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Mein Freund, der Wasserdrache

In der historischen Realität von 1940 angesiedeltes Fantasy-Abenteuer.


Mein Freund, der Wasserdrache

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Erhältlich seit:
12.06.2008

Originaltitel: The Water Horse: Legend of the Deep

Abenteuer/ Fantasy

USA 2007
Laufzeit: 107 Min.
FSK: ab 6

Emily Watson
Ben Chaplin
Alex Etel

Regie: Jay Russell
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Wie hütet man ein Geheimnis, das so groß ist? Eine Legende erwacht zum Leben, aufwendig in Szene gesetzt vom Team von "Die Chroniken von Narnia".

Noch passt Crusoe in die Badewanne (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Noch passt Crusoe in die Badewanne (Foto: Sony Pictures)

Eines Tages entdeckt der kleine Angus (Alex Etel) beim Spielen am Seeufer einen Gegenstand, der einem großen Ei ähnelt. Neugierig nimmt er das merkwürdige Fundstück mit nach Hause und versteckt es im Schuppen vor seiner Mutter (Emily Watson).

Als daraus schon bald eine kleine Kreatur schlüpft, die noch dazu einen gesunden Appetit aufweist, staunt er nicht schlecht. Angus füttert das Tierchen durch und tauft es auf den Namen Crusoe. Durch die gute Pflege wächst sich der Kleine schnell zu einem veritablen Wasserdrachen aus, der weit mehr Platz braucht, als Angus ihm bieten kann.

Aus dem kleinen Ei ist ein riesen Tier geworden (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Aus dem kleinen Ei ist ein riesen Tier geworden (Foto: Sony Pictures)

Mythos mit Effektzauber

Der Kinderbuchklassiker von Dick King-Smith ("Ein Schweinchen namens Babe") handelt vom Mythos des Ungeheuers von Loch Ness. Das Team von "Die Chroniken von Narnia" bringt ihn mit großem Aufwand und tatkräftiger Unterstützung der "Herr der Ringe"-Effektzauberer ins Kino.

Mein Freund, der Wasserdrache

Fantasy, die nicht in Auenländern oder in den Parallelwelten von Wandschränken stattfindet, sondern in die historische Realität der 1940er Jahre verpflanzt wurde, ist Jay Russells Kinderbuchverfilmung um ein Loch-Ness-Monster.

Wie schon die unter dem Eindruck der Naziherrschaft entstandenen "Herr der Ringe" und "Die Chroniken von Narnia", befasst sich auch die 1990 veröffentlichte Vorlage des britischen Kinderbuchautors Dick King-Smith, "Das kleine Seeungeheuer", mit einem den Alltag verdunkelnden Krieg. Dieser bleibt kein diffuser Hintergrund, sondern bereitet speziell in der Filmversion Sorgen, mit denen sich Jay Russell ("Mein Hund Skip") sorgfältig befasst. Deutlich führt er die Schrecken von Militarismus und entbehrungsreichen Zeiten vor, beginnt bei dem schottischen Jungen Angus (Alex Etel), der nicht wahrhaben will, dass sein Vater als Soldat starb und sich in bewegenden Szenen an gemeinsame Stunden erinnert. Beim Muschelsuchen am postkartentauglichen Meeresküstenidyll nimmt er einen straußeneigroßen Stein mit in die väterliche Werkstatt. Anderntags schlüpft daraus ein munteres Echsenbaby, das sich als unbändiger amphiber Vielfraß mit rasantem Wachstum entpuppt. Wie ein "E.T." hütet Angus das Geheimnis des Mini-Ungeheuers, muss aber bald seine Schwester und den neu angestellten Handwerker Lewis (Ben Chaplin) einweihen, der das Tier als mythisches Seeungeheuer identifiziert. Der Kriegsversehrte stellt sich dabei als liebevoller Ersatzvater heraus, während Angus Mutter Anne (Emily Watson) mit einem Trupp Soldaten beschäftigt ist, die sich in ihrem Herrenhaus einquartieren. Damit droht dem tapsigen Wicht folgenschwere Entdeckung, zumal unter dem Kommando von Captain Hamilton (David Morrissey) Bluthunde - menschliche wie tierische - miteinziehen, und die Soldateska unter akuter U-Boot-Paranoia leidet und stets den braunen Feind wittert. Ein Kampf auch um die richtige Erziehung des Jungen nimmt seinen Lauf, hier Hamiltons militärische Drilldisziplin, da Lewis' empathischer Sanftmut - wobei kein Zweifel besteht, welcher Methode Russells Sympathie gilt: Fantasie und Freiheit. Was auch die Trennung für Angus und dem bald haushohen Wasserdrachen bedeutet, denn der braucht die angrenzende Meeresbucht, um sich zum Schwimmspezialisten zu entwickeln. Das bringt die schießwütigen U-Boot-Jäger auf den Plan, die mit Schnellbooten und Artillerie auf Abfangjagd gehen, dabei Momente von "Der weiße Hai" und "King Kong" beschwören, bevor das Abenteuer eine "Free Willy"-Wende nimmt. Ähnliche Einfühlsamkeit hatte auch eine andere Produktion von Walden Media, "Die Brücke nach Terabithia", bewiesen, um mit der Macht der Fantasie ernste Probleme zu bändigen. Diesmal wurde ein Mythos in die Realität versetzt, um doch ein Märchen zu erzählen, das sich an alle Altersschichten wendet und dafür einen Spagat in Kauf nimmt: Im zweiten Abschnitt toben sich die Effektzauberer von WETA nach Belieben aus und bieten nach der geradezu altmodischen ersten Hälfte viel zeitgemäße Action, wodurch sich ein unterhaltsamer Kontrast bildet.

