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Max und Moritz Reloaded

Der klassische Stoff von Wilhelm Busch als freche Komödie um zwei schwer erziehbare Hamburger Jungs im wilden Osten.


Max und Moritz Reloaded

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Erhältlich seit:
03.01.2006

Komödie

Deutschland 2005
Laufzeit: 84 Min.
FSK: ab 16

Kai Michael Müller
Willi Gerk
Katy Karrenbauer

Regie: Thomas Frydetzki
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Nichts wächst zusammen, was nicht zusammen gehört: der Ostalgie-Welle geht es so richtig an den Kragen.

Max und Moritz lassen sich auch von Ex-NVA-Offizieren nicht einschüchtern (Foto: Kinowelt) Großansicht

Max und Moritz lassen sich auch von Ex-NVA-Offizieren nicht einschüchtern (Foto: Kinowelt)

Der Drehbuchautor saß früher mal hinter Gittern, Ex-DDR-Rock-Guru Toni Krahl, neben Sebastian Krumbiegel von "Die Prinzen" einer der Hauptdarsteller, wanderte 1968 wegen Teilnahme an einer Protestdemo in den Knast. Ideale Voraussetzungen also, um aus den klassischen Streichen der Busch'schen Lausbuben eine moderne, schrille Story zu stricken.

In Thomas Frydetzkis Version sind Max und Moritz zwei Hamburger Racker, die einfach nicht zu erziehen sind. Deshalb landen sie in Thüringen, wo ihnen die Ex-NVA-Offiziere Axel und Henry Mores beibringen sollen.

Axel und Henry haben ihre Vorlieben... (Foto: Kinowelt) Großansicht

Axel und Henry haben ihre Vorlieben... (Foto: Kinowelt)

Busch einmal anders

Doch erst in dem Luden Mörder-Hanne (Ben Becker) finden die missratenen Jungs ihren Meister. Ehe dieser aber Max und Moritz das Lebenslicht ausblasen kann, eilen die bumsfidele Mama und die engelsgleiche Sozialarbeiterin Paula (Franziska Petri) zur Rettung herbei.

Regie-Novize Frydetzki gewinnt dem Wilhelm-Busch-Klassiker nicht nur überraschend neue Seiten ab, der Film ist auch radikaler Comic, Sex-and-Crime-Movie, musikalische Politsatire und Ostalgie-Persiflage. Erfrischend anders eben.

Max und Moritz Reloaded

Erfrischend anders - so könnte man die originelle Kooperation von alten Hasen (Laurens Straub, Rainer Kölmel) und Jungspunden (Regie-Novize Thomas Frydetzki) bezeichnen. Denn "Max und Moritz Reloaded" gewinnt dem Wilhelm-Busch-Klassiker nicht nur überraschend neue Seiten ab, der Film ist auch radikaler Comic, brutales Sex-and-Crime-Movie, musikalische Politsatire, Ostalgie-Persiflage und Russ-Meyer-Hommage. Das ebenso respektlose wie - im besten Sinne - geschmacklose "Machwerk" werden vor allem diejenigen mögen, die nach der weichgespülten Ossi-Komödie "Sonnenallee" Lust auf etwas Hartes, etwas Hundsgemeines haben.

Einer der Produzenten von "Max und Moritz Reloaded" brachte einst "schmutzige, kleine Filme" heraus (Laurens Straub), der Drehbuchautor saß früher mal acht Jahre wegen schweren Raubs hinter Gittern ("Männerpension"-Autor Eckhard Theophil) und einer der Hauptdarsteller wanderte 1968 wegen Teilnahme an einer Protestdemo in den Knast (Ex-DDR-Rock-Guru Toni Krahl). Und Rainer Kölmel... Ideale Voraussetzungen also, um aus den klassischen Streichen der beiden Busch'schen Lausbuben Max und Moritz eine moderne, authentische (!?) und sämtliche Gesetze des guten Geschmacks aushebelnde Story zu machen. In Thomas Frydetzkis Version leben Max (Willi Gerk) und Moritz (Kai Michael Müller) in Hamburg. Dass sie schwer erziehbar sind, wäre zu harmlos ausgedrückt, und als die beiden bei einer illegalen Spritztour mit den ebenfalls minderjährigen Töchtern des Senators einen Totalschaden verursachen, ist es mit dem Lotterleben erst mal vorbei. Flugs landen Max und Moritz im fernen Thüringen, wo ihnen die Ex-NVA-Offiziere Axel (Sebastian Krumbiegel) und Henry (Toni Krahl) in ihrem Militär-Camp Mores beibringen sollen. Doch weil die beiden schwulen Ausbilder lieber ihrer Passion, dem Gesang, frönen, finden die missratenen Jungs erst in einem Luden mit dem bezeichnenden Namen Mörder-Hanne (Ben Becker) ihren Meister. Ehe dieser aber Max und Moritz endgültig das Lebenslicht ausblasen kann, eilen deren bumsfidele Mama (Katy Karrenbauer) und die engelsgleiche Sozialarbeiterin Paula (Franziska Petri) zur Rettung herbei.

