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Match Point

Woody Allens erster in London gedrehter Film, eine moderne Tragödie um Liebe, Schuld und andere Vergehen.


Match Point

Leihvideo

Erhältlich seit:
10.08.2006

Drama/ Thriller

Großbritannien 2005
Laufzeit: 119 Min.
FSK: ab 6

Scarlett Johansson
Emily Mortimer
Jonathan Rhys Meyers

Regie: Woody Allen
Paramount Home Entertainment

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Frisch, klug und giftig präsentiert sich der neue Woody Allen: Schauplatz ist London, Schlachtfeld ist die Liebe, Attraktion ist Jungstar Scarlett Johansson.

Chris und Tom verstehen sich sofort (Foto: Prokino (Fox)) Großansicht

Chris und Tom verstehen sich sofort (Foto: Prokino (Fox))

Voll gepunktet hat der Meister und sich ein Hot Girl geangelt, von dem jeder schwärmt: Scarlett Johansson, "Das Mädchen mit dem Perlenohrring", das selbst schwere Melancholiker, die "Lost in Translation" sind, Glückshormone ausschütten lässt. Die 21-Jährige ist ideal besetzt als Frau, der Mann in Sekunden verfällt, auch wenn in dieser Versuchung Himmel und Hölle gemeinsam existieren.

Chris Wilton (Jonathan Rhys-Meyers aus "Kick it like Beckham") ist einer dieser Männer, der aus Leidenschaft alles riskiert. Der Tennislehrer in einem Club außerhalb Londons plant den sozialen Aufstieg. Sein Society-Ticket wird Tom, der in der reichen Hewett-Familie zusammen mit Schwester Chloe die neue Generation repräsentiert.

Ihre Partner sind eine Top-Partie, doch Chris und Nola spielen heimlich ein erotisches Match (Foto: Prokino (Fox)) Großansicht

Ihre Partner sind eine Top-Partie, doch Chris und Nola spielen heimlich ein erotisches Match (Foto: Prokino (Fox))

Lieber die andere

Tom findet auf Anhieb Gefallen am ehrgeizigen Court-Gentleman Chris - und Chloe auch. Bald sind C & C ein Paar auf Ehekurs, hat Chris dank der Hewetts einen lukrativen Job. Sein Traum hat sich erfüllt, doch Chris selbst ist es nicht, denn er begehrt eine andere. Von der ersten Begegnung an ist er von Toms Verlobter Nola (Johansson) hypnotisch angezogen, flirtet furchtlos mit der sinnlichen US-Beauty.

Als Tom auf Druck seiner Familie mit Nola bricht, entwickelt sich eine intensive Affäre zwischen den sozialen Außenseitern, bis Nola im erotischen Spiel auf den Matchball drängt.

Kuss im Kornfeld: Verbotene Gefühle entladen sich (Foto: Prokino (Fox)) Großansicht

Kuss im Kornfeld: Verbotene Gefühle entladen sich (Foto: Prokino (Fox))

Woody auf Hitchcock-Kurs

Chris muss eine Wahl treffen - zwischen zwei Welten und zwei Frauen. Mit diesem teuflisch-komischen Höllentrip ins Thriller-Genre, an dem Hitchcock seine wahre Freude gehabt hätte, erfindet sich Woody neu.

In London, wo er erstmals drehte, fand er neue Inspiration, in Johansson eine neue Favoritin. Stadt und Sirene spielen auch im nächsten Allen-Projekt Hauptrollen - die Story ist natürlich noch geheim und "Reine Chefsache".

Match Point

In Cannes 2005 außer Konkurrenz gelaufen, war Woody Allens eindrucksvolle moderne Tragödie um Liebe, Schuld und andere Vergehen der eigentliche Gewinner an der Croisette. Selbst "Variety", gewöhnlich Allen-kritisch, versagte dem Meisterwerk seinen Respekt nicht. Der Film, eine von Allens dunkelsten und sehr sexy angelegten Arbeiten, kreist als "Morality Tale" um Fragen von Zufall, Glückssuche, Karriere und Selbstaufgabe und ist ebenso aufregende Version von Dostojewskijs "Schuld und Sühne" und Theodore Dreisers "Eine amerikanische Tragödie" wie böser Kommentar um sozialen Aufstieg und den damit einher gehenden Verlust von Gewissen und Gefühl. Die thematischen Ebenen werden mit wunderbaren visuellen Einfällen angereichert, und Scarlett Johansson als Allens neue charismatische Muse wirkt sinnlicher als mit verlorenen Perlenohrringen.

