DVD Kaufvideo

Machuca, mein Freund

Bewegendes Drama aus Chile um die Freundschaft zweier Jungen aus unterschiedlichen Verhältnissen kurz vor dem Putsch gegen Salvador Allende.


Machuca, mein Freund

Kaufvideo

Erhältlich seit:
19.10.2005

Originaltitel: Machuca

Drama

Chile 2004
Laufzeit: 116 Min.
FSK: ab 12

Matías Quer
Ariel Mateluna
Manuela Martelli

Regie: Andrés Wood
Sunfilm Entertainment

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Bewegendes Drama aus Chile um die Freundschaft zweier Jungen aus unterschiedlichen Verhältnissen kurz vor dem Putsch gegen Salvador Allende.

Die fünf Jungen dürfen die Schule besuchen (Foto: Tiberius) Großansicht

Die fünf Jungen dürfen die Schule besuchen (Foto: Tiberius)

Santiago de Chile 1973: Pedro Machuca (Ariel Mateluna) aus den Elendsvierteln der Stadt darf an einem Projekt teilnehmen und eine exklusive Schule besuchen.

Dort schließt er Freundschaft mit dem aus einer reichen Familie stammenden Gonzalo Infante (Matías Quer). Der hilft seinem armen Freund nach dem Unterricht bei der Arbeit.

Als sie zusammen mit der kommunistischen Silvana (Manuela Martelli) Fahnen an Demonstranten verkaufen, verlieben sich beide in das Mädchen.

Gonzalo und Pedro verbringen viel Zeit miteinander (Foto: Tiberius) Großansicht

Gonzalo und Pedro verbringen viel Zeit miteinander (Foto: Tiberius)

Erfolg mit Folgen

Auf zahlreichen Festivals ausgezeichnet, war "Machuca" Chiles offizieller Vorschlag für die Oscars. In seiner Heimat war der Film ein riesiger Publikumserfolg, der sogar die Entscheidung des chilenischen Gerichtshofes, die Immunität Pinochets aufzuheben, beschleunigt haben soll.

"Machuca", erzählt aus der Sicht des jungen Hauptdarstellers und basiert auf der Biografie von Regisseur Andrés Wood.

Machuca, mein Freund

An filmische Meisterwerke wie "Der Eissturm", "Die Träumer" und "Y tu mama tambien" erinnert Andres Woods bewegendes Coming-of-age-Drama, das vor dem Hintergrund des Sturzes der sozialistischen Allende-Regierung und den Anfängen der Militärdiktatur in Chile um 1973 spielt. Bereits auf zahlreichen Festivals ausgezeichnet, war "Machuca, mein Freund" Chiles offizieller Vorschlag für die Oscars und in seiner Heimat ein großer Publikumserfolg, der sogar die Entscheidung des chilenischen Gerichtshofes, die Immunität Pinochets aufzuheben, beschleunigt haben soll. Vor allem aber ist der Film ein wehmütiges und präzise beobachtetes zeitgeschichtliches Dokument des Heranwachsens.

Zwei Elfjährige aus gegensätzlichen Welten sind die Helden von Regisseur Andres Woods' autobiografisch gefärbter Erzählung: Gonzalo Infante (Matias Quer) ist ein schüchterner Junge aus einem noblen Vorort von Santiago. Pedro Machuca (Ariel Mateluna) und seine Familie leben dagegen in den Slums nur ein paar Häuserblöcke weiter. Ein Experiment, das die Klassengrenzen unter den Kindern aufheben soll, bringt den liberalen Pfarrer Vater McEnroe (Ernesto Malbran) dazu, Pedro und vier weitere unterprivilegierte Jungen an seine exklusive St. Patrick's English School zu holen. Der selbstbewusste Pedro weckt sogleich das Interesse des unter den ständigen Demütigungen seiner Mitschüler leidenden Gonzalo, man nähert sich vorsichtig an, Gonzalo betritt erstmals die Welt hinter der Armutsgrenze: Nach der Schule verkauft Pedro mit seinem Onkel (Alejandro Trejo) und seiner älteren Cousine Silvana (Manuela Martelli) Zigaretten und Fähnchen an die Demonstranten in den Straßen - sowohl an das rechte, als auch an das kommunistische Lager. So kann Gonzalo gleichzeitig der angespannten Situation in seinem Elternhaus entfliehen: Seine Mutter (Aline Kuppenheim) hat eine Affäre mit einem reichen Argentinier (Federico Luppi), und ihre kapitalistischen Überzeugungen vertragen sich immer weniger mit der moderaten Sicht ihres Gatten (Francisco Reyes), der zugibt, dass "Sozialismus Chile gut tut, nur nicht uns". So lässt sich Gonzalo von der Herzlichkeit von Pedros Familie mitreißen, vor allem von der koketten Silvana, die sich zunächst über den "Snob" lustig macht, während sich zwischen ihr und den beiden Jungen eine zärtliche Dreierbeziehung entwickelt, die so träumerisch ist wie jene in Bertoloccis "Die Träumer" und so wild und roh wie in "Y tu mama tambien".

Wie in Letzterem streift auch hier der Kamerablick beiläufig an die Wände gemalte Parolen, fängt die Macht des Volkes in den Straßen ein und schließlich wie unbeteiligt das Eskalieren der politischen Spannung im Land, das auch zum Scheitern von Vater McEnroes Experiment führt und dazu, dass die nicht zu überwindenden Differenzen zwischen Arm und Reich auch die fragile Freundschaft zwischen Pedro und Gonzalo auf höchst dramatische Weise beenden.

So vertieft "Machuca, mein Freund" den unbeschwerten Coming-of-Age-Stoff zu einem dichten, realistischen Sozialdrama, verliert jedoch bei allem nie seinen wehmütigen und melancholischen Blick aus Kinderaugen auf das Ende einer Freundschaft, der Jugend und der Unschuld, der zugleich immer auch die politische Lage des Landes widerspiegelt. Ein rundum stimmiger und mitreißender Film, der sich als Vertreter des zuletzt durch "Die Reise des jungen Che" gestärkten südamerikanischen Kinos ohne weiteres im Arthousebereich behaupten sollte. deg.

Darsteller:  Matías Quer   als Gonzalo Infante
  Ariel Mateluna   als Pedro Machuca
  Manuela Martelli   als Silvana
  Aline Küppenheim   als María Luisa
  Federico Luppi   als Roberto Ochagavía
  Ernesto Malbran   als Pater McEnroe
  Tamara Acosta   als Juana
  Francisco Reyes   als Patricio Infante
  Alejandro Trejo   als Willi
  Maria Olga Matte   als Señora Gilda
  Gabriela Medina   als Lucy
  Luis Dubó   als Ismael
  Andrea García-Huidobro   als Isabel
  Tiago Correa   als Pablo
  Pablo Krögh   als Colonel Sotomayor
 
Regie:  Andrés Wood  
Buch:  Roberto Brodsky  
  Mamoun Hassan  
  Andrés Wood  
Musik:  José Miguel Miranda  
  José Miguel Tobar  
Kamera:  Miguel Ioann Littin Menz  
Produzent:  Gerardo Herrero  
  Mamoun Hassan  
  Andrés Wood  
 

Machuca, mein Freund in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features