DVD Leihvideo

Max Minsky und ich

Warmherzig und intelligent erzählte Geschichte vom Erwachsenwerden im jüdischen Milieu.


Max Minsky und ich

Leihvideo

Erhältlich seit:
07.03.2008

Drama/ Komödie

Deutschland 2007
Laufzeit: 95 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Zoe Moore
Emil Reinke
Adriana Altaras

Regie: Anna Justice
Warner Home Video Germany

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Warmherzig und intelligent erzählte Geschichte vom Erwachsenwerden im jüdischen Milieu.

Max bringt Nelly Basketball bei (Foto: X Verleih (Warner)) Großansicht

Max bringt Nelly Basketball bei (Foto: X Verleih (Warner))

Wenn der 15-jährige Max Minsky (Emil Reinke) - ein mieser Schüler, aber toller Sportler - der zwei Jahre jüngeren Nelly Edelmeister (Zoe Moore) - einem Ass in allem außer Leibesübung - das Basketballspielen beibringt, dann erledigt sie im Gegenzug seine Hausaufgaben.

Und das kommt so: Die hochintelligente Büchernärrin und Hobby-Astronomin Nelly hat erfahren, dass ihr Schwarm, der luxemburgische Prinz Edouard - ebenfalls ein passionierter Weltraumforscher - Schirmherr der europäischen Basketball-Schulmeisterschaften ist. Um also ins hiesige Team aufgenommen zu werden und so mit nach Luxemburg reisen zu dürfen, muss Nelly, die von körperlicher Beweglichkeit nicht allzu viel hält, über ihren Schatten springen und binnen kürzester Zeit zum Sport-Crack werden.

Die alten Damen stehen gerne mit Rat und Tat zur Seite (Foto: X Verleih (Warner)) Großansicht

Die alten Damen stehen gerne mit Rat und Tat zur Seite (Foto: X Verleih (Warner))

Erwachsen werden

Von alledem ahnt Max nichts, für Nelly ist er lediglich Mittel zum Zweck. Doch während des intensiven Trainings und des nicht weniger aufwändigen Hausaufgabenprogramms kommen sich die beiden zwangsläufig näher.

Einfühlsam und intelligent erzählt Kino-Newcomerin Anna Justice vom Erwachsenwerden im deutsch-jüdischen Milieu von Berlin. Als Vorlage diente ihr der erfolgreiche Bestseller "Prinz William, Maximilian Minsky und ich" von Holly-Jane Rahlens, der 2003 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde.

Max Minsky und ich

In der Adaption von Holly-Jane Rahlens' Jugend-Bestseller erzählt Kino-Newcomerin Anna Justice auf einfühlsame Weise von den Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens.

Mit "4 Freunde auf 4 Pfoten" produzierte der für Vielseitigkeit und niveauvolles Programm bekannte X Filme Creative Pool schon einmal einen Kinofilm für die jüngere Zielgruppe. Gleichzeitig spielt "Max Minsky und ich" in einem Milieu, das bereits in Dani Levys köstlicher Komödie und X Filme Produktion "Alles auf Zucker" trefflich pointiert und höchst erfolgreich zum Einsatz kam - der deutsch-jüdische Alltag in Berlin. Doch das Kino-Regiedebüt von Anna Justice ist mehr als ein Kinderfilm über eine junge Jüdin. Es ist Drama und Komödie zugleich, erzählt eine berührende Coming-of-Age-Geschichte, von den Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens, von nervigen Eltern, klugen Tanten, aber auch von der großen Liebe, gewaltigen Träumen und einem interessanten Gegengeschäft:

