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Männerherzen

Temporeiche Rom-Com nach US-Vorbild über fünf paarungswillige Großstädter, die auf dem Weg zum Glück von einer aberwitzigen Situation in die nächste stolpern.


Männerherzen

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Erhältlich seit:
26.03.2010

Komödie

Deutschland 2009
Laufzeit: 107 Min.
FSK: ab 6

Florian David Fitz
Maxim Mehmet
Til Schweiger

Regie: Simon Verhoeven
Warner Home Video Germany

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Til Schweiger, Christian Ulmen und weitere Prachtexem-plare der Gattung Mann im Kampf um Glück, Liebe und ihren Platz im Leben: romantisch, komisch, stark!

Sie kämpfen, sie lieben, sie drehen durch: fünf Prototypen des "starken Geschlechts" versammelt Autor-Regisseur Simon Verhoeven im Berliner Studio Fitnessworld, auf der Jagd nach Muckis, wahrer Liebe und Erfüllung im Leben. Was es heute heißt, "ein Mann" zu sein, davon erzählt "Männerherzen" mit sympathischer Leichtigkeit, mit viel Witz und einem Hauch von Melancholie. Fünf Typen, die für unterschiedliche Temperamente, Persönlichkeiten und Lebensmodelle stehen. Da ist Philip (Maxim Mehmet), Modell chronischer Träumer auf der Flucht vor Verantwortung in Beruf und Beziehung, bis ihm Freundin Nina (Jana Pallaske) aus allen Wolken holt und sich als schwanger outet. Totalkontrast dazu ist Philips Kumpel Niklas (Florian David Fitz), Modell Erfolgsmensch mit Lebensplan, der unmittelbar vor der Ehe und dem Einzug ins Reihenhaus steht. Komplett aus der Bahn geworfen dagegen ist Roland, der nicht nur von seiner Frau, sondern auch von jeder Hoffnung auf neues Glück verlassen wurde. Daran glaubt Günther (Christian Ulmen), der schüchterne Katastrophen-Dater, mit ganzem Herzen. Auch wenn die liebenswerte Susanne (Nadja Uhl), für die es besonders heftig klopft, noch immer von ihrem verzweifelten Ex umworben wird. Über diesen verunsicherten Exemplaren der Gattung XY thront scheinbar Musikproduzent Jerome (Til Schweiger), der jede ins Bett kriegt, und der lernt, dass das nichts bedeutet. Im durchgeknallten Schlagerstar Bruce, der nonstop betreut werden will, findet er einen echten Freund. Justus von Dohnányi zieht als Sänger eine lustvolle Show ab, als Extra-Bonus für eine turbulente Komödie, die neben dem Zwerchfell ein Organ in den Mittelpunkt stellt, das bei der Beschreibung männlichen Verhaltens oft sträflich vernachlässigt wird: das Herz. Die Bestandsaufnahme zum Thema Männer 2009 - an diesem Film kommt keine(r) vorbei, ehrlich!

Männerherzen

In seiner zweiten Regiearbeit stellt Simon Verhoeven unter Beweis, dass in Deutschland nicht mehr nur Til Schweiger den Kniff raushat, wie man romantische Komödien nach amerikanischem Zuschnitt mit dem richtigen Tempo und Timing zu Publikumshits macht.

Acht Jahre nach seinem Regiedebüt hat Schauspieler Verhoeven als Autor und Regisseur eine sichtbare Entwicklung vom Szene- zum gereiften Beziehungsfilm vollzogen. An die Stelle von Nachtschwärmern und Discotigern, die in "100 Pro" schnelle Beute machen wollen, sind verunsicherte oder verirrte Männer getreten, die ihren Platz im Leben zu finden versuchen oder hinterfragen. Fünf XY-Exemplare zwischen Akkordbestäuber und Desaster-Dater beobachtet der neue Film von Max Wiedemann und Quirin Berg, Erfolgsproduzenten von "Das Leben der Anderen", der sich titelgerecht auf ein in der maskulinen Verhaltenslehre eher vernachlässigtes Organ konzentriert. Seele nicht Sex beschreibt den modernen Mann, auch wenn der eine oder andere kurzfristig fehlgeleitet die neuen Prioritäten vertauscht.

Am stärksten dem traditionellen Bild verpflichtet ist Til Schweigers Musikproduzent und Frauenheld Jerome, der durch die Betreuung von Schlagerkönig Bruce (genießt seine Howard-Carpendale-Show: Justus von Dohnányi) seine sensitive Seite wiederentdecken darf. Mehr Mann dagegen muss Günther (Christian Ulmen) werden, um seine Vereinsamung zu überwinden, mehr Verantwortung der chronische Träumer Philip übernehmen, um sich aus dem Loser-Loch zu befreien. Werbeprofi Niklas schließlich ist der Einzige, der beruflich und privat sein Glück gefunden zu haben scheint, doch auch er wird ein Suchender werden. Episodisch angelegt, taucht Verhoevens Drehbuch alternierend in das Leben seiner Figuren ein. Auch wenn Jana Pallaske und Nadja Uhl größere Begleitrollen zugewiesen werden, ist die zentrale Perspektive eine männliche und das Fitnessstudio der Ort, der die Männer lose zusammenführt. Hier können sie an ihrer einzigen nie in Frage gestellten Stärke, die ausschließlich eine muskulöse ist, arbeiten.

