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Master and Commander - Bis ans Ende der Welt

Heiß ersehntes Seeräuberabenteuer von Meisterregisseur Peter Weir nach den legendären Romanen von Patrick O'Brian.


Master and Commander - Bis ans Ende der Welt

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Erhältlich seit:
08.04.2004

Originaltitel: Master and Commander: The Far Side of the World

Abenteuer

USA 2003
Laufzeit: 133 Min.
FSK: ab 12

Russell Crowe
Paul Bettany
James D'Arcy

Regie: Peter Weir
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Nach zehn Jahren Vorbereitung schlägt jetzt die Stunde des großen Abenteuerfilms. Als Seeheld, der einen überlegenen Feind durch die Weltmeere jagt, gibt Commander Jack Aubrey das Kommando: Feuer frei!

Captain Jack Aubrey mit seinen Männern an Bord der Surprise vor der Küste Brasiliens (Foto: Fox) Großansicht

Captain Jack Aubrey mit seinen Männern an Bord der Surprise vor der Küste Brasiliens (Foto: Fox)

"Führung ist es, wonach sie verlangen, Stärke. Wenn du das in dir selbst findest, wirst du ihren Respekt verdienen." Ein solcher Satz, vom falschen Schauspieler gesprochen, kann ein Debakel sein.

Aus dem Mund Russell Crowes aber erzeugt er Ehrfurcht, so glaubwürdig ist der "Gladiator" auch als Kapitän. Autorität und Charisma sind unverzichtbar für die Figur des Jack Aubrey, die Autor Patrick O'Brian Demsey in den "Master and Commander"-Romanen populär machte.

Diese erste Verfilmung, ein cleverer Mix aus der Charakterzeichnung des ersten und der Handlung des zehnten Bandes, setzt Maßstäbe.

Erbitterter Kampf: hat "Lucky Jack" das Glück verlassen? (Foto: Fox) Großansicht

Erbitterter Kampf: hat "Lucky Jack" das Glück verlassen? (Foto: Fox)

Der Feind segelt mit

Es ist ein visuelles Ereignis, das auch emotional packt, wuchtet epische Seeschlachten und Stürme auf die Breitwand und entwirft dabei ein oft intimes und authentisches Bild vom Leben auf See. Das Meer ist ein Hauptdarsteller in der spannenden Verfolgungsjagd, die Aubreys Schiff, die HMS Surprise, und seine Crew durch zwei Ozeane treibt.

1805 führt Napoleon schon zwei Jahre lang Krieg gegen den Rest von Europa. Seit sieben Wochen kreuzen Aubreys Männer auf See, ohne zu ahnen, dass sie ein mächtiger, überlegener Feind belauert.

Wie aus dem Nichts taucht eine französische Fregatte auf (Foto: Fox) Großansicht

Wie aus dem Nichts taucht eine französische Fregatte auf (Foto: Fox)

Stürmische Zeiten

Geisterhaft taucht eine französische Fregatte schließlich aus dem Nebel vor der Küste Brasiliens auf und eröffnet das Feuer. Entsetzt muss der gerissenste, wildeste und damit unberechenbarste Kapitän der Royal Navy zusehen, wie der Tod nach vielen seiner Männer greift, wie sein Schiff fast versenkt wird.

Trotz der schweren Schäden geht der "Master und Commander", Führungs- und Vaterfigur in einem, in die Offensive, verfolgt das Phantomschiff bis zum Kap Hoorn, wo die Crew mit einem Taifun der vielleicht realistischste Sturm der Filmgeschichte erwartet.

Der Schiffsarzt Paul Bettany ist Jacks wichtigster Vertrauter (Foto: Fox) Großansicht

Der Schiffsarzt Paul Bettany ist Jacks wichtigster Vertrauter (Foto: Fox)

Oh Captain, mein Captain

Der Überlebenskampf ist die spektakuläre Seite des Films, die Beziehungen Aubreys zum Schiffsarzt (Paul Bettany) und seinen Männern, die zum Teil noch halbe Kinder sind, die persönliche. Beide Facetten der Story meistern Crowe und Regisseur Peter Weir, ein Qualitätsgarant für intelligentes Erzählkino ("Der Club der toten Dichter", "Die Truman Show"), gleichermaßen.

Ihr Film hat ein hohes Budget (135 Millionen Dollar), aber auch einen entsprechenden Unterhaltungswert. "Master and Commander" verführt mit Drama, Action, aber auch polynesischen Inselschönheiten. Man riecht die Seeluft und lebt die Vergangenheit.

