Autoritäten: Der junge Mönch Martin Luther fordert mit seinen mutigen 95 Thesen den deutschen Kaiser und den Papst in Rom gleichermaßen heraus. Es kommt zur Konfrontation, in deren Folge sich die Welt für immer verändern wird ... Ein gewaltiges Epos über eine der dramatischsten Epochen der europäischen Geschichte, in überwältigenden Bildern und mit internationaler Starbesetzung inszeniert: Neben Joseph Fiennes ("Shakespeare in Love") in der Titelrolle sind Sir Peter Ustinov, Alfred Molina ("Chocolat"), Bruno Ganz ("Brot und Tulpen") und "Good Bye Lenin"-Star Maria Simon zu sehen.

Quelle: Warner Home Video

Darsteller:  Joseph Fiennes   als Martin Luther
  Alfred Molina   als Johann Tetzel
  Jonathan Firth   als Girolamo Aleander
  Claire Cox   als Katharina von Bora
  Sir Peter Ustinov   als Friedrich der Weise
  Bruno Ganz   als Johann von Staupitz
  Uwe Ochsenknecht   als Papst Leo X.
  Mathieu Carrière   als Kardinal Jakob Cajetan
  Benjamin Sadler   als Georg Spalatin
  Torben Liebrecht   als Kaiser Karl V.
  Jochen Horst   als Karlstadt
  Maria Simon   als Hanna
  Lars Rudolph   als Philip Melanchthon
  Marco Hofschneider   als Ulrich
  Christopher Buchholz   als von der Eck
  Doris Prusova   als Grete
  Anatole Taubman   als Otto
  Herb Andress   als Gunter
  Jeff Caster   als Matthias
 
Regie:  Eric Till  
Buch:  Camille Thomasson  
  Bart Gavigan  
Musik:  Richard Harvey  
Kamera:  Robert Fraisse  
Produzent:  Alexander Thies  
  Prof. Kurt Rittig  
  Dennis A. Clauss  
  Franz Thies  
  Gabriela Pfänder  
 

Luther in der Fotoshow

 

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Features

 

Star

Joseph Fiennes

Mit seiner Rolle des verliebten Barden William Shakespeare, der sich während der Arbeit an dem Stück "Romeo und Julia" in die...

 

Star

Alfred Molina

"Der Schauspieler, der eine real existierende Person verkörpert, trägt eine besondere Verantwortung der Wahrheit dieser Figur gegenüber, ob...