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Männer wie wir

Eine schwule Fußballmannschaft tritt zum Schicksalsspiel gegen einen Hetero-Verein an.


Männer wie wir

Leihvideo

Erhältlich seit:
09.06.2005

Komödie

Deutschland 2004
Laufzeit: 102 Min.
FSK: ab 6

Maximilian Brückner
Lisa Maria Potthoff
Dietmar Bär

Regie: Sherry Hormann
Walt Disney Studios Home Entertainment

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Hinreißende Komödie über den Mut anders zu sein, wahre Freundschaft und unverwüstlichen Teamgeist.

Ecki muss sein Leben überdenken (Foto: Buena Vista) Großansicht

Ecki muss sein Leben überdenken (Foto: Buena Vista)

Wer hat eigentlich behauptet, dass nur "richtige" Männer Fußball spielen können? Das kann Torwart Ecki unmöglich auf sich sitzen lassen. Denn kaum hat er festgestellt, dass er schwul ist, fliegt er achtkantig aus seinem Team.

Ecki schwört Revanche. Die Sache hat nur einen Haken: Das Entscheidungsspiel findet bereits in vier Wochen statt. Bis dahin muss er seine eigene Mannschaft zusammenstellen.

Was sich auch in einer Fußballstadt wie Dortmund als Herausforderung erweist, denn von den Borussiafans wird der Blondschopf nur müde belächelt.

Erst mit der tatkräftigen Unterstützung seiner Schwester Susanne findet Ecki Gleichgesinnte. Jetzt muss nur noch Ex-Fußballprofi Karl überzeugt werden, das Team auf Vordermann zu bringen...

Da ist noch Aufbauarbeit nötig: Trainer Karl nimmt seine Jungs hart ran (Foto: Buena Vista) Großansicht

Da ist noch Aufbauarbeit nötig: Trainer Karl nimmt seine Jungs hart ran (Foto: Buena Vista)

Frech und verschroben

Mit origineller Besetzung wie Newcomer Maximilian Brückner als Ecki, Christian Berkel als geschiedener Schwuler und Rolf Zacher als verschrobener Trainer gelang Regisseurin Sherry Hormann eine ebenso freche wie zu Herzen gehende Feel-Good-Komödie.

Männer wie wir

Homosexualität, Frau und Fußball - für Sherry Hormann kein Problem, die scheinbaren Gegensätze in dieser wunderbar leichten Komödie über Freundschaft, Vorurteile und sexueller Selbstfindung unter einen Hut zu bringen. Nachwuchstalent Maximilian Brückner schafft es in vier Wochen, eine wilde, schwule Mannschaft zusammenzusetzen, die unter der Knute von "Trainer" Rolf Zacher allen Schwierigkeiten trotzt und letztendlich nicht nur ins Tor, sondern auch ins Herz trifft.

Vorbei die Zeiten als Rosa von Praunheim mit aufklärerischen Schwulenfilmen provozierte, um Aufmerksamkeit zu gewinnen. Inzwischen darf man(n) sich auch in anspruchsvollen Komödien outen und erste sexuelle Erfahrungen sammeln wie in Marco Kreuzpaintners "Sommersturm" oder Sherry Hormanns "Männer wie wir". Die Regisseurin mit geübtem Händchen für Situationskomik geht das Thema locker an.

Jungbäcker Ecki mit großer Fußballleidenschaft arbeitet im Familienbetrieb des Papas im münsterländischen Boldrup, einem kleinen konservativen Kaff, wo alles seinen geordneten Gang geht. Als der Unglücksrabe im Tor des lokalen Fußballclubs seiner Mannschaft den Aufstieg vermasselt und sich auch noch als schwul bekennt, werfen ihn seine strammen Vereinskameraden raus, der Vater steht ob der Schande vor dem Herzinfarkt, die Spießer zerreißen sich genüsslich das Maul, nur Muttern hält zum Sohnemann. Den packt eine Riesenwut und er schwört voller Rachelust, mit einer schwulen Mannschaft in vier Wochen seinen alten Verein in die Wüste zu schicken. In der Großstadt Dortmund quartiert sich das naive Landei beim Schwesterlein ein und sucht siegessicher schwule Fußballer in Kneipen, Darkrooms oder Dönerläden. Bald hat er eine bunte Truppe zusammen, die auf einem heruntergekommenen Sportplatz unter den Anweisungen eines Ex-Fußballprofis erst einmal über die eigenen Füße stolpert. Bis das desolate Häuflein den Heteros zeigt, was Sache ist, geht's nicht nur dem runden Leder hinterher, sondern auch gruppenmäßig ziemlich rund.

Sherry Hormann unterhält mit rasanten Fußballszenen, witzigen Dialogen und kleinen, persönlichen Geschichten. Wer liebt und kriegt wen (hetero- und homosexuell), wer traut sich Tacheles zu reden, wer setzt sich über Vorurteile hinweg. Ein unterhaltendes Plädoyer für Toleranz, leben und lieben lassen ohne moralinsaure Sauce oder Botschaftsdrang. Das Ensemble - darunter Christian Berkel als cooler Ledertyp und geschiedener Vater, Andreas Schmidt als schwuler Borussenfan und zwei heißblütige Brasilianer - lässt keine Gelegenheit zum Gay-Joke aus. Umwerfend als knorrige Type Rolf Zacher, der als ehemaliger Linksaußen vom BVB erst das Team-Treiben kritisch beäugt und dann im ausgebeulten Jogging-Anzug und mit eisernen Schleifermethoden zum Laufen und Toreschießen bringt. Prädikat der mit einfallsreichen Gags gespickten Screwball-Comedy: garantiert gefühlsecht. Spätestens wenn die Lattenknaller sich und ihre sangesfreudigen Fans unter den Klängen von "I will survive" in Stimmung bringen und in roséfarbenen Trikots übers Feld flitzen, sollte auch der größte humorresistente Skeptiker hemmungslos seinem Lachtrieb folgen. mk.

Darsteller:  Maximilian Brückner   als Ecki
  Lisa Maria Potthoff   als Susanne
  Dietmar Bär   als Eckis Vater
  Saskia Vester   als Eckis Mutter
  Rolf Zacher   als Karl
  Mariele Millowitsch   als Elke
  David Rott   als Sven
  Christian Berkel   als Rudolf
  Charly Hübner   als Horst
  Markus John   als Tom
  Andreas Schmidt   als Jürgen
  Hans Löw   als Klaus
  Billey Demirtas   als Ercin
  Edesson Batista de Jesus   als Ronaldo
  Edilton Pereira da Cruz   als Ronaldinho
  Willy Thomczyk   als Wirt
  Carlo Ljubek   als Udo
  Michael von Burg  
  Mirko Lang  
  Tobias Vandieken  
  Felix Vörtler  
  Jochen Stern  
 
Regie:  Sherry Hormann  
Buch:  Benedikt Gollhardt  
Musik:  Martin Todsharow  
Kamera:  Hanno Lentz  
Produzent:  Kirsten Hager  
  Eric Moss  
  Andreas Schneppe  
 

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