Abenteuer ist es, wonach wir verlangen. Hier haben wir es gefunden.

Master and Commander - Bis ans Ende der Welt

Wer sich nach künstlichen Materialschlachten in den Straßen von Miami, dem Fluch von CGI oder auf der verzweifelten Suche nach dem Sinn in der Matrix nach "ganz normalen", aufrichtigen Kinowelten sehnt, dessen Hoffnungen können jetzt mit einem der aufregendsten Leinwandabenteuer dieses Jahres erfüllt und übertroffen werden: Bis ans Ende der Welt führt Master Peter Weir - fünf Jahre nach seinem letzten Geniestreich "Die Truman Show" - Russell Crowe und sein Schiff H.M.S. Surprise und dies basierend auf den Bestseller-Romanen von Patrick O'Brian. In dem 135 Mio. Dollar teuren und 140 Minuten langen Film des Australiers vergeht nicht eine Sekunde, die nicht mit Spannung gefüllt ist - und das nicht nur in den sensationell präzisen Actionszenen. Mit "Master and Commander" liefert Weir seinem "Club der toten Dichter" ein Abenteuer auf hoher See - und schlägt dabei jedes karibische Piratenschiff mit überwältigender Kraft und Klugheit in die Flucht.

Patrick O'Brians populäre Romanserie zeichnet sich durch die authentische Beschreibung des Marinelebens aus und zeigt dabei weit mehr als den bloßen Kampf von Gut gegen Böse. Wenngleich Weir mit den gigantischen Weiten des Meeres ungewohnt feuchtes Terrain betritt, ist O'Brians Geschichte des "Masters und Commanders" Jack Aubrey und der Besatzung seiner H.M.S. Surprise damit aus eben jenem Stoff, dessen roter Faden sich durch Weirs gesamtes Werk von der "Der Club der toten Dichter" bis "Truman Show" zieht: die Sehnsucht des Menschen nach der Bedeutung und Erfassung des Daseins, nach der Einheit, aber auch Unvereinbarkeit von Körper und Geist, der Frage nach dem Fortschritt und letztlich wieder der Überlegung, was es heißt, ein Mann zu sein.

Kapitän Aubrey, mit Oscar-Gewinner und "Gladiator" Russell Crowe kongenial besetzt, ist der Typ geborener Anführer, der von seiner zum Teil aus halben Kindern bestehenden Crew wie ein Vater geliebt und respektiert wird. Wenn die unter britischer Flagge laufende Surprise zur Zeit der Napoleonischen Kriege Anfang des 19. Jahrhunderts für die Besatzung die Heimat ist, ist Aubrey der strenge und gerechte König, der sich seiner Verantwortung für jeden Untertan bewusst ist und deren uneingeschränkte Bewunderung genießt. Einziger Kritiker ist sein enger Freund und Schiffsarzt Stephen Maturin (Paul Bettany, der schon in "A Beautiful Mind" an Crowes Seite spielte), der die Welt mit den vernünftigen Augen des Wissenschaftlers erfasst, nach neuen Arten und medizinischem Fortschritt forscht - eben ganz anders als der auf seine Weise nach Unsterblichkeit strebende wilde und gerissene Taktiker, der die Zukunft in der kriegerischen Auseinandersetzung sucht. Zwei Gegenpole, die am Cello und an der Violine ein eingespieltes Duo abgeben und zugleich aufeinanderprallen wie zu Beginn des Dramas die Surprise mit einer weitaus überlegeneren französischen Fregatte.

Mit einem unerwarteten Angriff taucht jene zu Beginn wie ein Geist aus dem Nebel und fügt Boot und Besatzung schwerste Schäden zu. Aubrey, der "in seinem Leben so viel Blut im Holz der Surprise gelassen hat, das man von Verwandtschaft sprechen könnte", schwört Rache, lässt sein Schlachtschiff wieder herrichten und verfolgt das Phantom, das mehr und mehr zum Sinnbild für seine eigene Besessenheit wird, um die halbe Welt bis zu den Galapagos-Inseln, wo er zum trickreichen Eroberungsschlag ausholt.

