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Männer, die auf Ziegen starren

Herrlich absurde Groteske über einen britischen Journalisten, der im Irak auf eine ganz besonders verrückte Eliteeinheit von Soldaten stößt, die Terroristen mit höchst unkonventionellen Methoden bekämpfen sollen.


Männer, die auf Ziegen starren

Leihvideo

Erhältlich seit:
06.07.2010

Originaltitel: The Men Who Stare at Goats

Komödie/ Satire

USA 2009
Laufzeit: 89 Min.
FSK: ab 12

George Clooney
Ewan McGregor
Jeff Bridges

Regie: Grant Heslov
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Männer, die auf Ziegen starren

Bei Recherchen erfährt der britische Journalist Bob Wilton von einer in den Achtzigerjahren gegründeten Spezialeinheit der US Army, deren Mitglieder gelernt haben sollen, mit bloßen Blicken Tiere töten zu können. Der Beste von ihnen war ein gewisser Lyn Cassady, auf den Wilton zufällig 2003 in Kuwait City stößt. Cassady ist aus dem Ruhestand geholt worden, um in einer streng geheimen Sondermission Terroristen zu jagen. Gemeinsam machen sich die beiden Männer auf den Weg in die Wüste - und mitten hinein ins Abenteuer.

"Vom Folgenden ist mehr wahr, als Sie glauben möchten", informiert eine Titelkarte zu Beginn des Films und setzt damit den Ton für eine der lustigsten Militärgrotesken diesseits von "M.A.S.H." und "Catch-22". Basierend auf Jon Ronsons Tatsachenroman, erzählt Grant Heslovs zweiter Spielfilm von einem der bizarrsten Auswüchse der jüngeren Militärgeschichte und landet damit Gagvolltreffer. George Clooney, begleitet von Jeff Bridges, Ewan McGregor und Kevin Spacey, präsentiert sich in Höchstform als Jedi-Ritter mit dem tödlichen Blick.

Männer, die auf Ziegen starren

Schwarzhumorige Militärsatire mit George Clooney als modernem Jedi-Ritter, der glaubt, Feinde durch bloße Blicke töten zu können.

Eines steht fest: Das Personal dieser Farce ist durchgeknallt, sympathisch und jenseits von Gut und Böse. Lose nach Jon Ronsons Bestseller lässt Grant Heslov in seinem zweiten Film als Regisseur die Puppen, sprich: die Männer tanzen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn Jeff Bridges als kerniger Hippie-Kommandant mit Indianerzopf und esoterischen Ambitionen macht seine steifen Uniformträger in der New Earth Army durch wilde Tänze locker und hält viel von Bewusstsein erweiternden Kräutern oder einer Prise LSD, die er schon mal heimlich ins Trinkwasser schüttet.

Reporter Bob Wilson (Ewan McGregor), der eigentlich nur über die "Psychic Spies" in den Achtzigerjahren recherchieren wollte, eine Geheimwaffe der Regierung, Männer, die mit Blicken Tiere töten, Gedanken der Feinde lesen und durch Wände schreiten sollten oder konnten, stößt auf den zwielichtigen Gesellen Lyn Cassady (George Clooney), der Beste seines Fachs. Der Jedi-Ritter on a mission treibt sich in der Wüste von Kuwait herum und nimmt den armen Stubenhocker mit auf einen wahnsinnigen Abenteuertrip, der aus ihm einen richtigen Mann und Jedi-Anwärter macht. Wenn mal ein paar gefährliche Terroristen oder andere unangenehme Gestalten auftauchen, das Duo entführt und mit Gewehren bedroht wird, setzt Cassady seine übernatürlichen Fähigkeiten ein und übt zwischen zwei Nerven zerreißenden Aktionen ganz entspannt im Hier und Jetzt den Sonnengruß auf dem Autodach. Dass er das Auto am einzigen Steinblock im Sandmeer zu Schrott fährt, versteht sich von selbst. Über 20 Jahre vor und zurück geht es durch die Geschichte der Army, einem Haufen Verrückter, der sich Love and Peace verschreibt und mit sanftem Blick Blümchen verteilt.

