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Machtlos

Politisch aufgeladener Thriller über eine amerikanische Frau, die nach ihrem von der CIA verschleppten ägyptischen Ehemann sucht.


Machtlos

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Erhältlich seit:
19.09.2008

Originaltitel: Rendition

Drama/ Thriller

USA/Südafrika 2007
Laufzeit: 122 Min.
FSK: ab 16

Jake Gyllenhaal
Reese Witherspoon
Alan Arkin

Regie: Gavin Hood
Warner Home Video Germany

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In Gavin Hoods Menschenrechtsthriller kämpft Reese Witherspoon nicht nur um ihren Mann, sondern auch für die Grundwerte der Demokratie.

Menschen werden gefoltert und der Senator schaut zu (Foto: Warner) Großansicht

Menschen werden gefoltert und der Senator schaut zu (Foto: Warner)

Es passiert irgendwo in Afrika, tötet Unschuldige, zerstört schließlich auch das Glück einer Familie, tausende von Meilen entfernt. Auf dem Rückflug nach Amerika verschwindet der in Ägypten geborene Mann von Isabella (Reese Witherspoon, "Walk the Line") spurlos. Besorgt sucht sie nach Hinweisen, bis ein alter Studienfreund in Washington etwas Schreckliches und Unglaubliches erfährt. Verborgen vor der Welt, aller Rechte beraubt, wird Isabellas Mann gefoltert.

Und das vor den Augen eines CIA-Agenten (Jake Gyllenhaal), der bei seinem ersten Einsatz von Fragen überwältigt wird. Ist der Gefangene wirklich in die Bombenexplosion in Nordafrika verwickelt? Rechtfertigt der Kampf gegen den Terror auch die Anwendung von Terror? Und kann ein Mann, der durch das Foltern eines anderen wie ein Monstrum wirkt, noch Mensch bleiben?

Agent Freeman muss sich der Gewissensfrage stellen (Foto: Warner) Großansicht

Agent Freeman muss sich der Gewissensfrage stellen (Foto: Warner)

Hinter den Schlagzeilen

Das Hollywood-Debüt des Südafrikaners Gavin Hood, dessen Drama "Tsotsi" mit dem Oscar ausgezeichnet wurde, ist eine brandaktuelle Gewissensprüfung im Rahmen eines hoch emotionalen Thrillers.

Wichtig genug, um Oscarprominenz wie Meryl Streep, Reese Witherspoon oder Alan Arkin anzulocken. Aufregend genug, um zwei Stunden den Schrecken, der sich sonst hinter Schlagzeilen verbirgt, in dramatischer Deutlichkeit mitzuerleben.

Machtlos

In seinem US-Debüt erweist sich der Südafrikaner Gavin Hood als virtuoser Thriller-Regisseur und exzellenter Analytiker des "War on Terror".

Der Titel dieses brisanten, allzu aktuellen Polit-Thrillers nimmt Bezug auf den Euphemismus "extraordinary rendition", der es der US-Regierung erlaubt, vermeintliche Terroristen in ausländischen Gefängnissen festzuhalten und zu foltern, ohne Angehörige oder gesetzliche Vertreter über deren Verbleib zu informieren. Um so eine solch "außergewöhnliche Urteilsfällung" geht es nun in "Rendition" von Gavin Hood, der schon mit seinem 2005 mit dem Auslands-Oscar ausgezeichneten "Tsotsi" ein politisch heißes Eisen auf die Leinwand brachte. Wohl dank dieses Erfolgs liest sich hier nun die Besetzungsliste wie ein Who's Who des aktuellen Hollywood und selbst in kleineren Parts tauchen prominente Gesichter auf. So zum Beispiel Reese Witherspoon als Isabella, die mehrere Monate schwanger, die Rückkehr ihres arabisch-stämmigen Ehemannes erwartet. Der Chemiker Anwar El-Ibrahimi (Omar Metwally aus "München") hat eine Geschäftsreise nach Südafrika unternommen, das Flugzeug nach Hause in Johannesburg bestiegen, es aber angeblich nie wieder verlassen.

Derweil sprengt sich in einem nordafrikanischen Land ein Selbstmordattentäter in die Luft, ein CIA-Beamter kommt ums Leben und von den Tätern fehlt jede Spur. Bis der Name El-Ibrahimi fällt und der Wissenschaftler sich in einer arabischen Zelle wiederfindet, peinlich befragt vom örtlichen Polizeichef. Dieser arbeitet dem lokalen CIA-Analytiker Freeman (Jake Gyllenhaal) zu, einem Idealisten, der am 12. September 2001 dem Geheimdienst beigetreten ist. "Dies ist meine erste Folter" stellt er erschrocken fest - und sein Unbehagen wächst. Was nicht nur damit zu tun hat, dass er mit einer arabischen Kollegin intim befreundet ist. Kalte Nachrichten paart Hood gekonnt mit Familiengeschichten, während das kluge Skript von Kelley Sane Haken schlägt, zwischen den Kontinenten pendelt und sich chronologischen Zeitabläufen elegant widersetzt. Die viel bemühte Spirale der Gewalt wird vor Augen geführt, einfache Schuldzuweisengen wie auch ein klares Täter-Opfer-Bild sind nicht mehr möglich. Peter Sarsgaard, der als Studienfreund Isabellas auf politischer Ebene deren Interessen vertritt, gefällt als moralisches Gewissen, Meryl Streep gibt gewohnt souverän mit eisigem Lächeln den Südstaaten-Falken und Alan Arkin vollführt als Senator Eiertänze. Im "War on Terror" sind Menschen Kollateralschäden, für die "gerechte Sache" nimmt man Ungerechtigkeiten billigend in Kauf. Bis man den eindringlich spielenden Omar Metwally unter Folter schreien hört. geh.

Machtlos

Der in Ägypten geborene Anwar El-Ibrahimi (Omar Metwally) wird des Terrorismus verdächtigt. Bei einem Flug von Südafrika nach
Washington D.C verschwindet er spurlos - El-Ibrahimi wird von der CIA verschleppt und inein geheimes Gefangenenlager außerhalb der
USA gebracht. Seine amerikanische Frau Isabella (Reese Witherspoon) nimmt die verzweifelte Suche nach ihm auf, während der junge
CIA-Analyst Douglas Freeman (Jake Gylenhaal) im Gefangenenlager mit ansehen muss, wie El-Ibrahimi beim Verhör gefoltert wird.
Freeman muss entscheiden, ob er dieses Vorgehen dulden kann, auch wenn damit womöglich tausende von Menschen gerettet werden.

Quelle: Warner Home Video

Alternative Szenen:
Audiokommentar: mit Regisseur GAVIN HOOD
Making Of:
US-Kinotrailer:
Und viele weitere mehr!: "Geächtet"

Quelle: Warner Home Video

Darsteller:  Jake Gyllenhaal   als Douglas Freeman
  Reese Witherspoon   als Isabella Fields El-Ibrahim
  Alan Arkin   als Senator Hawkins
  Peter Sarsgaard   als Alan Smith
  Meryl Streep   als Corinne Whitman
  Omar Metwally   als Anwar El-Ibrahim
  Yigal Naor   als Abasi Fawal
  Zineb Oukach   als Fatima Fawal
  Mohammed Khouas   als Khalid El Emin
 
Regie:  Gavin Hood  
Buch:  Kelley Sane  
Musik:  Paul Hepker  
  Mark Kilian  
Kamera:  Dion Beebe  
Produzent:  Steve Golin  
  Marcus Viscidi  
 

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