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Majestät brauchen Sonne

Unterhaltsame und lehrreiche Dokumentation über Kaiser Wilhelm II., den zu seiner Zeit meistfotografierten Mann der Erde.


Majestät brauchen Sonne

Kaufvideo

Start: 07.02.2006

Dokumentarfilm

Deutschland/Niederlande 1999
Laufzeit: 101 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Regie: Peter Schamoni
Kinowelt

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Die inszenierte Selbstdarstellung in den Medien hatte einer schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts begriffen: Deutschlands letzter Kaiser Wilhelm II. Er war die meist fotografierte und meist gefilmte Persönlichkeit seiner Zeit. Der Monarch galt als eitel, Kunst war für ihn zuallererst Verherrlichung und Stabilisierung der Hohenzollerndynastie. Für die Abkürzung I.R (Imperator Rex) erfanden die Berliner schnell einen anderen Begriff, "immer reisefertig". Denn der Herrscher trieb sich besonders gerne auf seiner Yacht im Mittelmeer oder in den nordischen Fjorden herum, oder zog mit dem Hof-Sonderzug durchs Land - zum "Repräsentieren". Und das mussten Kameramänner festhalten - erst auf Fotos, dann auf Film. "Majestät brauchen Sonne" hieß es, denn bei gutem Wetter machte auch der Kaiser eine gute Figur, nicht umsonst kennt man heute noch den Ausdruck "Kaiserwetter". Peter Schamoni nähert sich dem "brillantesten Versager der Weltgeschichte", wie ihn King George V. mal nannte, aus kunst- und filmhistorischem Interesse, beschreibt ihn als zerrissenen Menschen, nicht nur als preußisches Militär-Monster. Als der leicht behinderte Wilhelm 1888 im Drei-Kaiser-Jahr sein Amt antrat, glaubte er wirklich, die Krone von Gott geerbt zu haben. Er ähnelte wenig seinem liberal orientierten Vater Friedrich III., blieb dem autoritären Denken bis zu seinem Tode 1941 im holländischen Exil verhaftet. Zu bewundern die Akribie, mit der das Archivmaterial recherchiert und zusammengesetzt wurde, sogar aus der privaten Filmsammlung des Kaisers durfte sich Schamoni bedienen, oft standen ihm Bilder von mehreren Kameraleuten aus verschiedenen Ländern zur Verfügung, die ein- und dieselbe Situation aufgenommen hatten. Das Material wurde von 16 auf 24 Bilder pro Sekunde gebracht und digital nachbearbeitet, nicht verfälscht, sondern rekonstruiert, wie der Regisseur betont. Filmhistorisch ist dieses Werk interessant, es gibt sogar ein Farbfilmexperiment aus dem Jahre 1913: die Hochzeitsfeier der Kaisertochter Viktoria wurde von drei Kameras aufgenommen, durch verschiedene Filter wird der Eindruck eines farbgetreuen Filmbildes erweckt. Mario Adorf spricht sensibel den Kommentar, Otto Sander "würdig" den Originaltext des Kaisers. In den Hintergrund bei diesem Porträt gerät jedoch die politische Dimension. Wilhelm II war nicht nur eine skurrile Persönlichkeit, sondern unter seiner Ägide brach der Zweite Weltkrieg aus. Und dass er Hitler 1940 telegrafisch zur Einnahme von Paris gratulierte, zeugt nicht gerade von Distanz zum Nationalsozialismus. Etwas mehr Kritik und weniger "Kaisertreue" hätten dieser formal beeindruckenden Dokumentation nicht geschadet. mk.

Wilhelm II, letzter deutscher Kaiser, gilt als die meist fotografierte und meist gefilmte Persönlichkeit ihrer Zeit. Der imagebewusste Regent wusste sich trotz seiner leichten Behinderung auf seinen unzähligen Reisen stets bestens ins Bild zu setzen, nicht umsonst ist der Begriff "Kaiserwetter" untrennbar mit ihm verbunden. Peter Schamoni hat in aufwändiger, akribischer Recherche ein Porträt des Mannes geschaffen, der durch seine inszenierte Selbstdarstellung als erster Medienstar des 20. Jahrhunderts in die Geschichte einging. Imposantes Porträt mit digital aufbereitetem historischem Material, das teilweise aus der privaten Filmsammlung des Kaisers entnommen wurde.

Quelle: Kinowelt

Gespräch zwischen Alexander Kluge und Peter Schamoni, Presseheft, zusätzliche Szenen, Trailer

Quelle: Kinowelt

Majestät brauchen Sonne

Regie:  Peter Schamoni  
Buch:  Peter Schamoni  
Kamera:  Mike Bartlett  
  Ernst Hirsch  
  Konrad Kotowski  
  Peter Rosenwanger  
  Morten Skallerud  
Produzent:  Peter Schamoni  
  Rob Houwer  
 

Happy Birthday!

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Wie bekommt man die besten Ideen für ein Drehbuch? Man schmeisst die Schule, arbeitet in einem Videoladen und zieht sich einen Film nach dem anderen rein. So tat es jedenfalls Kultregisseur und Drehbuchschreiber Quentin Tarantino. Man muss nicht unbedingt eine Filmhochschule besuchen, um in diesem Metier zu arbeiten. Tarantino gilt als wandelndes Lexikon. Seine Drehbücher brillieren mit "coolen Dialogen" und manch eine Szene meint man schon einmal gesehen zu haben. "Tarantino: Verrückt oder genial?" fragt sich ein britischer Reporter. In England war das Video ''Pulp Fiction'' wegen der Gewaltszenen fast zweieinhalb Jahre auf dem Index. In Hollywood hat er für sein Drehbuch einen Oscar erhalten. Quentin Tarantino (''Jackie Brown'', ''From Dusk Till Dawn'', ''Reservoir Dogs'') wird heute 38.

Nun kann sie sich auch noch Schauspielerin nennen. Ihr Filmdebüt gab die als Sängerin bekannte Mariah Carey (''Der Junggeselle'') in ''All That Glitters''. Hier war sie nicht nur Darstellerin, sondern schrieb den Soundtrack und übernahm mit Laurence Mark die Produktion. Im Jahr 2000 erhielt sie den World Music Award als Best Selling Pop Female Artist of the Millennium. Die junge Popdiva wird heute 31. Mit wem sie feiert, ist allerdings ungewiss. Von ihrem Mann und Geschäftspartner Tommy Mottola ist Carey seit 1998 wieder geschieden.

Der deutsche Regisseur, Drehbuchschreiber und Produzent Peter Schamoni (''Zur Sache, Schätzchen'') war 1973 für seine Dokumentation ''Hundertwassers Regentag'' für den Oscar nominiert. Seine einfühlsame Dokumentation über die Künstlerin und Feministin ''Niki de Saint Phalle: Wer ist das Monster - du oder ich?'' und sein einmaliger Bericht über Deutschlands letzten deutschen Kaiser Wilhelm II. ('{mlorigin.53015.'Majestät brauchen Sonne''|U|T}), brachten ihm jeweils den Bayerischen Filmpreis ein. Peter Schamoni wird heute 67.

 

 

Majestät brauchen Sonne in der Fotoshow

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