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Kaufvideo
Erhältlich seit:
26.01.2007
Originaltitel: Je ne suis pas là pour être aimé
Frankreich 2005
Laufzeit: 90 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)
Patrick Chesnais
Anne Consigny
Georges Wilson
Regie: Stéphane Brizé
good!movies

Es ist mal wieder der Tango, der das in Routine erstickte Leben eines Langweilers durchwirbelt und der Seele eine erotische Frischzellenkur verpasst.
Erst kürzlich erlag Richard Gere den Lockungen des Tangos im Remake des japanischen "Shall We Dance?". Auch der Mittfünfziger Jean-Claude gerät in den Bann der melancholischen Musik, aber erst nachdem ihm der Arzt zu mehr Bewegung rät. Der verknöcherte Gerichtsvollzieher, der von seinem Fenster aus schon oft sehnsuchtsvoll in die gegenüberliegende Tanzschule schaute, gibt sich einen Ruck und rauscht schon bald über das Parkett. Den diskreten Flirtversuchen der jungen Françoise, bei der seine Mutter Babysitterin war, steht er stocksteif gegenüber. Mit ihrem Charme bringt sie eine längst vergessene Seite in ihm zum Klingen. Der schüchterne Eisklotz spürt plötzlich lang verschüttete Gefühle und schmilzt dahin, funktioniert nicht mehr akkurat wie eine Maschine, sondern entdeckt eigene Bedürfnisse, lässt sich nicht mehr von seinem launischen Vater bei Besuchen im Altersheim herumkommandieren und schnauzt sogar unsensible Polizisten bei einer Zwangsräumung zusammen. In einem Moment offener Zuneigung ermuntert er seinen mit ihm arbeitenden und unter seiner Autorität leidenden Sohn, sein Leben zu genießen und nicht wie er zu verschwenden. Das Unmögliche scheint möglich, bis er erfährt, dass das Objekt der Begierde kurz vor der Hochzeit mit einem Möchtegern-Schriftsteller steht. Die Leichtigkeit des Seins fällt abrupt von ihm ab, seine Züge werden noch etwas härter, seine Augen noch etwas trauriger, der Schnauzbart hängt noch etwas schiefer. Eine Enttäuschung mehr für den an Einsamkeit Gewöhnten.
Anrührend spielt Patrick Chesnais, vom "Le Figaro" zum französischen Bill Murray stilisiert, den ambivalenten und zutiefst verunsicherten Charakter der heimlich zu Hause Tangoschritte übt, sich mit einem zarten Kuss aus der lebenslänglichen Deckung wagt, und vor der eigenen Courage Angst bekommt, der sich durch den vermeintlichen Vertrauensbruch verletzt in seine vier Wände verkriecht. Stephane Brizé gelingt mit seinem Spielfilmdebüt ein kleines Wunder und große Kinokunst. Er zelebriert den Reiz des Schweigens, die Symbolik von Gesten, die Bedeutung von Blicken und serviert kein plattes Hollywood-Ending, sondern ein fantasievolles und offenes Ende. Man muss diesen sperrigen Menschen nicht lieben. Aber man tut es. Aus ganzem Herzen. mk.
| Darsteller: | Patrick Chesnais | als Jean-Claude | |
|---|---|---|---|
| Anne Consigny | als Françoise | ||
| Georges Wilson | als Jean-Claudes Vater | ||
| Lionel Abelanski | als Thierry | ||
| Cyril Coupon | als Jean-Yves | ||
| Geneviève Mnich | als Mme Rubion | ||
| Hélène Alexandridis | als Schwester von Françoise | ||
| Anne Benoît | als Hélène | ||
| Olivier Claverie | als der flirtende Tangotänzer | ||
| Marie-Sohna Condé | als Rose Diakité | ||
| Isabelle Brochard | als Pflegerin | ||
| Stephan Wojtowicz | als der Arzt | ||
| Pedro Lombardi | als Tangolehrer | ||
| Regie: | Stéphane Brizé | ||
| Buch: | Stéphane Brizé | ||
| Juliette Sales | |||
| Musik: | Eduardo Makaroff | ||
| Kamera: | Claude Garnier | ||
| Produzent: | Milena Poylo | ||
| Gilles Sacuto | |||
Man muss mich nicht lieben in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts, Deutsch DD 5.1, Französisch
Tonformat: Dolby Digital 5.1/dts
Untertitel: Deutsch, Französisch
Bildformat: 1:1,85
Star
Anne Consigny
Französische Schauspielerin. Nach zwanzig Jahren Theaterarbeit auf Pariser Bühnen und kurz vor dem Entschluss, aufzugeben und Jura zu...
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