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Kaufvideo
Erhältlich seit:
10.02.2003
Porträt/Biographie/ Musik
Deutschland/USA 2001
Laufzeit: 100 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)
Burt Bacharach
Beate Klarsfeld
Hildegard Knef
Regie: David Riva
Salzgeber & Co. Medien

Ein Familienfilm der besonderen Art ist diese Dokumentation von Marlene Dietrichs Enkel David Riva geworden. Der Versuch eines distanzierten, komplexen Porträts der eigenwilligen Persönlichkeit Marlenes hat starke Momente in den Aussagen von Zeitgenossen und Freunden, gleitet aber immer wieder in eine auffallend unterkühlte Stimmung, wenn Tochter Maria Riva spricht.
Reizvoll ist vor allem der große Teil an bisher unbekanntem Material, besonders aus dem privaten Bereich - mit Ehemann Rudolf Sieber und dem gemeinsamen kleinen Töchterchen, mit der großen Liebe Jean Gabin hoch zu Ross in der Kulisse einer wunderbaren Westernlandschaft. Amüsant ist es, die Probeaufnahmen zum "Blauen Engel" wieder zu sehen, bei denen Marlene noch ein leicht pummeliges Fräulein war, doch bereits mit einem Femme-Fatale-Schalk in Blick und Mimik aufwarten konnte. David Riva geht es ganz augenscheinlich darum, das politische Engagement seiner Großmutter, ihren abgrundtiefen Hass auf Nazi-Deutschland, ihre geradezu rührende Hilfsbereitschaft gegenüber Emigranten und ihren aktiven militärischen Einsatz bei der Truppenbetreuung an der Front zu thematisieren und als wesentliches Charakteristikum dieser entschlossenen Persönlichkeit herauszuarbeiten. Das gelingt ihm ziemliche überzeugend aufgrund einer ansehnlichen Menge existierenden Dokumentarmaterials. Allerdings konzentriert er sich auf das reine Zeigen, ohne daraus ein filmisches Konzept erkennbar abzuleiten. So wirken lediglich einzelne Aussagen ein wenig isoliert aus der Bilderfülle heraus nach: Burt Bacharach berichtet von den Tourneen, auf denen er die Dietrich in den sechziger Jahren begleitet hat, in Berlin hat ihr ein Polizist ins Gesicht gespuckt und sie als Verräterein beschimpft. Die Ablehnung der Deutschen gegenüber Marlene hat der Amerikaner nicht verstanden, und er hat die Dietrich bewundert für ihr starkes Auftreten in Israel, wo sie obwohl es nicht erwünscht war, deutsch gesungen hat - und dafür rauschenden Beifall erhielt. Ihr "Sagt mir, wo die Blumen sind" in Tel Aviv ist einer der emotionalen Höhepunkte des Films, wie auch der Auftritt in Warschau, wo sie keine Angst vor großen Gefühlen zeigte und den Polen tief bewegt ihre "Bewunderung für den Mut" aussprach - auf französisch. Frauen kommen, mit Ausnahme der streng wirkenden Tochter Maria Riva, wenig zu Wort. Hildegard Knef erzählt zu kurz von ihrer Freundschaft zu Marlene, die wie eine Mutter zu ihr war, im hohen Alter aber auch mit ihr nur telefonisch Verbindung hielt. Gern mehr hätte man erfahren über die Freundschaft Marlenes mit der Jazzsängerin Rosemary Clooney, der Tante von George Clooney, die sehr treffend und sensibel von Marlenes Auftreten in Las Vegas spricht, von der Sehnsucht und dem Zorn der aus ihrem Singen spürbar wurde. Her Own Song - ihr eigenes Lied: man ahnt es, wenn die Clooney sich erinnert. fh.
| Darsteller: | Burt Bacharach | ||
|---|---|---|---|
| Beate Klarsfeld | |||
| Hildegard Knef | |||
| Maria Riva | |||
| Volker Schlöndorff | |||
| Nicholas Josef von Sternberg | |||
| Rosemary Clooney | |||
| A.C. Lyles | |||
| Barney Oldfield | |||
| Hans-Georg Will | |||
| Regie: | David Riva | ||
| Buch: | Karin Kearns | ||
| Musik: | Gernot Rothenbach | ||
| Kamera: | Uli Kudicke | ||
| Adolfo Bartoli | |||
| Christine Burrill | |||
| Produzent: | David Riva | ||
| Karin Kearns | |||
| H.W. Pausch | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch, Englisch
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bildformat: 1:1,33/4:3
Extras: Ungekürzte Zusatzinterviews, Fotogalerie
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