Wenn der 15-jährige Max Minsky (Emil Reinke), ein mieser Schüler, aber toller Sportler, der zwei Jahre jüngeren Nelly Edelmeister (Zoe Moore, Tochter von "Im Schwitzkasten".Regisseur Eoin Moore), einem Ass in allem außer Leibesübung, das Basketballspielen beibringt, dann erledigt sie im Gegenzug dessen Hausaufgaben. Und das kommt so: Die hochintelligente Büchernärrin und Hobby-Astronomin Nelly hat erfahren, dass ihr Schwarm, der luxemburgische Prinz Edouard, ebenfalls ein passionierter Weltraumforscher, Schirmherr der europäischen Basketball-Schulmeisterschaften ist. Um also ins hiesige Team aufgenommen zu werden und so mit nach Luxemburg reisen zu dürfen, muss Nelly, die von körperlicher Beweglichkeit nicht allzu viel hält, über ihren Schatten springen und binnen kürzester Zeit zum Sport-Crack werden. Von alledem ahnt Max nichts, für Nelly ist er lediglich Mittel zum Zweck. Doch während des intensiven Trainings und des nicht weniger aufwändigen Hausaufgabenprogramms kommen sich die beiden zwangsläufig näher.

Die aufkeimende Love Story zwischen den beiden Protagonisten nimmt Regisseurin Justice zum Anlass, um zahlreiche Nebenplots zu eröffnen: Da wäre etwa die Ehekrise zwischen Nellys Mutter (herrlich überkandidelt: Adriana Altaras), einer New Yorker Jüdin, und ihrem Vater (etwas manieriert: Jan Josef Liefers), einem erfolglosen Musiker, der ausgerechnet mit Max' alleinerziehender Mama ein Verhältnis anfängt. Oder die drei alten Damen (darunter eine bestens aufgelegte Monica Bleibtreu), die Nelly immer wieder im Seniorenheim besucht und nicht nur in Sachen Glaubensfragen um Rat bittet. Während letztere unter anderem für den Humor zuständig sind, haben Nelly und Max ihre ganz eigene Art, mit den ersten schwierigen Schritten ins Erwachsenenalter fertig zu werden. Nelly, die mit ihrer dicken Mauerblümchen-Brille einem Film von Todd Solondz (einer weichgespülten Version von Heather Matarazzo aus "Willkommen im Tollhaus") entsprungen zu sein scheint, flüchtet sich immer wieder in "astronomische" Träume, der handfeste, bodenständige Max hat sich dagegen in einem unterirdischen Kanalsystem seinen geheimen Zufluchtsort gezimmert. Das sind schöne Ideen, die vor allem auch der Vorlage von Holly-Jane Rahlens, die 2003 für ihren Bestseller "Prinz William, Maximilian Minsky und ich" den Deutschen Jugendliteraturpreis erhielt, zu verdanken sind. Auch wenn das Ende ein wenig unbefriedigend daher kommt und der Titel dem Inhalt des Werks nur bedingt gerecht wird, darf man hier durchaus von einem warmherzigen, intelligenten und streckenweise sogar originellen Initiationsfilm sprechen. lasso.

Darsteller:  Zoe Moore   als Nelly Sue Edelmeister
  Emil Reinke   als Max Minsky
  Adriana Altaras   als Lucy Bloom Edelmeister
  Jan Josef Liefers   als Benny Edelmeister
  Monica Bleibtreu   als Risa Ginsberg
  Rosemarie Fendel   als Frau Goldfarb
  Hildegard Alex   als Frau Lewi
  Susanna Simon   als Melissa Minsky
 
Regie:  Anna Justice  
Buch:  Holly-Jane Rahlens  
Musik:  Christoph M. Kaiser  
  Julian Maas  
Kamera:  Ngo The Chau  
Produzent:  Maria Köpf  
 

Max Minsky und ich in der Fotoshow

 

Fassungen

 

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Features

 

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Adriana Altaras

Deutsche Schauspielerin und Theaterregisseurin. Von Anfang an verkörperte sie lebenserfahrene, gestandene Frauen, die einen Hang zum...

 

Star

Jan Josef Liefers

Ein Casanova mit Rückhand. Er hat immer einen beeindruckenden Text parat, auch wenn er gar nicht weiß, was los ist, und rettet sich...