Charlie ist ein junger Ganove, der sich in Little Italy langsam in der Mafia nach oben zu arbeiten hofft. Dem stehen die zwei Menschen im Weg, die dem weichen, nachdenklichen Charlie am nächsten sind. Zum einen ist er in die junge Epileptikerin Teresa verliebt, was von seiner Familie abgelehnt wird. Weil er aber doch nicht widerstehen kann, sie zu sehen, leidet der gläubige Katholik unter Schuldkomplexen. Und Teresas Bruder, der unberechenbare, gewalttätige Johnny Boy, sorgt mit seinen leichtsinnigen Aktionen dafür, dass nicht nur er, sondern auch Charlie schnell ins Visier rivalisierender Mafiosi geraten.
Unverkennbar autobiographisch gefärbt, etablierte dieses unter schwierigen Umständen entstandene Gangsterdrama Martin Scorsese als größtes Talent des New Hollywood. Ungeschminkt und einfallsreich zeigt er den Alltag in Little Italy und porträtiert seine Figuren und ihre Nöte, Sorgen und Schwächen in einer Inszenierung, die alle wichtigen Themen des Regisseurs aufgreift - und Harvey Keitel und vor allem Robert De Niro als Zeitbombe Johnny Boy als große Schauspieler mit Starpotential empfiehlt.