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Kaufvideo
Erhältlich seit:
03.03.2005
Originaltitel: Man on Fire
USA 2004
Laufzeit: 141 Min.
FSK: ab 16
Denzel Washington
Dakota Fanning
Christopher Walken
Regie: Tony Scott
Paramount Home Entertainment

Der Rachethriller steht derzeit ganz oben auf Hollywoods Menüplan. So ist das brutale Kidnappingactiondrama von "Top Gun"-Regisseur Tony Scott nach "Kill Bill: Vol. 2", "The Punisher" und "Walking Tall" innerhalb eines Monats bereits der vierte Eintrag in das Subgenre, das in dieser Form zuletzt in den siebziger Jahren derart präsent war. Dazu passend sinniert Denzel Washington ("Training Day") als Protagonist: "Rache ist ein Gericht, das am besten eiskalt serviert wird" - ein "klingonisches Sprichwort", das bereits von Quentin Tarantino in "Kill Bill: Vol. 1" bemüht worden war. Brandheiss hingegen wirkte sich das rohe Rächerepos auf die Karriere des Oscar-Preisträgers aus: In den USA landete er mit dem Vigilantenfeldzug sein bislang bestes Startwochenendeinspiel überhaupt.
Ebenfalls mit einem Oscar ausgezeichnet ist Drehbuchautor Brian Helgeland ("L.A. Confidential", zuletzt "Mystic River"), der für das Skript den Roman von A.J. Quinell adaptierte. Glaubwürdig wird zunächst die tiefgehende Beziehung zwischen dem suizid veranlagten Bodyguard John Creasy (klingt teils wie "crazy") und der kleinen altklugen Pita (Dakota Fanning aus "Ich bin Sam" erweist sich erneut als erstaunliches Naturtalent) aufgebaut. Creasy hat den Job durch die Beziehungen seines alten Freundes Rayburn (Christopher Walken zur Abwechslung als 'Good Guy', der selbst schmalzige Dialogzeilen mit gewohnt souveränem Flair intoniert) in Mexico City erhalten. Ihre gemeinsame Vergangenheit als Auftragskiller der US-Regierung wird angedeutet und als Grund für die psychisch angeknackste Verfassung des alkoholkranken und zumindest an der Hand narbenentstellten Creasy suggeriert. Sein Schützling Pita, deren Eltern (Radha Mitchell und Sänger Marc Anthony) oft geschäftlich unterwegs sind, erkennt ihn als "traurigen Teddybär" und schwärmt ihn trotz seiner anfänglich ablehnend-sachlichen Haltung ihr gegenüber treuherzig an. Nach gescheitertem Selbstmordversuch schmilzt Creasy schnell dahhin, und Pita zeigt ihm, dass es "okay ist wieder zu leben". Nach etwa 50 Minuten Laufzeit geschieht das Unfassbare: Pita wird am helllichten Tag entführt, Creasy dabei schwer verletzt. Der verantwortliche professionelle Kidnappingring umfasst korrupte Cops, und als die Geldübergabe scheitert, scheint dies das sichere Todesurteil für das kleine Mädchen. Als Creasy wenige Tage später davon erfährt, schleppt er sich schwer verletzt aus dem Krankenhaus und beginnt als Einmann-Todeskommando seinen gnadenlosen Rachefeldzug gegen alle Beteiligten.
Ebenfalls keine Gnade kennt Regisseur Scott in seinem ersten Film seit "Der Staatsfeind Nr. 1", der den Zuschauer geradezu mit visuellem Overkill erschlägt. Verwackelte Bilder, desorientierender Stakkato-Schnitt, Zooming, Kamera-Umkreisungen, und all das mit Farbfiltern in ästhetisch tiefsatten-dunklen Tönen gefilmt, verleihen den Eindruck von fast konstanter hektischer Bewegung. Selbst die teilweise eingesetzten Untertitlel bleiben nicht statisch, sondern springen regelrecht von der Leinwand und reflektieren beispielsweise mit ihrem Format die Lautstärke des Gesprochenen. All diese fast pausenlos einhämmernden visuellen Effekte unterstützen den hartgesotten-gewalttätigen Ton des Films. Finger werden abgeschnitten und mit Zigarettenanzünder zugebrannt, explizit gefilmte Kopf- und Gesichtsschüsse à la Michael Bay gehören zum festen Handwerkszeug des Regisseurs, der schon in früheren Filmen wie "Revenge" oder "Last Boy Scout" nicht gerade zimperlich zu Werke ging, sodass er auch nicht davor zurückscheut, selbst eine Minibombe im Rektum einer der Verbrecher zum Einsatz zu bringen. Dazu stimmig düster-deprimierend ist der hypnotisch klingende Score, der ein wenig die Ambientklänge von "Traffic - Die Macht des Kartells" ins Ohr ruft. Diesen grob-ungeschminkten Realismus sowie den fiebrigen Stil der South-of-the-Border-Thriller "Amores Perros" und "City of God" scheint Scott einfangen zu wollen. Ganz gelingt ihm dies nicht, da sich vereinzelt ein unterschwellig gekünstelter Eindruck einschleicht, doch die Szenen zwischen Washington und Fanning berühren, und keine der 145 Minuten der mit religiöser Symbolik und Bibelzitaten angereicherten Racheorgie ist auch nur annähernd langweilig. ara.
| Darsteller: | Denzel Washington | als John Creasy | |
|---|---|---|---|
| Dakota Fanning | als Pita Ramos | ||
| Christopher Walken | als Rayburn | ||
| Giancarlo Giannini | als Manzano | ||
| Radha Mitchell | als Lisa Ramos | ||
| Marc Anthony | als Samuel Ramos | ||
| Rachel Ticotin | als Mariana | ||
| Mickey Rourke | als Jordan Kalfus | ||
| Angelina Pelaez | als Schwester Anna | ||
| Gustavo Sanchez Parra | als Daniel Sanchez | ||
| Gero Camilo | als Aurelio Sanchez | ||
| Rosa Maria Hernandez | als Maria | ||
| Heriberto Del Castillo | als Bruno | ||
| Mario Zaragoza | als Jorge Ramirez | ||
| Jesús Ochoa | als Fuentes | ||
| Regie: | Tony Scott | ||
| Buch: | Brian Helgeland | ||
| Musik: | Harry Gregson-Williams | ||
| Kamera: | Paul Cameron | ||
| Produzent: | Arnon Milchan | ||
| Lucas Foster | |||
| Tony Scott | |||
Man on Fire - Mann unter Feuer (Einzel-DVD) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Audiokommentar, Entfallene Szenen
Star
Denzel Washington
Er ist inzwischen kein Darsteller mehr, er ist eine Persönlichkeit. Denzel Washington hat die Zuschreibung "Nachfolger von Sidney...
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Dakota Fanning
Das Ausnahmetalent. Mit elf Jahren bereits hatte Dakota Fanning 2005 ebenso viele Spielfilme hinter sich und behauptete sich mit Bravour an...
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