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Kaufvideo
Erhältlich seit:
02.04.2010
Originaltitel: The Matrix Reloaded
USA 2003
Laufzeit: 138 Min.
FSK: ab 16
Keanu Reeves
Laurence Fishburne
Carrie-Anne Moss
Regie: Andy Wachowski, ...
Warner Home Video Germany

Es ist nachgeladen, die Revolution wird folgen. Wohl wissend, dass es unmöglich sein würde, das Medium Film abermals zu revolutionieren und Sehgewohnheiten in der gleichen Weise auf den Kopf zu stellen wie mit dem Original im Jahr 1999, treten die Brüder Wachowski die Flucht nach vorn an. Das geradlinigere Mittelsegment der Saga um den Kampf der versklavten Menschheit gegen die Maschinen ist vor allem ein Upgrade: spektakulärer, aufwändiger und effektreicher. Philosophisch und/oder spirituell angehauchte Szenen, die die Erlöser- und die Virtuelle-Realität-Thematik des Originals weiter entwickeln, werden balanciert mit vier kolossalen Actionsequenzen, die die Möglichkeiten des Machbaren ausreizen und der gewaltigen Erwartungshaltung standhalten. So müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn sich "Reloaded" nicht als Neo/One des Kinojahres erweisen und retten würde, was ein einzelner Film retten kann.
In der gleichen Weise, wie sich die drei Hauptfiguren von Guerillakämpfern zur einzigen Hoffnung für die Menschheit gewandelt haben, unterscheidet sich auch die Fortsetzung vom Original: Vor vier Jahren im allgemeinen Trubel um "Star Wars: Episode 1" noch ein Außenseiter und daher auch mit dem Vorteil, verblüffen und überraschen zu können, nimmt "Reloaded" nun die Herausforderung an, neue Maßstäbe für Big-Budget-Entertainment anno 2003 zu setzen. Prächtiger und opulenter in der Ausstattung, epischer und sakraler im Ton, noch gestochen schärfer im Look präsentieren Larry und Andy Wachowski ihr fulminantes Konstrukt aus düsterer Zukunftsdystopie, visionärem Manga, furioser Martial-Arts-Action, überragender Effektfiction und Elementen aus buddhistischer Philosophie und christlicher Religion. "Reloaded" beginnt mit einem Traum und schließt mit dessen Erfüllung in der Realität. Dazwischen dauert es zunächst eine Weile, bis der Film seinen Rhythmus und eigenen Ton findet und Fahrt aufnimmt.
Die Eröffnungsszenen in Zion, der Zuflucht der letzten freien Menschen, haben eine irritierende Schwerfälligkeit, als hätten sich die Wachowskis zuviel auf die Schultern geladen. Als würden sie "Keanu Christ Superstar" im Takt eines endlosen Ethno-Raves erzählen, schleppt sich die 150-Mio.-Dollar-Produktion mit Dialogen, wie sie George Lucas nicht hölzerner schreiben kann, bedeutungsschwanger durch den ersten Akt. Mit dem Besuch des als Erlöser gefeierten Ex-Hackers Neo beim wieder von der mittlerweile verstorbenen Gloria Foster gespielten Orakel, das die Helden mit der leitmotivischen Mission betraut, den für den Sieg über die Maschinen unentbehrlichen Schlüsselmacher zu finden, streift "Reloaded" seine Fesseln ab. Unmittelbar darauf folgt die erste große Actionsequenz, in der Neo gegen seine 100-fach geklonte Nemesis Mr. Smith antritt. Höhepunkt um Höhepunkt folgen.
Kernstück ist dabei eine 14-minütige Verfolgungsjagd auf einer Autobahn, die es sich zum Ziel gemacht hat, alle vorangegangen Verfolgungsjagden (speziell die offensichtlichen Vorbilder aus "Mad Max 2" und "Leben und Sterben in L.A.") in den Schatten zu stellen - und Vollzug vermeldet. Dazu kommen eine hinreißend laszive Sequenz mit Lambert Wilson als diabolischer Merovingian, der den Schlüsselmacher gefangen hält, und Monica Bellucci als dessen Frau Persephone, die Neo und Co. im Austausch für ein prickelndes Anliegen unterstützt, und eine faszinierende Sequenz, in der Neo dem Architekten der Matrix gegenübertritt, der die ohnehin komplexe Handlung um eine weitere relevante Ebene erweitert und damit den Grundstein für "Matrix Revolutions" legt, der die Trilogie im November beenden wird.
