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Mein Bruder Kain

Vor Jahren wurde Carter Nix von seinem Vater in einer Gruppe mit vier weiteren Kindern zu Versuchszwecken mißbraucht. Als Erwachsener lebt er in dem Wahn, seinem Vater erneut vier Kinder bringen zu müssen. Dabei schreckt der schizophrene Carter auch vor Mord nicht zurück. Doch dafür schickt Carter sein Alter ego Kain vor.


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Erhältlich seit:
16.06.2003

Originaltitel: Raising Cain

Thriller

USA 1992
Laufzeit: 89 Min.
FSK: ab 16

John Lithgow
Lolita Davidovich
Steven Bauer

Regie: Brian De Palma
Universal Pictures Germany

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Mein Bruder Kain

Vor Jahren wurde Carter Nix von seinem Vater in einer Gruppe mit vier weiteren Kindern zu Versuchszwecken mißbraucht. Als erwachsener Mann lebt er in dem Wahn, seinem Vater erneut vier Kinder sammeln zu müssen. Dabei schreckt der in zahlreiche Persönlichkeiten aufgespaltene Carter auch vor Mord, wenn es sein muß an der eigenen Ehefrau, nicht zurück. Doch dafür schickt Carter sein Alter ego Kain vor.

Einen schmalen Grat zur Selbstparodie wandert Thriller-Spezialist Brian De Palma ("Der Tod kommt zweimal") in dieser wilden Thrillerfarce. Dabei zitiert er nicht mehr nur sein Vorbild Hitchcock, sondern auch sich selbst. Die furiose Kamaeraarbeit macht die Löcher der undurchsichtigen Handlung wieder wett. Herausragend ist dabei das Spiel von John Lithgow (in Kürze in "Cliffhanger" zu sehen), der in fünf Rollen brilliert.

Mein Bruder Kain

Nach dem eher bescheidenen Abschneiden von "Fegefeuer der Eitelkeiten" (15,4 Millionen Dollar) verfolgt Brian De Palma eine Politik, die er bereits nach "Scarface" mit "Der Tod kommt zweimal" praktizierte. Mit "Mein Bruder Kain" ließ der eigenwillige Filmemacher auf eine teure Produktion erneut einen kleinen Film folgen, mit dem er sich auf vertrautem Thriller-Terrain bewegt. Dabei treibt Brian DePalma das Verwirrspiel mit dem Zuschauer in absurde Höhen. Fast scheint es, als parodiere der Hitchcock-Epigone sich selbst und amüsiere sich dabei prächtig, dem Zuschauer den Atem zu rauben und ihn gleichzeitig dabei auf den Arm zu nehmen.

Seine Geschichte ist ein einziges Vexierspiel, bei dem der Zuschauer ständig zwischen Visionen, Alpträumen und Realität unterscheiden muß, will er der Handlung folgen. Diese wird weitgehend vom Standpunkt eines Geisteskranken erzählt, was im Verein mit der Nebenhandlung vom Seitensprung der Gattin eine bewußt kompliziert gehaltene Handlungsstruktur bedingt. John Lithgow ("Ricochet - Der Aufprall") spielt in einer Fünffachrolle den psychisch vielfach gespalteten Charakter Carter Nix und alle seine halluzinierten Alter egos. Carter wurde von seinem Vater Dr. Nix vor 20 Jahren zu Studienzwecken in eine Kontrollgruppe von vier weiteren, gekauften Kindern gesteckt und nahm daran sichtbaren Schaden. Als Erwachsener glaubt Carter, sein Vater sei zurückgekehrt, und er müsse mit seinem Zwillingsbruder Cain dafür sorgen, daß das Experiment noch einmal stattfinden kann. Neben seinem eigenen Kind raubt er andere Kinder, deren Mütter bzw. Babysitter er brutal ermordet. Der Stoff bietet DePalma reichlich Gelegenheit, sich vor Vorbildern wie Orson Welles ("Im Zeichen des Bösen"), Hitchcock ("Psycho" vor allem) und Michael Powell ("Peeping Tom") zu verbeugen. Souverän setzt er sein Markenzeichen ein, die freischwebend dahingleitende Kamera, die elegant todesumwehte Figuren umfließt und neugierig in Fahrstühle lugt, die mörderischen Fallen gleichen. Damit weiß De Palma diesmal den Zuschauer jedoch weniger zu fesseln, als mit dem fast statisch abgelichteten Verhör des gestörten Täters durch eine Polizeipsychologin. In dieser Szene erreicht er auch ohne ästhetische Mätzchen eine filmische Intension, bei der sich einem unwillkürlich die Nackenhaare sträuben. Hier scheint die Realität eines authentischen Krankheitsbildes durch, die weit entfernt ist von der Effektehascherei eines Kinokonstrukts. gas.

Darsteller:  John Lithgow  
  Lolita Davidovich  
  Steven Bauer  
  Frances Sternhagen  
  Gregg Henry  
  Tom Bower  
  Mel Harris  
  Teri Austin  
  Gabrielle Carteris  
  Barton Heyman  
  Amanda Pombo  
  Kathleen Callan  
 
Regie:  Brian De Palma  
Buch:  Brian De Palma  
Musik:  Pino Donaggio  
Kamera:  Stephen H. Burum  
Produzent:  Gale Anne Hurd  
 

Fassungen

 

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Features

 

Star

John Lithgow

Amerikanischer Schauspieler, Autor, Komponist und Golden-Globe-Preisträger. Renommierter Charakterdarsteller mit Vorlieben für gespaltene,...