Die von der Künstlerin in keinster Weise autorisierte Dokumentation versucht sich an der Karriere von Pop-Ikone Madonna - und scheitert.
In den vergangenen Jahren haben sogenannte "nicht autorisierte" DVD-Veröffentlichungen stark zugenommen. Weil die Firmen, die dahinter stecken, jedoch keine Rechte an offiziellen Clips oder Konzertmitschnitten haben, bleibt als einzige Form nur die Dokumentation. In vielen Fällen werden dafür ein paar Musikjournalisten oder Ex-Freundinnen von Ex-Roadies der Band vor eine Kamera gestellt, wo sie dann über eine Band oder ein Album etwas Gehaltvolles erzählen sollen. Oft haben diese DVDs noch nicht einmal die Rechte an der Musik der jeweiligen Band erworben, so dass irgendwelche Studiomusiker ähnlich klingende Songs für den Soundtrack einspielen müssen. Diese DVD-Reihen tragen Titel wie "An Unauthorized Biography", "An Independent Review" oder "Classical Albums Under Review". Und auch "Madonna - The Name Of The Game" ist da leider keine Ausnahme. In der rund 50-minütigen Dokumentation gibt es weder Musik noch Clips von Madonna. Stattdessen erzählt ein Mann mit Schlips und Kragen, der uns als Autor des Buches "Madonna!" vorgestellt wird, die Lebensgeschichte von Madonna anhand von Paparazzi-Fotos, unscharfen Filmausschnitten und Fan-Interviews. Zwar gibt es leider noch keine von Madonna autorisierte Dokumentation, aber selbst als Überbrückung der Wartezeit bis zu einer amtlichen DVD-Biographie reicht es bei "Name Of The Game" nicht. Wer sich für Madonna interessiert, sollte sich ihre beiden halbdokumentarischen Filme anschauen, "I'm Going To Tell You A Secret" und "In Bed With Madonna". Denn da erfährt man mehr über die Jahrhundertkünstlerin als in diesem Machwerk.
Quelle: musikwoche.de