Alle wiederkehrenden Darsteller - neben Keanu Reeves als Neo vor allem Carrie-Anne Moss als dessen Flamme Trinity, Laurence Fishburne als spiritueller Führer Morpheus, Hugo Weaving als unaufhaltsam erscheinender Mr. Smith - bereichern ihre Figuren um interessante neue Facetten, während von den Neulingen neben den bereits Erwähnten auch Neil und Adrian Rayment als mysteriöses Albino-Rasta-Zwillingspaar und Jada Pinkett-Smith als Morpheus' ehemalige Geliebte Niobe unbedingt Erwähnung verdienen. Technisch spielt "Matrix Reloaded" mit seinen mehr als 1000 Effekten ohnehin in einer eigenen Liga. Wenn es Defizite zu vermelden gibt, dann ist es neben dem mühseligen Intro eine auffällige Schwäche in der Umsetzung emotionaler Momente. Aber schließlich hat es sich der Film zum Ziel gesetzt, nicht das Herz, sondern den Geist zu befreien - und wer wird meckern angesichts dieses Füllhorns an denkwürdigen Szenen, die Magen und Kopf hinlänglich beschäftigen. ts.
Die Wächter schwärmen aus. Smith klont sich. Neo fliegt ... aber vielleicht kann selbst der Auserwählte mit seinen atemberaubenden neuen Fähigkeiten den Angriff der Maschinen nicht mehr aufhalten.
Neo. Morpheus. Trinity. Zurück im spannenden zweiten Kapitel der Matrix-Trilogie treffen sie auf außergewöhnliche Verbündete: Gemeinsam bekämpfen sie ihre Gegner, die sich klonen, durch Upgrades immer stärker werden und die letzte Festung der Menschheit belagern. Zurück sind auch die Wachowski Brüder und Produzent Joel Silver: Ihre spektakuläre Vision lässt uns die Augen übergehen, trifft uns tief ins Mark und ebnet einer ganz neuen Filmgeneration den Weg. Was ist die Matrix? Darauf gibt es immer noch keine eindeutige Antwort. Und aus der Frage ergibt sich eine weitere: Wer hat die Matrix geschaffen? Die Antworten öffnen das Tor zu Neuen Welten voll ungeahnter Möglichkeiten - und sie offenbaren ein Schicksal, das nur ein Ziel kennt: Revolutions.
Quelle: Warner Home Video
| Darsteller: | Keanu Reeves | als Neo | |
|---|---|---|---|
| Laurence Fishburne | als Morpheus | ||
| Carrie-Anne Moss | als Trinity | ||
| Hugo Weaving | als Agent Smith | ||
| Jada Pinkett Smith | als Niobe | ||
| Gloria Foster | als Das Orakel | ||
| Monica Bellucci | als Persephone | ||
| Collin Chou | als Seraph | ||
| Nona Gaye | als Zee | ||
| Randall Duk Kim | als Der Schlüsselmacher | ||
| Harry Lennix | als Commander Lock | ||
| Harold Perrineau jr. | als Link | ||
| Neil Rayment | als Zwilling 1 | ||
| Adrian Rayment | als Zwilling 2 | ||
| Lambert Wilson | als Merovingian | ||
| Anthony Wong | als Ghost | ||
| Anthony Zerbe | als Stadtrat Hamann | ||
| Helmut Bakaitis | als Der Architekt | ||
| Regie: | Andy Wachowski | ||
| Lana Wachowski | |||
| Buch: | Andy Wachowski | ||
| Lana Wachowski | |||
| Musik: | Don Davis | ||
| Kamera: | Bill Pope | ||
| Produzent: | Joel Silver | ||
Matrix Reloaded (Special Edition) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch Dolby TrueHD 5.1, Englisch DD 5.1, Spanisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Dänisch, Dt. f. Hörg., Engl. f. Hörg., Finnisch, Koreanisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch
Bildformat: 16:9
Extras: Audiokommentar, Dokumentationen, Einleitung, Musikvideo, In-Movie-Experience, Trailer
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