Satirische Momente gehören zu Verhoevens Sicht des Mannes, der eine große Baustelle ist, frustiert von ungeliebten Jobs, Reihenhauslebensplanung oder dem eigenen Versagen. Der Ton dieses männlichen Liebesfilms ist heiter-sensitiv mit kurzen melancholischen Einschüben - stets begleitet von stimmungskommentierenden Songs, die man sich manchmal etwas weniger präsent wünschte. Nicht jedes Klischee wird umschifft, nicht jede potente Idee (Ulmen als Neo-Magnum) über einen Sekundengag hinaus ausgearbeitet. Doch insgesamt sind diese "Männerherzen" so sympathisch und komisch, wie es sich das "Keinohrhasen"-Publikum nur wünschen könnte. kob.

Darsteller:  Florian David Fitz   als Niklas Michalke
  Maxim Mehmet   als Philip Henrion
  Til Schweiger   als Jerome Ades
  Nadja Uhl   als Susanne Feldberg
  Christian Ulmen   als Günther
  Jana Pallaske   als Nina
  Wotan Wilke Möhring   als Roland Feldberg
  Liane Forestieri   als Laura Sandner
  Justus von Dohnányi   als Bruce Berger
  Bastian Pastewka   als Familienvater
  Palina Rojinski   als Sabrina
 
Regie:  Simon Verhoeven  
Buch:  Simon Verhoeven  
Kamera:  Jo Heim  
Produzent:  Quirin Berg  
  Max Wiedemann  

"Warum nicht von den Besten lernen?"

Mit "Männerherzen" legt Simon Verhoeven seinen zweiten Spielfilm vor: eine temporeiche Komödie, die Lacher, große Stars und nachdenkliche Momente vereint.

Mit "Männerherzen" an der Chartsspitze: Simon Verhoeven Großansicht

Mit "Männerherzen" an der Chartsspitze: Simon Verhoeven

Acht Jahre sind seit Ihrem Regiedebüt "100 Pro" vergangen. Warum die lange Pause?

SIMON VERHOEVEN: Ich habe als Schauspieler gearbeitet, nebenher aber immer Stoffe entwickelt und Drehbücher geschrieben. "Männerherzen" entstand auch nicht von heute auf morgen. Es war ein Stoff, der erst einmal reifen musste. Er basiert auf persönlichen Erfahrungen und Betrachtungen, die ich so lange bearbeitet und verfeinert habe, bis ich der Ansicht war, dass ich nicht einfach nur eine funktionierende Komödie an der Hand hatte, sondern auch ein Thema, das interessant ist: die Rolle des Mannes in ihrer ganzen Vielfältigkeit.

Ein Thema, das man nicht unbedingt als Komödie behandeln muss.

Ich wollte immer, dass es ein Film ist, mit dem das Publikum lachen kann. Da gehören dann auch laute Gags dazu. Aber ich würde sagen, der Humor entsteht dennoch in erster Linie über die Dialoge. Ich wollte keinen Slapstickspaß machen. Andererseits will ich mich auch nicht dafür entschuldigen, einen lustigen Film gedreht zu haben.

Komödie ist filmgeschichtlich auch eine sehr deutsche Tradition.

Absolut. Ernst Lubitsch und Billy Wilder sind große Vorbilder von mir. Nicht dass ich so vermessen wäre, mich mit ihnen zu vergleichen. Aber warum sollte man nicht versuchen, von den Besten zu lernen? Ich bin mir aber auch bewusst, dass sich das Kino mit dem Publikum verändert hat. In Komödien braucht man heute die lauten Lacher. Solche Momente wollte ich haben, aber ich wollte auch, dass der Slapstick nicht die Basis des Films bildet. Mir ging es mehr um zwischenmenschliche Komik.

Dabei ist nichts schwieriger im Kino, als etwas leicht aussehen zu lassen.

Das kann ich unterschreiben, speziell wenn man unter so hohem Zeitdruck arbeitet wie wir. 82 Drehorte in 36 Tagen muss man erst einmal stemmen. Dass es sich um eine Ensemblegeschichte handelt, machte es nicht einfacher.

Bei einer Besetzung mit Til Schweiger, Christian Ulmen und Nadja Uhl konnten Sie auch aus dem Vollen schöpfen.

Ich hätte den Film unter allen Umständen machen wollen, nötigenfalls auch mit Videokamera gedreht. Aber meine Produzenten Max Wiedemann und Quirin Berg waren so von dem Stoff überzeugt, dass sie unbedingt eine hochkarätige Besetzung gewinnen wollten. Sie hatten recht: Nur Stunden, nachdem Til Schweiger das Buch geschickt bekam, hatten wir seine Zusage.

Hatten Sie Angst vor den großen Namen?

Wenn die Drehzeit so knapp bemessen ist, filmt man ohnehin um sein Leben. Den Luxus, mir Sorgen darum zu machen, gerade mit den größten Stars Deutschlands zu arbeiten, hatte ich da nicht. Wäre auch nicht nötig gewesen. Wir waren eine glückliche Familie, und es war eine großartige Erfahrung.

 

Männerherzen in der Fotoshow

 

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