DVD Leihvideo

Mein Bruder ist ein Einzelkind

Warmherzig-ironische Rückschau auf die 60er und 70er Jahre und die Hassliebe zweier Brüder, ihre privaten und politischen Leidenschaften und Irrtümer.


Mein Bruder ist ein Einzelkind

Leihvideo

Erhältlich seit:
07.11.2008

Originaltitel: Mio fratello è figlio unico

Drama/ Komödie

Italien 2007
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 12

Elio Germano
Riccardo Scamarcio
Diane Fleri

Regie: Daniele Luchetti
good!movies

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
In einer packenden Rückschau balgen sich zwei gegensätzliche Brüder über zwei Jahrzehnte hinweg hingebungsvoll um eine hinreißende Frau.

Eine Frau sorgt für Liebe und Ärger (Foto: Kool (Central)) Großansicht

Eine Frau sorgt für Liebe und Ärger (Foto: Kool (Central))

Eine wilde Polit- und Lebensgeschichte: Manrico (Riccardo Scamarcio), Frauenschwarm und Sozialist, und sein jüngerer Bruder Accio (Elio Germano), der erst als Schwarzhemd gegen den Strich bürstet und dann als Rebell die Welt verändern möchte, lieben und hassen sich, kämpfen nicht nur um ideologische Bastionen, sondern vor allem um eine wunderbare Frau, die sich nicht entscheiden kann - bis sich die Konflikte eines Tages entladen.

Diese Tragikomödie aus den 60er und 70er Jahren ist ein spannender Mix aus Liebe, Lust und Leidenschaft, hysterisches Family-Life und Erwachsenwerden in einer Zeit von Umbruch und Chaos.

Zwei Brüder im Konkurrenzkampf (Foto: Kool (Central)) Großansicht

Zwei Brüder im Konkurrenzkampf (Foto: Kool (Central))

So ist Italien!

Da wird geweint, gelacht und gestritten, dass die Leinwand bebt, und durch alle Widrigkeiten zusammengehalten. Im Mittelpunkt stehen Menschen und ihre radikalen Gefühle. Bella Italia, wie es liebt und lebt. Unwiderstehlich!

Mein Bruder ist ein Einzelkind

Warmherzig-ironische Rückschau auf die 60er und 70er Jahre und die Hassliebe zweier Brüder, ihre privaten und politischen Leidenschaften und Irrtümer.

Um es vorweg zu sagen: Trotz Konzentration auf fast zwei Jahrzehnte italienische Politik ist der Film nicht wirklich politisch, im Fokus stehen zwei scheinbar gegensätzliche Brüder, die erst sehr spät merken, dass sie sich sehr ähnlich sind. Da wird sich lautstark gestritten und gebalgt, geschrieen und getobt, gelitten und geliebt, wie es nur Italiener können, die ob ihres exzessiven Gefühls kühle Nordeuropäer in Staunen versetzen.

In Latina, einem kleinen von Mussolini gegründeten Städtchen ist 1962 die Welt nicht mehr ganz in Ordnung. Klein-Accio fliegt von der Klosterschule und kehrt in den Schoß der Familie zurück, die auf kleinem Raum zusammen gedrängt lebt. Um sich von seinem großen linksorientierten Bruder Manrico abzugrenzen, schließt sich der Jüngere den Faschisten an, für die Mutter hat er "den Teufel im Leib". Noch Jahre später leben Kommunist und Faschist notgedrungen in der elterlichen Wohnung. Während Manrico als jugendlicher Arbeiterführer bei den Mädels punktet und die schöne Genossin Francesca becirct, büffelt Accio Mathematik fürs Studium. Die Brüder liefern sich Prügel und Streitgespräche, halten aber zusammen, wenn's sein muss. Und irgendwann kapiert der junge Faschist, der anfänglich die "Ehre des Vaterlandes wiederherstellen" möchte, dass er ideologisch in die falsche Richtung galoppiert. Basierend auf Antonio Pennacchis Roman "Il Fasciocommunista" erzählt Daniele Luchetti eine Familiengeschichte eingebettet in den politischen Kontext Italiens, mischt augenzwinkernd Romanze, Komödie und Tragödie, bleibt immer nahe an seinen nicht nur mit den Problemen des Erwachsenwerden kämpfenden Protagonisten. Die Gesellschaftspolitik im Umbruch dient als Folie für die Suche nach dem eigenen Weg, der eigenen Standortbestimmung in einer Zeit des Wandels - zu der es 1968 auch gehörte, bei der Neunten Sinfonie von Beethoven den Namen Mao Tse Tung mit melodischer Inbrunst zu intonieren, oder als Revolutionär in Radikalität abzudriften. Durch den Einsatz mehrerer Kameras, die manchmal den Eindruck einer Live-Reportage erwecken, überzeugen die Darsteller durch freies und offenes Spiel. Die schauspielerische Performance ist das Salz in der Suppe des mit fünf Donatellos ausgezeichneten Überraschungserfolgs. Frauenliebling Riccardo Scamarcio und Elio German, europäischer Shooting Star der diesjährigen Berlinale, funktionieren großartig als Brüderpaar. Das italienische Kino lebt. mk.

Darsteller:  Elio Germano   als Accio
  Riccardo Scamarcio   als Manrico
  Diane Fleri   als Francesca
  Alba Rohrwacher   als Violetta
  Angela Finocchiaro   als Accios Mutter
  Massimo Popolizio   als Accios Vater
  Luca Zingaretti   als Mario Nastri
  Anna Bonaiuto   als Bella
  Ascanio Celestini   als Vater Cavalli
  Claudio Botosso   als Prof. Montagna
  Ninni Bruschetta   als Bambacci
 
Regie:  Daniele Luchetti  
Buch:  Daniele Luchetti  
  Sandro Petraglia  
  Stefano Rulli  
Musik:  Franco Piersanti  
Kamera:  Claudio Collepiccolo  
Produzent:  Marco Chimenz  
  Giovanni Stabilini  
  Riccardo Tozzi  
 

Mein Bruder ist ein Einzelkind in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features