DVD Leihvideo

Mein bester Feind

Bitterböse Tragikomödie um die Freundschaft eines Juden und eines SS-Mannes.


Mein bester Feind

Leihvideo

Erhältlich seit:
09.03.2012

Komödie/ Drama

Österreich/Luxemburg 2011
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 12

Moritz Bleibtreu
Georg Friedrich
Ursula Strauss

Regie: Wolfgang Murnberger
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Mein bester Feind

Polen 1943. Aus dem Wrack eines abgestürzten Flugzeugs befreien sich der Häftling Victor Kaufmann, Sohn jüdischer Kunsthändler, und SS-Hauptsturmführer Rudi Smekal. Rudi hat seinen Kindheitsfreund Victor in besonderer Mission aus dem KZ geholt. Grund ist eine Michelangelo-Zeichnung aus dem Besitz der Kaufmanns, die dem Duce zum Geschenk gemacht werden soll. Rudi und Victor tauschen die Klamotten. Die bisherigen Machtverhältnisse kehren sich um.

Eine böse Komödie vor dem Hintergrund der Gräuel des Zweiten Weltkriegs, produziert von Josef Aichholzer ("Die Fälscher"), in Szene gesetzt von Wolfgang Murnberger, der sein Talent für tiefschwarze Stoffe schon bei seinen Wolf-Haas-Verfilmungen um den grantigen Detektiv Hans Brenner unter Beweis gestellt hat. Als Hauptdarsteller dieses Spaßes agieren Moritz Bleibtreu als Victor und Georg Friedrich als Rudi.

Mein bester Feind

Abenteuerliche Überlebens-Geschichte, die wild zwischen Nazi-Satire, Verwechslungskomödie, Kunstraub-Stück und Kriegs-Drama changiert und dabei die Freundschaft zweier Männer in den Vordergrund stellt.

Eine entfernte Verwandtschaft hat der von einem der Produzenten von "Die Fälscher" gemachte Genre-Bastard mit Tarantinos "Inglourious Basterds" und Lubitschs "Sein oder Nichtsein". Moritz Bleibtreu spielt Victor, den Spross einer jüdischen Kunstgaleristen-Familie in Wien, der Wiener Georg Friedrich Rudi, den Sohn der Putzfrau der Familie. Er liebt dieselbe Frau (Ursula Strauss) wie Victor, schließt sich der SS an und ist mitverantwortlich, dass sein Jugendfreund samt Eltern verhaftet und ins KZ gebracht werden.

Der Film beginnt mit einem Paukenschlag bzw. Geschützdonner: Aus dem Wrack eines abgeschossenen Flugzeugs rettet sich Viktor und beschwert sich bei Gott, dass er ausgerechnet Rudi hat überleben lassen. Der Ton für die Komödie ist gesetzt. Der u.a. mit drei Wolf-Haas-Krimiverfilmungen erfolgreiche Regisseur Wolfgang Murnberger erzählt daraufhin nach einem gewitzten Roman und Drehbuch von Paul Hengge ("Wie es Victor Kaufmann gelang, Adolf Hitler doch noch zu überleben") die spannende und turbulente Vor- und weitere Geschichte der beiden Männer, die wilde Haken schlägt. Denn u.a. durch einen Uniform-Tausch gelingt es Victor, nicht nur Adolf Hitler zu überleben, sondern durch ein von seinem Vater eingefädeltes Kunstfälscher-Gaunerstück am Ende des Krieges auch noch wohlhabend zu bleiben.

Die Fälschung einer Zeichnung von Michelangelo aus dem Besitz der Kaufmanns bringt nicht nur noch ein weiteres reizvolles Genre in den Film, sondern auch die Satire auf die höchste politische Ebene. Soll doch die Zeichnung ein Geschenk von Hitler an Mussolini sein - und da muss es nun mal das Original sein. Hier dürfen die Nebenfiguren Nazi-Karikaturen sein und selbst die beiden Protagonisten sich stolz in glänzender SS-Uniform im Spiegel betrachten. Trotzdem wird bei den Kalauern und anderen komischen Spielarten auch der Ernst gewahrt, stirbt etwa Viktors Vater (Udo Samel). Was bei "Mein bester Feind" bestens funktioniert ist die Spannung, wie lange Viktor die Maskerade als SSler aufrechterhalten kann. So überzeugt der Film als Abenteuer des Überlebens, und will auch in Look und Musik immer mehr unterhalten als Realität abbilden oder scharfe Satire sein.

hai.

Darsteller:  Moritz Bleibtreu   als Victor Kaufmann
  Georg Friedrich   als Rudi Smekal
  Ursula Strauss   als Lena
  Udo Samel   als Jakob Kaufmann
  Marthe Keller   als Hannah Kaufmann
  Uwe Bohm   als Standartenführer Widriczek
  Rainer Bock   als SS-Hauptsturmführer Rauter
  Christoph Luser   als SS-Scharführer Weber
  Serge Falck   als Standartenführer Noldner
  Karl Fischer   als SS-Untersturmführer Maier
  Hans-Michael Rehberg   als Karel Brinek
  Merab Ninidze   als Moritz Haiden
  Mirko Roggenbock   als SS-Untersturmführer Gruber
  Klaus Manchen   als Staatssekretär Leipold
  Hubert Mulzer   als Brigadeführer Wildholz
  Claudio Caramaschi   als Adriano Bellotini
  Margherita di Rauso   als italienische Journalistin
 
Regie:  Wolfgang Murnberger  
Buch:  Paul Hengge  
  Wolfgang Murnberger  
Musik:  Matthias Weber  
Kamera:  Peter von Haller  
Produzent:  Josef Aichholzer  
 

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