Die köstliche Persiflage auf Militär und Geheimdienst scheut zwar vor kruden Albernheiten nicht zurück, weckt aber gleichzeitig Assoziationen an Robert Altmans Wunderwerk "M.A.S.H." aus dem Jahre 1970 oder Mike Nichols ultimativer Militärgroteske "Catch-22". Jeder nimmt jeden und sich selbst auf die Schippe, Institutionen und Autoritäten sowieso, ein fulminanter Abgesang auf alle Heiligen Kühe der US-Force. Und das Allerkomischste an der Story: Sie ist nicht erfunden, sondern basiert auf Fakten. Die seltsamen Spezialeinheiten gab es wirklich. Die Figuren sind überzeichnet, aber nie Karrikaturen. Vielmehr bilden Clooney, Bridges, McGregor und Kevin Spacey als Verräter in großer Spielfreude ein tolles Trüppchen, das es krachen lässt und keinen Unsinn auslässt, immer neue humoristische Gipfel erklimmt. Es darf gelacht werden, aus vollem Herzen. mk.

Darsteller:  George Clooney   als Lyn Cassady
  Ewan McGregor   als Bob Wilton
  Jeff Bridges   als Bill Django
  Kevin Spacey   als Larry Hooper
  Stephen Lang   als Brigade General Dean Hopgood
  Robert Patrick   als Todd Nixon
  Waleed Zuaiter   als Mahmud Daash
  Stephen Root   als Gus Lacey
  Glenn Morshower   als Generalmajor Holtz
  Nick Offerman   als Scotty Mercer
  Tim Griffin   als Tim Kootz
  Rebecca Mader   als Debora Wilton
 
Regie:  Grant Heslov  
Buch:  Peter Straughan  
Musik:  Rolfe Kent  
Kamera:  Robert Elswit  
Produzent:  Grant Heslov  
  George Clooney  
  Paul Lister  

"Wer wäre nicht gern der große Held?"

Ewan McGregor macht im Kino eine aufreibende Erfahrung nach der anderen - ob als vom CIA gejagter "Ghostwriter" oder als Journalist in "Männer, die auf Ziegen starren". Doch seine eigentlichen Abenteuer erlebt der 38-Jährige in der Realität, auch wenn ihm die gelegentlich an die Nieren gehen.

In der Militärsatire "Männer die auf Ziegen starren" geht Ewan McGregor mit George Clooney auf einen irren Trip durch die Wüste (Foto: Kinowelt) Großansicht

In der Militärsatire "Männer die auf Ziegen starren" geht Ewan McGregor mit George Clooney auf einen irren Trip durch die Wüste (Foto: Kinowelt)

In "Männer die auf Ziegen starren" sehen wir, wie US-Soldaten zu Jedi-Rittern werden wollen. Das Thema dürfte Ihnen als Ex-Obi-wan-Kenobi nicht ganz unvertraut sein.
EWAN MCGREGOR: Ja, offen gestanden war ich total verblüfft, als ich das Angebot für die Rolle bekam. Ich war gespannt, als ich Autor und Regisseur Grant Heslov traf. Denn ich wollte unbedingt wissen, warum er ausgerechnet mir das Drehbuch zu "Männer, die auf Ziegen starren" geschickt hatte. Aber das Lustige war: Er hatte komplett vergessen, dass ich in den "Star Wars"-Filmen mitgespielt hatte. Alles war Zufall.

In dem Film gehen Sie als Journalist auf einen großen Abenteuertrip. Dieses Gefühl dürfte Ihnen von Ihren Motorradtouren um die halbe Welt bekannt sein ...
Ja, aber ich bekam erst Lust dazu, als ich die 30 überschritten hatte. In meinen 20ern hatte ich noch nicht das Bedürfnis, über meinen eigenen Tellerrand zu schauen - ich wäre als Backpacker eine Fehlbesetzung gewesen.