Allens erster in London gedrehter Film (ein zweiter, wieder mit Scarlett, ist in Arbeit) führt den ehemaligen Tennisspieler Chris (Jonathan Rhys-Meyers, "Kick it Like Beckham") als Trainer in einen chicen englischen Club. Der junge Ire freundet sich mit Tom Ewett (Matthew Goode) an, der ihn mit seiner schwer reichen Upper-Class-Familie bekannt macht. Toms Schwester Chloe (Emily Mortimer, "Dear Frankie") verliebt sich in Chris, der sich seinerseits in Toms Verlobte Nola (Johansson), eine erfolglose amerikanische Schauspielerin, verliebt. Chris heiratet Chloe, die Ehe bleibt zunächst kinderlos. Chris, inzwischen in der Firma des generösen Schwiegervaters tätig, setzt nach Toms Entlobung die Beziehung mit Nola fort, bis Nola eröffnet, dass sie schwanger ist. Chris' Liebe auf den ersten Blick könnte fatale Folgen für den sozialen Erfolg haben, wird eine Angelegenheit auf Leben und Tod...

Mehr darf man keinesfalls verraten, denn was Allen zu Chris' glorreicher Zwickmühle und seinen Lösungs(un)möglichkeiten einfällt, zeugt von unglaublich inspirierter Beherrschung dramaturgischer Neugierfallen. Der alte Allen-Humor mit seinen makabren Humorpointen (und köstlichem Witz über Scarletts Lippen), eine sagenhafte Frische, die virtuos mit dem Konversationston von Tschechow bis Evelyn Waugh und dem Rollenreichtum von Robert Altmans "Gosford Park" wirbelt, und die Mord-Sucht aus Patricia Highsmith's Romanen gehen mit Schauspielerkino vom Allerfeinsten glaubhafte Verbindung ein. Rhys-Meyers Emporkömmling wird ein (großer) Rest Geheimnis belassen, Miss Johansson ist verführerischer denn je, Emily Mortimers gefällige Süße ist unterlegt mit Verzweiflung, und Matthew Goode ist ein Hugh Grant mit Stil. Leitmotiv ist der (Tennis-)Ball des Zufalls und ein Ring, der wie in Cannes für Spontanbeifall sorgen wird. Makellose Kameraarbeit, ausgesuchtes Dekor und Opern-Arien als angemessene Ton-Kommentar-Kulisse bereichern Allens vielschichtigen London-Trip in die gepflegten Abgründe tragikomischer Gefühlsverbrecher. Punkt, Satz und Sieg: ein Gewinner. ger.

Darsteller:  Scarlett Johansson   als Nola Rice
  Emily Mortimer   als Chloe Hewett Wilton
  Jonathan Rhys Meyers   als Chris Wilton
  Brian Cox   als Alec Hewett
  Matthew Goode   als Tom Hewett
  Penelope Wilton   als Eleanor Hewett
  James Nesbitt   als Detective Banner
  Ewen Bremner   als Inspector Dowd
  Rupert Penry-Jones   als Henry
  Margaret Tyzack   als Mrs. Eastby
  Woody Allen  
  Morne Botes  
  Xander Armstrong   als Mr. Townsend
  Zoe Telford   als Samatha
  Colin Salmon  
  Miranda Raison  
  Rose Keegan  
  Eddie Marsan  
  Steve Pemberton  
 
Regie:  Woody Allen  
Buch:  Woody Allen  
Kamera:  Remi Adefarasin  
Produzent:  Letty Aronson  
  Gareth Wiley  
  Lucy Darwin  

Scarlett macht auf Diva

Wer so eine steile Karriere hinlegt wie Scarlett Johansson, muss sich mit alltäglichen Dingen wie "zu Fuß gehen" nicht mehr abgeben.

Nervt ihre Kollegen mit seltsamen Sonderwünschen: Scarlett Johansson (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Nervt ihre Kollegen mit seltsamen Sonderwünschen: Scarlett Johansson (Foto: Kurt Krieger)

Durch ihre Erfolge mit "Lost in Translation" und "Match Point" avancierte die 22-Jährige nicht nur zur Muse von Woody Allen, sondern bezauberte ganz Hollywood. Kein Wunder, dass sich die Produzenten um die blonde Schönheit reißen.

Derzeit steht Scarlett Johansson in Los Angeles für die Liebeskomödie "He's Just Not That Into You" vor der Kamera. Doch bereits am ersten Tag überraschte sie Kollegen und Crew mit ausgefallenen Sonderwünschen. Die Schauspielerin besteht darauf, von einem Chauffeur abgeholt zu werden, der sie dann von ihrem Wohnwagen ans Set fährt - eine Strecke von etwa 100 Metern. Co-Star Drew Barrymore schüttelt den Kopf und läuft lieber.

Auf den Spuren von JLo und Co.

"Scarlett ist eine echte Diva", berichtet ein Insider. "Einige Leute sind eben cool, andere nicht." Apropos cool: Um ihre Alabasterhaut vor der kalifornischen Sonne zu schützen, hat Scarlett drei Assistenten verlangt, die die gefährlichen Strahlen mit Schirmen abwehren. Wenn sie weiter solche Extrawünsche äußert, macht Misss Johansson bald den Ober-Diven Jennifer Lopez und Mariah Carey Konkurrenz.

 

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