tk.

Mein Freund, der Wasserdrache

Beim Muschelsuchen am Ufer eines Sees findet der kleine Angus eines Tages einen merkwürdigen Gegenstand, der einem großen Ei ähnelt. Ohne zu wissen, um was genau es sich dabei handelt, nimmt er es mit nach Hause und versteckt es im Schuppen. Am nächsten Morgen macht der Junge jedoch eine überraschende Entdeckung: Aus dem eiförmigen Ding ist eine kleine Kreatur geschlüpft! Angus beginnt sofort damit, das stets hungrige Tierchen liebevoll aufzupäppeln und tauft seinen neuen, sanftmütigen Freund auf den Namen Crusoe. Rasch wächst der quirlige kleine Kerl zu einem großen Wasserdrachen heran, einem Fabelwesen, das man in Schottland eigentlich nur aus Mythen und Legenden kennt - und macht es Angus damit immer schwerer, ihn im Haus vor seiner Mutter und den übrigen Bewohnern zu verbergen. So muss er Crusoe notgedrungen wieder zurück zum See bringen. Doch andere sehen die Meereskreatur als Bedrohung an und wollen Crusoe einfangen. Aber Angus lässt nichts unversucht, um seinen treuen Freund zu beschützen ...

Kurzbewertung:
Nach dem Kinderbuchklassiker von Dick King-Smith wird eine ebenso berührende wie zeitlose Geschichte erzählt, die seit Generationen die Fantasie vieler Menschen beflügelt: Die Legende des Seeungeheuers von Loch Ness. Vor der stimmungsvollen Kulisse schottischer Seenlandschaftenentstand unter der Regie von Jay Russell (Im Feuer) und produziert von den Machern von "Die Chroniken von Narnia" ein fantasievolles Abenteuer über die Kraft der Freundschaft, das die ganze Familie begeistern wird. Neben der zweifach Oscar[r]-nominierten Emily Watson (1998, Hilary And Jackie; 1996, Breaking The Waves) glänzen Alex Etel (Millions), Ben Chaplin (Der schmale Grat), David Morrissey (Entgleist) und Brian Cox (Krass). Das mit einem Oscar[r] ausgezeichnete Produzenten- und Special-Effects-Team der "Herr der Ringe"-Trilogie sorgte dafür, dass eine uralte Legende eindrucksvoll zu neuem Leben erwacht.

Quelle: Sony Pictures

Entfallene Szenen
Dokumentationen: Mythen und Legenden; Die Geschichte; Die Darsteller; Verschiedene Drehorte; Dreharbeiten im Wasser; Crusoe - Ein Wasserdrache wird geschaffen
Trailer

Quelle: Sony Pictures

Darsteller:  Emily Watson   als Anne MacMorrow
  Ben Chaplin   als Lewis Mowbray
  Alex Etel   als Angus MacMorrow
  David Morrissey   als Captain Hamilton
  Brian Cox   als Erzähler
 
Regie:  Jay Russell  
Buch:  Robert Nelson Jacobs  
Musik:  James Newton Howard  
Kamera:  Oliver Stapleton  
Produzent:  Robert Bernstein  
  Charlie Lyons  
  Barrie M. Osborne  
  Douglas Rae  
 

Mein Freund, der Wasserdrache in der Fotoshow

 

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