Zwei große Schlachtszenen inszeniert Weir überwältigend authentisch und beinahe schmerzhaft realistisch. Aber auch in den dazwischen liegenden Momente macht er die Atmosphäre spür- und greifbar: Wenn Aubreys verletztem Sohn ein Arm amputiert werden muss, Maturin sich in der vielleicht besten Szene des Films selbst eine Kugel aus der Brust operiert, die Naturgewalten zum stürmischen Fluch und später zum Segen werden oder ob mit gewohnt poetischer Neigung, historischer Detailgenauigkeit und höchst unterhaltsamen Dialogen virtuos das Leben an Bord beschrieben wird - nie verfällt Weir bei aller Nachdenklichkeit ins Grüblerische. Und immer wieder sind es die Geschichten und Gesichter der Charaktere an Bord dieses Films, denen nicht weniger Aufmerksamkeit geschenkt wird, als den Atem raubenden Schauwerten und Actionszenen. "Master and Commander" ist im wahrsten Sinne ein Abenteuer, wie es im Buche steht - und von Errol Flynn nicht überzeugender und mitreißender bestanden worden wäre. Damit kehrt gen Ende eines bisweilen ins Blutleere und Seelenlose entglittenen Filmjahres das beruhigende Gefühl zurück, dass mit Intelligenz und handwerklichem Können selbst tot geglaubte Genres das Kino wieder lebendig machen. cm.

Darsteller:  Russell Crowe   als Captain Jack Aubrey
  Paul Bettany   als Dr. Stephen Maturin
  James D'Arcy   als Thomas Pullings
  Edward Woodall   als William Mowett
  Chris Larkin   als Captain Howard
  Max Pirkis   als Blakeney
  Jack Randall   als Boyle
  Max Benitz   als Calamy
  Lee Ingleby   als Hollom
  Richard Pateswarrant   als Williamson
  Robert Pugh   als Mr. Allen
  Richard McCabe   als Mr. Higgins
  Ian Mercer   als Mr. Hollar
  Tony Dolan   als Mr. Lamb
  David Threlfall   als Killick
  Billy Boyd   als Barret Bonden
  Bryan Dick   als Joseph Nagle
  Joseph Morgan   als William Warley
  George Innes   als Joe Plaice
  William Mannering   als Faster Doudle
  Trick Gallagher   als Awkward Davies
  Alex Palmer   als Nehemiah Slade
  Mark Lewis Jones   als Mr. Hogg
  John DeSantis   als Padeen
  Ousmane Thiame   als Black Bill
  Thierry Segall   als Französischer Captain
 
Regie:  Peter Weir  
Buch:  John Collee  
  Peter Weir  
Musik:  Iva Davies  
  Christopher Gordon  
  Richard Tognetti  
Kamera:  Russell Boyd  
Produzent:  Samuel Goldwyn jr.  
  Duncan Henderson  
  Peter Weir  

Oscar-Glanz auf DVD erst ab April

Die schöne, glamouröse Oscar-Welt - in den nächsten Monaten hält sie hierzulande sukzessive auch auf DVD Einzug.

Ab Juli auf DVD: "Cold Mountain" mit Renée Zellweger Großansicht

Ab Juli auf DVD: "Cold Mountain" mit Renée Zellweger

Allen voran der von der Academy mit elf Oscars bedachte "Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs". Der dritte Film der Trilogie wird bei Warner spätestens im Sommer als Doppel-DVD auf den Markt kommen, gemunkelt wird gar über eine früheren Releasetermin im Mai.

Das Drama "Monster", für das Charlize Theron den Award als beste Hauptdarstellerin bekam, ist bei e-m-s für Herbst 2004 auf DVD angekündigt. Für "Mystic River" mit den Oscar-prämierten Schauspielerin Sean Penn und Tim Robbins hat Warner zwar noch keinen VÖ-Termin bekanntgegeben. Die DVD wird jedoch spätestens Ende Mai erwartet. Lost in Translation, ausgezeichnet für das beste Originaldrehbuch, dürfte von Constantin im Sommer auf DVD zu haben sein.

Fest steht dagegen, dass Fox die zweifach ausgezeichnete Schiffsschlacht "Master and Commander" am 19. April auf DVD und VHS auf den Markt bringt. "Findet Nemo", als bester Zeichentrickfilm ebenfalls mit einem Oscar bedacht, erscheint bei Buena Vista schon am 1. April. Und " Unterwegs nach Cold Mountain" mit Oscar-Gewinnerin Renée Zellweger ist bei BVHE bis dato für Ende Juli vorgesehen.

 

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