Bitte nicht ernst nehmen - so könnte man den witzigen Vorspann interpretieren, bei dem alle Protagonisten kurz vorgestellt werden und dabei zu Comicfiguren gefrieren. Denn "Max und Moritz Reloaded" versteht sich nicht als sozial wertvoller Beitrag des Familienministeriums und schon gar nicht als kritische Auseinandersetzung mit Kapitalismus und Kommunismus. Stattdessen ist nonstop fun, sex, crime & violence angesagt. Dabei überzeugt nicht nur das perfekt zusammengestellte Darsteller-Ensemble - darunter "Hinter Gittern"-Serienstar Karrenbauer, die hier mal so richtig auf die Kacke hauen darf, oder "Prinzen"-Sänger Sebastian Krumbiegel als süßer schwuler Soldat - auch die restliche Crew hat Beachtliches geleistet - etwa das Kamera-Gespann Jens Harant und Dany Schelby, das mittels innovativer DV-Technik viel Flexibilität und gleichzeitig Cinemascope-Format erreichte, und schließlich der sensationelle, eines Musicals würdigen Soundtrack, bei dem die Neuinterpretation des Karat/Maffay-Hits "Über sieben Brücken musst du gehn" zu den Highlights gehört. Fazit: Wem es vor gar nichts graust und wer dem Mainstream abgeschworen hat, der wird sich bei diesem schmutzigen, kleinen deutschen Film sauwohl fühlen. lasso.

Max und Moritz Reloaded

Als die Hamburger Problemkids Max und Moritz mit geklautem Auto und den minderjährigen Töchtern des Senators erwischt werden, verbannt sie das Jugendamt zur Erziehung in ein ehemaliges Militär-Camp in Thüringen. Die beiden Ex-NVA-Offiziere Axel und Henry sollen den Lausbuben wieder Zucht und Ordnung beibringen. Doch die schwulen Ausbilder sind den aufmüpfigen Rotzlöffeln nicht gewachsen. Erst bei dem sadistischen Luden "Mörder-Hanne" vergeht den Jungs das Lachen. Zum Glück eilen die sexbesessene Mutter der beiden und ihre engelsgleiche Sozialarbeiterin Paula schon zur Rettung herbei...
Radikale Anarcho-Komödie im wilden Osten mit "City"-Sänger Tony Krahl und "Prinzen"-Frontmann Sebastian Krumbiegel als schwule Ex-NVA-Soldaten!

Quelle: Studiocanal

Interviews mit Katy Karrenbauer, Ben Becker, Sebastian Krumbiegel, Toni Krahl, Franziska Petri, Thomas Frydetzki, Improvisationen von Ben Becker, "Hanne", "Axel & Henry", "Rita", "Paula" (Trailer), Max & Moritz in St. Pauli (Featurette), Axel & Henry im Camp (Clip), Musikvideos: Bau auf! (Jana Pallaske), Zucht & Ordnung (Sebastian Krumbiegel & Toni Krahl), Über sieben Brücken musst du gehen (Franziska Petri), House of the rising sun (Katy Karrenbauer), B-Roll, Fotogalerie, Trailer

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Kai Michael Müller   als Moritz
  Willi Gerk   als Max
  Katy Karrenbauer   als Rita Reischke
  Franziska Petri   als Paula Winter
  Sebastian Krumbiegel   als Axel Schultz
  Toni Krahl   als Henry Maschke
  Ben Becker   als Mörder-Hanne
  Karen Böhne   als Puffmutter Brunhilde
  Armin Dillenberger   als Thüringer Polizist
  Antonia Holfelder   als Thüringer Polizistin
  Harry Baer   als Bayer
  Tini Horwath   als Bayerin
  Steffen Jürgens   als Referat Öffentlichkeitsarbeit
  Stefan Lampadius   als Hauptabteilungsleiter
  Roxanne Borski   als Herta
  Anna Hausburg   als Paolina
  Marc Bischoff   als Helge Bartels
  Pit Bukowski   als Sascha Bartels
  Anton Levit   als Solschenizyn
 
Regie:  Thomas Frydetzki  
Buch:  Eckhard Theophil  
  Thomas Frydetzki  
  Laurens Straub  
Kamera:  Dany Schelby  
  Jens Harant  
Produzent:  Clementina Hegewisch  
  Laurens Straub  
  Dr. Rainer Kölmel  
 

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