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Kaufvideo
Erhältlich seit:
25.02.2011
Frankreich 2009
Laufzeit: 116 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)
Vincent Lindon
Sandrine Kiberlain
Aure Atika
Regie: Stéphane Brizé
good!movies

Berührendes Melodram um eine unmögliche Liebe zwischen zwei Menschen, die im wirklichen Leben nichts verbindet.
Tragische und unglückliche Liebesgeschichten sind die schönsten zum Mitweinen und Mitleiden. Zu beidem bietet Stéphane Brizé Gelegenheit. Er erzählt in "Mademoiselle Chambon" von einem Mann und eine Frau aus verschiedenen Gesellschaftsschichten, er Maurer, sie Lehrerin, er glücklicher Familienvater, sie unfreiwilliger Single. Die Liebe kommt zufällig und fast nebenbei, ungeplant und ungewollt, ist fast ohne Anfang, fast ohne Ende. Es passiert nicht viel, unmerkliche Regungen, viel Schweigen. Ohne große Worte ist dennoch viel gesagt, sprechen die Körper, die Blicke, die Gesten. In den Minuten, in denen die Stille wie eine Last auf dem Paar ruht, teilt sich Unbehagen mit, Scham und Scheu, Schmerz und Angst vor dem Unbekannten, vor der Konsequenz, dem bitteren Ende.
Brizé zeigt die Protagonisten in ihrem Alltag, ohne auf Dramatik oder Beschleunigung zu setzen, lässt sich nur zu minimalen Andeutungen hinreißen, was die Seelenlage betrifft. So rührt die plötzliche Faszination des kulturell nicht sehr interessierten Mannes am Violinenspiel der Geliebten, das ihm eine neue und wunderbare Welt eröffnet, zu der er bislang keinen Zutritt hatte. Manchmal wirkt die Komplexität der Beziehung und die Arglosigkeit der Realität gegenüber sehr angestrengt, man sehnt sich nach einem heftigen emotionalen Ausbruch, exzessiver Wildheit und leidenschaftlichen Sex statt gedämpfter Stimmung wie unter einer Käseglocke. In manchen Szenen dagegen überzeugt die subtile und delikate Beobachtung persönlichen Hoffens und gemeinsamen Scheiterns. Vincent Lindon und Sandrine Kiberlain, eine Zeitlang im richtigen Leben ein Paar, tanzen den Gefühlstango in kleinen vorsichtigen und winzigen Schritten und berühren in ihrer Verletzbarkeit. Wohl wissend, dass es keine Zukunft gibt, versuchen sie die kleinen Fluchten. Wenn sich diese zwei Menschen ohne ein Wort verlassen, die Kamera im Auto sich nur auf ihren Rücken richtet, Tränen in die Augen treten, eine schmale junge Frau allein und vergeblich wartend auf dem Bahnsteig steht, ist das wie ein Stich ins Herz. Adieu l'amour. mk.
| Darsteller: | Vincent Lindon | als Jean | |
|---|---|---|---|
| Sandrine Kiberlain | als Véronique Chambon | ||
| Aure Atika | als Anne-Marie | ||
| Jean-Marc Thibault | als Vater | ||
| Arthur Le Houérou | als Jérémy | ||
| Bruno Lochet | als Kollege von Jean #1 | ||
| Abdellah Moundy | als Kollege von Jean #2 | ||
| Michelle Goddet | als Direktorin | ||
| Anne Houdy | als Angestellte | ||
| Regie: | Stéphane Brizé | ||
| Buch: | Stéphane Brizé | ||
| Florence Vignon | |||
| Kamera: | Antoine Héberlé | ||
| Produzent: | Milena Poylo | ||
| Gilles Sacuto | |||
Mademoiselle Chambon in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Deutsch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Französisch
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