Sind Sie jetzt jemand, der das Risiko liebt?
Ich bin kein Adrenalinjunkie. Den Zustand, wenn du mit deinem Motorrad in eine haarige Situation gerätst und plötzlich eine Welle von Adrenalin hochschießt, mag ich überhaupt nicht. Ich könnte nie Bungeejumping machen. Ich habe zwar familiär eine gewisse Veranlagung zum Fliegen - mein Bruder war bis vor kurzem Kampfpilot - deshalbhabe ich's mal mit Paragliden versucht. Aber nach einiger Zeit habe ich's aufgegeben. Lieber sehe ich vom Boden aus zu.

Was genießen Sie dann auf Ihren großen Touren?
Ich liebe das Gefühl des Motorradfahrens - das ist die größte Leidenschaft meines Lebens, von meiner Familie mal abgesehen. Wenn ich damit noch eine andere Welt kennenlernen kann, ist das phänomenal. Auch weil die Leute ganz anders auf dich reagieren. Sie sehen, dass du bei Regen nass wirst und dass du frierst, wenn es kalt ist. Ich habe auf diesen Reisen eine unglaubliche Freundlichkeit erfahren. Bis auf einmal in Kasachstan, wo jemand aus einem fahrenden Auto mit einem Gewehr auf uns zielte. Aber das war offenbar der spezielle Humor der Einheimischen. Denn die Typen haben gelacht und sind dann davon gefahren.

Ihnen ist also noch nie etwas Gefährliches passiert?
Nicht wirklich. Nur einmal in der Ukraine wurden wir in ein Haus eingeladen, wo haufenweise Bewaffnete herumstanden. Ich weiß nicht genau, was das für Leute waren, vielleicht gehörten sie zur örtlichen Mafia. Aber ich darf mich nicht beschweren, denn sie waren extrem nett, auch wenn ich mich etwas mulmig fühlte. Später kam die Tochter unseres Gastgebers, die mich auch erkannte, und von da ab war sowieso alles sicher.

Sie sind ja auch als Unicef-Botschafter unterwegs. Hat sich Ihre Lebenseinstellung durch solche Erfahrungen geändert?
Vollkommen. Ich bin hier mit Problemen konfrontiert worden, die ich nur vom Hörensagen kannte. Wenn du beispielsweise in Malawi Menschen triffst, die ihre Kinder nicht ernähren können oder AIDS-Waisen, die noch jünger als meine eigenen drei sind, und sich alleine durchschlagen, dann ist das zutiefst bewegend und auch lehrreich.

Wurde Ihnen die Konfrontation mit so viel Elend manchmal zu viel?
Klar, wenn du in einem Krankenhaus stehst, wo überall die Leute liegen - auf den Betten, neben den Betten, unter den Betten - und reihenweise sterben, dann bist du geschockt. Aber du kannst ja nicht einfach einen Schritt zurück machen und sagen: "Mir reicht's." Ich versuche einfach mit meinem Engagement für Unicef diesen Problemen eine Öffentlichkeit zu verschaffen. Und ich bin sehr dankbar für mein eigenes Leben. Ich muss keinen Job des Geldes wegen annehmen, für die Ausbildung meiner Kinder ist gesorgt.

Wären Sie gerne der große Held, der all diese Probleme der Welt löst?
Wer wäre das nicht gerne? Aber die großen Fragen der Welt sind viel kompliziert, als dass es dafür eine so einfache Lösung gibt. Wir Menschen sind zu so großer Freundlichkeit imstande, und gleichzeitig gibt es so viel Grausamkeit- wie das zusammengeht, kriege ich nicht auf die Reihe. Aber das Beste, was du im Leben tun kannst, ist es, dich auf deine Familie zu konzentrieren. Ein guter Vater sein, ist eine außerordentliche Heldentat.

 

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