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Männerzirkus

Romantische Geschlechterkampf-Komödie, in der mit Gusto das Tier im Manne auf den Prüfstand gestellt wird.


Männerzirkus

Kaufvideo

Erhältlich seit:
21.02.2002

Originaltitel: Someone Like You

Komödie

USA 2001
Laufzeit: 93 Min.
FSK: ab 12

Ashley Judd
Greg Kinnear
Hugh Jackman

Regie: Tony Goldwyn
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Männerzirkus

Männer sind wie Stiere. Haben sie einmal eine Kuh bestiegen, denken sie nicht daran, diese noch einmal zu beglücken. Genauso wie eines dieser verlassenen Rindviecher kommt sich Jane Goodale vor, als sie von ihrem Traummann, dem hinreißenden TV-Produzenten Ray Brown, vor die Tür gesetzt wird. Kollege Eddie, in dessen Wohnung Jane erst mal Unterschlupf findet, treibt's sogar noch toller. Daraufhin veröffentlicht die leidgeprüfte Großstädterin in einem Männermagazin ihre vernichtenden Beziehungstheorien und sorgt so für gehörigen Wirbel...

In seiner zweiten Regiearbeit adaptierte Schauspieler Tony Goldwyn ("Nixon", "The 6th Day") Laura Zigmans gleichnamigen, geistreich-witzigen Roman, wobei allerdings ein wenig vom Charme der Vorlage auf der Strecke blieb. Da aber die Schauspieler, neben Ashley Judd vor allem Oscar-Preisträgerin Marisa Tomei, Ellen Barkin und Frauenschwarm Hugh Jackman, zu überzeugen wissen und New York von seiner schönsten Seite gezeigt wird, kann man/frau sich bei dieser romantischen Geschlechterkampf-Komödie dennoch bestens unterhalten.

Männerzirkus

Nach dem gleichnamigen Roman von Laura Zigman realisierte Schauspieler Tony Goldwyn in seiner zweiten Regiearbeit eine romantische Geschlechterkampf-Komödie mit Powerfrau Ashley Judd ("Doppelmord"), in der mit Gusto das Tier im Manne auf den Prüfstand gestellt wird. Judd stellt dem starken Geschlecht in dem Film mit Greg Kinnear und "X-Men"-Entdeckung Hugh Jackman schlechte Noten aus: Als beziehungsgeschädigte TV-Produzentin kommt sie zu dem Schluss, dass alle Männer wie Rindviecher möglichst viele Artgenossinnen schwängern wollen und bereits bediente Damen in die zu verschmähende "Alte Kuh"-Kategorie fallen.

Diese Theorie wird mit einem auf dem Bauernhof angesiedelten Prolog versinnbildlicht. Vom Land geht es schnell in die Metropole New York City, wo die attraktive Jane Goodale als Talentbookerin einer Talkshow tätig ist. Sie beginnt eine Affäre mit ihrem neuen Kollegen Ray (Kinnear), obwohl er bereits eine Freundin hat. Innerhalb kurzer Zeit schlägt ihr vermeintlicher Traummann vor, dass sie zusammenziehen sollen. Doch dann kehrt er zu seiner alten Flamme zurück und Jane ist gezwungen, mit dem sexuell ausgesprochen aktiven Bürohengst Eddie (sexy Frauenmagnet Jackman) in seinem geräumigen Loft zusammenzuziehen. Darunter befindet sich die bereits in "Coyote Ugly" ins Spotlight gerückte Kultkneipe Hogs & Heifers, die Ladykiller Eddie gerne als Jagdgrund benutzt. Von Liebeskummer zerfressen, stimmt Jane schließlich zu, unter einem Pseudonym für ein Männermagazin, bei dem ihre beste Freundin (Marisa Tomei nach "Was Frauen wollen" erneut als leicht neurotische zweite Geige) Redakteurin ist, ihre Neue-versus-Alte-Kuh-Theorien zu veröffentlichen. Alldieweil befindet sich ihre wahre Liebe direkt (und zumindest für das Publikum unübersehbar) vor ihrer Nase.

Vieles, was in Laura Zigmans Roman noch überaus charmant und clever klang, lässt sich nur schwer in Filmform festhalten. So gibt sich Tony Goldwyn zwar redlich Mühe, seinen Film von vergleichbaren Produktionen abzuheben. Letztlich sind es aber die Schauspieler, die zur Rettung eilen. Judd und Jackman verfügen über beträchtliches Charisma, Kinnear überzeugt als rückgratloser Wurm und Ellen Barkin macht das beste aus ihrer kleinen Rolle einer taffen Talkshow-Moderatorin. Die New Yorker Locations präsentieren den Big Apple in seinem schönsten Licht und verleihen der patenten Beziehungskomödie das entsprechende romantische Flair. Auf der Strecke bleibt allerdings der angedeutete Diskurs um die neuen Frauen, die das Land braucht, weil sich der Film doch mit der Pflicht zufrieden gibt und sich die Kür aufspart. ara.

Darsteller:  Ashley Judd   als Jane Goodale
  Greg Kinnear   als Ray Brown
  Hugh Jackman   als Eddie Alden
  Marisa Tomei   als Liz
  Ellen Barkin   als Diane Roberts
  Catherine Dent   als Alice
  Peter Friedman   als Stephen
  Laura Regan   als Evelyn
  LeAnna Croom   als Rebecca
 
Regie:  Tony Goldwyn  
Buch:  Elizabeth Chandler  
Musik:  Rolfe Kent  
Kamera:  Anthony B. Richmond  
Produzent:  Lynda Obst  
 

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