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Leihvideo
Erhältlich seit:
07.11.2008
Originaltitel: Mio fratello è figlio unico
Italien 2007
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 12
Elio Germano
Riccardo Scamarcio
Diane Fleri
Regie: Daniele Luchetti
good!movies

Warmherzig-ironische Rückschau auf die 60er und 70er Jahre und die Hassliebe zweier Brüder, ihre privaten und politischen Leidenschaften und Irrtümer.
Um es vorweg zu sagen: Trotz Konzentration auf fast zwei Jahrzehnte italienische Politik ist der Film nicht wirklich politisch, im Fokus stehen zwei scheinbar gegensätzliche Brüder, die erst sehr spät merken, dass sie sich sehr ähnlich sind. Da wird sich lautstark gestritten und gebalgt, geschrieen und getobt, gelitten und geliebt, wie es nur Italiener können, die ob ihres exzessiven Gefühls kühle Nordeuropäer in Staunen versetzen.
In Latina, einem kleinen von Mussolini gegründeten Städtchen ist 1962 die Welt nicht mehr ganz in Ordnung. Klein-Accio fliegt von der Klosterschule und kehrt in den Schoß der Familie zurück, die auf kleinem Raum zusammen gedrängt lebt. Um sich von seinem großen linksorientierten Bruder Manrico abzugrenzen, schließt sich der Jüngere den Faschisten an, für die Mutter hat er "den Teufel im Leib". Noch Jahre später leben Kommunist und Faschist notgedrungen in der elterlichen Wohnung. Während Manrico als jugendlicher Arbeiterführer bei den Mädels punktet und die schöne Genossin Francesca becirct, büffelt Accio Mathematik fürs Studium. Die Brüder liefern sich Prügel und Streitgespräche, halten aber zusammen, wenn's sein muss. Und irgendwann kapiert der junge Faschist, der anfänglich die "Ehre des Vaterlandes wiederherstellen" möchte, dass er ideologisch in die falsche Richtung galoppiert. Basierend auf Antonio Pennacchis Roman "Il Fasciocommunista" erzählt Daniele Luchetti eine Familiengeschichte eingebettet in den politischen Kontext Italiens, mischt augenzwinkernd Romanze, Komödie und Tragödie, bleibt immer nahe an seinen nicht nur mit den Problemen des Erwachsenwerden kämpfenden Protagonisten. Die Gesellschaftspolitik im Umbruch dient als Folie für die Suche nach dem eigenen Weg, der eigenen Standortbestimmung in einer Zeit des Wandels - zu der es 1968 auch gehörte, bei der Neunten Sinfonie von Beethoven den Namen Mao Tse Tung mit melodischer Inbrunst zu intonieren, oder als Revolutionär in Radikalität abzudriften. Durch den Einsatz mehrerer Kameras, die manchmal den Eindruck einer Live-Reportage erwecken, überzeugen die Darsteller durch freies und offenes Spiel. Die schauspielerische Performance ist das Salz in der Suppe des mit fünf Donatellos ausgezeichneten Überraschungserfolgs. Frauenliebling Riccardo Scamarcio und Elio German, europäischer Shooting Star der diesjährigen Berlinale, funktionieren großartig als Brüderpaar. Das italienische Kino lebt. mk.
| Darsteller: | Elio Germano | als Accio | |
|---|---|---|---|
| Riccardo Scamarcio | als Manrico | ||
| Diane Fleri | als Francesca | ||
| Alba Rohrwacher | als Violetta | ||
| Angela Finocchiaro | als Accios Mutter | ||
| Massimo Popolizio | als Accios Vater | ||
| Luca Zingaretti | als Mario Nastri | ||
| Anna Bonaiuto | als Bella | ||
| Ascanio Celestini | als Vater Cavalli | ||
| Claudio Botosso | als Prof. Montagna | ||
| Ninni Bruschetta | als Bambacci | ||
| Regie: | Daniele Luchetti | ||
| Buch: | Daniele Luchetti | ||
| Sandro Petraglia | |||
| Stefano Rulli | |||
| Musik: | Franco Piersanti | ||
| Kamera: | Claudio Collepiccolo | ||
| Produzent: | Marco Chimenz | ||
| Giovanni Stabilini | |||
| Riccardo Tozzi | |||
Mein Bruder ist ein Einzelkind in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Italienisch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 16:9
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