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Mein bester Freund

Dramödie um einen Antiquitätenhändler, der feststellen muss, dass er ein Leben ohne Freunde lebt.


Mein bester Freund

Leihvideo

Erhältlich seit:
20.06.2008

Originaltitel: Mon meilleur ami

Komödie

Frankreich 2006
Laufzeit: 91 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Daniel Auteuil
Dany Boon
Julie Gayet

Regie: Patrice Leconte
AL!VE Vertriebs- und Marketing AG

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Dramödie um einen Antiquitätenhändler, der feststellen muss, dass er ein Leben ohne Freunde lebt.

Catherine glaubt nicht, dass François auch nur einen Freund hat (Foto: Alamode) Großansicht

Catherine glaubt nicht, dass François auch nur einen Freund hat (Foto: Alamode)

Der egoistische und skrupellose Antiquitätenhändler François (Daniel Auteuil) lebt nur für seine Arbeit, bis er mit seiner Kollegin Catherine (Julie Gayet) eine Wette abschließt und ihr in zehn Tagen einen besten Freund präsentieren soll. Doch in Paris lässt sich einfach niemanden finden, der sich von ihm als Freund bezeichnen lassen will.

Da stößt François auf den immer gut gelaunten Taxifahrer Bruno (Dany Boon), der sich selbstlos bereit erklärt, ihm beizubringen, wie man echte Freunde gewinnt. Doch das ist leichter gesagt als getan bei einem Mann, der nur auf den eigenen Nutzen aus ist.

Taxifahrer Bruno gibt François Nachhilfe (Foto: Alamode) Großansicht

Taxifahrer Bruno gibt François Nachhilfe (Foto: Alamode)

Späte Erkenntnisse

Nach seinem kommerziellen Erfolg mit "Les Bronzés 3 - Amis pour la vie", den mehr als zehn Millionen Besucher in Frankreich sehen wollten, kehrt Patrice Leconte wieder zurück zu seinen fein beobachteten und leicht erzählten Dramen über Identitätssuche und späte Lebenserkenntnisse. Er tut dies mit wunderbaren Schauspielern, viel Humor, Warmherzigkeit und Originalität.

Mein bester Freund

Was ist ein bester Freund und wie finde ich ihn? Dieser Frage geht Patrice Leconte mit wunderbaren Schauspielern, Humor, Warmherzigkeit und Originalität nach.

Für den skrupellosen Antiquitätenhändler François läuft alles bestens. Sein Terminkalender ist randvoll, fast täglich Geschäftsessen, eine pflegeleichte Frau, die kommt und geht wie er will. Sentimentalität kennt er nicht. Dass ausgerechnet er bei einer Auktion für sündteures Geld eine Vase ersteigert, die Achilles aus Trauer um seinen toten Freund Patroklus mit Tränen füllte, erstaunt nicht nur seine Geschäftspartnerin, die sich nicht vorstellen kann, dass bei François' Tod auch nur ein Mensch eine Träne verdrückt. Sie schließen eine Wette ab: In zehn Tagen soll er ihr seinen "besten Freund" präsentieren oder die Vase gehört ihr. Flugs erstellt der Geschäftsmann eine Liste von so genannten "Freunden". Schon beim ersten beißt er auf Granit, man sei Konkurrenten, so die kühle Aufklärung. Lehrbücher, Anrufe beim Psychologen und Besuche einschlägiger Veranstaltungen bleiben erfolglos. Kein Buddy weit und breit. Nur der kauzige Taxifahrer, der davon träumt, bei einer Ratesendung mitzumachen, hat uneigennützig ein Ohr für seine Sorgen und verrät ihm die nötigen Eigenschaften um Freunde zu bekommen: sympathisch, freundlich, aufrichtig. Unter seiner Anleitung legt der Kunstexperte los und muss einen Dämpfer nach dem anderen einstecken, selbst die Lokalrunde kommt nicht an. Freundschaft ist eben nicht käuflich.

Mit zärtlichem Blick zeichnet Patrice Leconte die Annäherung zwischen den grundverschiedenen Männern, die ihre Einsamkeit kaschieren - der eine durch ständige Flucht in die Arbeit, der andere durch unerschütterliche Freundlichkeit. Kein konventionelles Heldengespann, sondern ein Duo mit Ecken und Kanten. Der Knackpunkt der Dramödie ist die Unfähigkeit des im Leben reüssierten Protagonisten, ohne Kalkül auf einen anderen Menschen einzugehen, immer nur eine emotionale Kosten-Nutzen-Rechnung zu betreiben - typisch für unsere Zeit. Ein guter Griff sind die Schauspieler: Kein unattraktiver Muffel spielt den egozentrischen Intellektuellen (der sogar die Beerdigung nutzt, um der Witwe eine alte Kommode abzuschwatzen), sondern ein vordergründig offener und charmanter Daniel Auteuil, der in dem pausenlos strahlenden und offenherzigen Naivling Dany Boon Gegensatz und Ergänzung findet. Gemeinsam einsam. Tragik und Komik menschlicher Existenz liegen bei diesem bewegenden Thema nahe beieinander. Und wenn am Ende der originellen Fabel über Freundschaft der einfache, gesellige Kerl und der arrogante Pariser Snob sich ohne Wenn und Aber akzeptieren, dann hat Patrice Leconte mal wieder seinen sicheren Instinkt für erlesene Charakterzeichnung bewiesen. mk.

Darsteller:  Daniel Auteuil   als François Coste
  Dany Boon   als Bruno Bouley
  Julie Gayet   als Catherine
  Julie Durand   als Louise Coste
  Jacques Mathou   als M. Bouley
  Marie Pillet   als Mme Bouley
  Elizabeth Bourgine   als Julia
  Henri Garcin   als Etienne Delamotte
  Jacques Spiesser   als Letellier
 
Regie:  Patrice Leconte  
Buch:  Jérôme Tonnerre  
  Patrice Leconte  
Musik:  Xavier Demerliac  
Kamera:  Jean-Marie Dreujou  
Produzent:  Olivier Delbosc  
  Marc Missonnier  
 

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