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Männerherzen ... und die ganz ganz große Liebe

Das Beziehungschaos der Handvoll Männer aus dem Komödienhit von 2009 geht weiter und nimmt neue amüsante bis absurde Wendungen: ganz großer Spaß.


Männerherzen ... und die ganz ganz große Liebe

Leihvideo

Erhältlich seit:
30.03.2012

Komödie/ Lovestory

Deutschland 2011
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 6

Florian David Fitz
Maxim Mehmet
Til Schweiger

Regie: Simon Verhoeven
Warner Home Video Germany

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Männerherzen ... und die ganz ganz große Liebe

Jerome flüchtet vor dem Stress aufs Land zu seinen Eltern. Er mag nicht mehr an die große Liebe glauben, da taucht eine hübsche Reiterin auf. Bruce Berger will seine Karriere neu starten, mit coolerer, jüngerer Musik. Doch sein Manager will davon nichts hören. Bruce gründet kurzerhand sein eigenes Label. Dafür braucht er Hilfe von Niklas, der, von seiner Freundin verlassen, der hübschen Soap-Schauspielerin Maria hinterhertrauert, und dem schüchternen Günther, dessen Beziehung zu Susanne nicht weiter als bis zum Besuch im Zoo kommt.

Runder Romantikkomödienspaß, in dem Simon Verhoeven die Geschichten seiner Männerherz(ch)en weitererzählt und sie in amüsante bis absurde Situationen schickt, die zu herzhaftem Lachen bis leisem Schmunzeln reizen. Perfektes komisches Timing und ein blendend aufgelegtes Starensemble tragen das Ihrige dazu bei. Insbesondere Justus von Dohnanyi, dessen Figur des Schnulzensängers ausgebaut wurde und die verschiedenen Erzählstränge zusammenhält, darf sich austoben.

Männerherzen ... und die ganz ganz große Liebe

Das Beziehungschaos der Handvoll Männer aus dem Komödienhit von 2009 geht weiter und nimmt neue amüsante bis absurde Wendungen: Ganz großer Spaß.

"Männerherzen ... und die ganz, ganz große Liebe" knüpft da an, wo die Herren Schweiger, Fitz, Ulmen, Mehmet und Möhring im Kinohit vor zwei Jahren aufgehört haben - nicht nur an ihren persönlichen Schicksalen, sondern auch mit einem weiteren Song des von Justus von Dohnanyi lustvoll-übertrieben gespielten Schnulzensängers Bruce Berger, dessen Figur dieses Mal eine größere Rolle spielt. Hatte ein köstliches Musikvideo "Männerherzen" abgeschlossen, beginnt nun der zweite Film mit seinem neuen Titel "Die ganz, ganz große Liebe".

Den trällert er Schweigers Jerome bzw. Hansi, wie er von seiner Mutter genannt wird, auf die Mailbox und der dient auch als lockerer roter Faden durch die von Männerherz zu Männerherz springende Story. Zu den Eltern aufs Land hat sich der gestresste Jerome geflüchtet, und wagt von der ganz, ganz großen Lieben kaum mehr zu träumen, da kommt sie prompt auf einem sonst Märchenprinzen vorbehaltenen Schimmel angeritten. Für Fitz' Niklas, der von seiner Freundin wegen dem Paartherapeuten sitzen gelassen wird, ist die ganz ganz große Liebe die im letzten Film kennengelernte Soap-Darstellerin Maria. Um ihr näher zu kommen, tut er einiges, was man einem Spießer nicht zutrauen würde. Er tritt in einen fanatischen Maria-Fanclub ein und trifft auf "vincent will meer"-Kollege Johannes Allmayer, der seine Nerdrolle perfekt variiert. Das sind nur zwei der geschickt miteinander verflochtenen und gerade zu Anfang des Films mit schönen Motiv-Übernahmen geschnittenen Handlungsfäden. Darin gibt es einige kurioser, überraschender Momente, aber auch die weniger überraschenden funktionieren bestens. Das komödiantische Timing stimmt einfach. Und die mitunter übersteigerten Pleiten, Pech und Pannen, teils auch tragischen, die, die Herren, die ihrem im ersten Film skizzierten Charakter treu bleiben, durchleben müssen, sorgen für wahlweise herzhaftes Lachen oder leises Schmunzeln, wecken aber auch Mitgefühl. Denn pure Karikatur vermeidet Regisseur und Drehbuchautor Simon Verhoeven, indem er seinen Männern genug Herz verleiht, auch den Frauen, wobei die weiterhin Randfiguren bleiben. Auch wenn etwa Jana Pallaskes Nina trotz Mutterpflichten für Zwillinge auch in ihrem Job als Grafikerin für Bruce Bergers neues Plattenlabel BBR Mehmets Philip in der Karriere überflügelt.

Neben dem überwiegend locker, leichten komödiantischen Element, fügt sich wie gesagt auch ein dramatisches nahtlos mit ein, u.a. verkörpert durch Wilke-Möhrings Vaterfigur im Gefängnis. Die kurz vor Schluss eingeführte Spannungs-Sequenz wirkt dagegen ein bisschen aufgesetzt. Dennoch ist "Männerherzen ... und die ganz ganz große Liebe" als Mainstreamkomödie, die neben romantischer Irrungen und Wirrungen auch Zeitgemäßes, wie Stalking, Facebook, als Gag hier Spacebook genannt, oder Hechelkurs für schwangere Paare aufs Korn nimmt, ein noch runderes Vergnügen als der Vorgänger. Diesem ganz ganz großen Spaß traut man den ganz ganz großen Erfolg zu, vielleicht sogar einen größeren als "Männerherzen". hai.

Darsteller:  Florian David Fitz   als Niklas Michalke
  Maxim Mehmet   als Philip Henrion
  Til Schweiger   als Jerome Ades
  Nadja Uhl   als Susanne Feldberg
  Christian Ulmen   als Günther Stobanski
  Jana Pallaske   als Nina
  Wotan Wilke Möhring   als Roland Feldberg
  Justus von Dohnányi   als Bruce Berger
  Liane Forestieri   als Laura Sandner
  Mina Tander   als Helena
  Pasquale Aleardi   als Maurizio Marquez
 
Regie:  Simon Verhoeven  
Buch:  Simon Verhoeven  
Musik:  Simon Verhoeven  
  Wolfgang Hammerschmid  
  Gary Go  
Kamera:  Jo Heim  
Produzent:  Quirin Berg  
  Max Wiedemann  
 

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