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Mein großer Freund Joe

Actionreiches Remake von "Panik um Kingkong", in dem der Riesengorilla sympathisch und dank Rick Baker erstaunlich "echt" gezeichnet ist.


Mein großer Freund Joe

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Erhältlich seit:
15.05.2003

Originaltitel: Mighty Joe Young

Abenteuer

USA 1998
Laufzeit: 107 Min.
FSK: ab 6

Charlize Theron
Bill Paxton
Rade Serbedzija

Regie: Ron Underwood
Buena Vista Home Entertainment

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Filmbewertung


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Die Ausstattung

Die Technik



 
Mein großer Freund Joe

Den gigantischen Gorilla Joe und dessen Menschenfreundin Jill verbindet ein gemeinsames Schicksal: In Kindheitstagen wurden ihre Mütter von Wilderern getötet. Nun droht erneut Gefahr. Denn für den Mörder Strasser ist Joe lediglich eine zoologische Sensation, die guten Profit verspricht. Diese Gefahr erkennt auch der US-Wissenschaftler Gregg O'Hara, der Joe deshalb in die Staaten mitnehmen will, um ihm in einem Reservat ein neues Zuhause zu geben. Nach anfänglichem Zögern willigt Jill ein - was sich schnell als schwerer Fehler erweist...

Ron Underwoods ("City Slickers") Abenteuerfilm versprüht jenen unschuldigen Charme, der in zynischen Zeiten wie heute selten geworden ist. Gut und böse sind klar zu unterscheiden, Held und Heldin verfallen einander und Joe, der riesengroße animatronische Sympathieträger, erinnert an seinen mißverstandenen Urahnen "King Kong". Passend dazu beschwören herrliche Landschaftsaufnahmen die unberührte Natur als einzig verbliebenen Hort in einer ansonsten zerstörten Welt. Wem hemmungslose Romantik und sanfter Nervenkitzel gefallen, der ist bei diesem - im besten Sinne - wunderbar altmodischen Disney-Werk bestens aufgehoben.

Mein großer Freund Joe

Die Kinos können sich auf haarige Zeiten gefaßt machen: Während man sich mit den angekündigten Remakes von "King Kong" und "Planet der Affen" allerdings noch gedulden muß, läßt Disney bereits jetzt in Zusammenarbeit mit RKO-Pictures in der actionreichen Neuverfilmung von "Panik um King Kong" aus dem Jahr 1949 einen randalierenden Riesengorilla auf das Publikum los. "Joe" gelingt, was die artverwandten Creature Features "Vergessene Welt: Jurassic Park " und "Godzilla" vergeblich (wenn auch nur halbherzig) anstrebten: für die respekteinflößende Naturbestie Symphatie zu erzeugen. Dabei hilft es, daß die weiße Frau dieses an sich knuffeligen, doch wenn gereizt furchterregenden Vetters von King Kong von der hinreißenden Charlize Theron ("Im Auftrag des Teufels") emotionsreich dargestellt wird und der fünf Meter große und eine Tonne schwere Joe von Rick Baker ("Greystoke - Die Legende von Tarzan, Herr der Affen", "Gorillas im Nebel") erstaunlich echt zum Leben erweckt wurde. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Gepaart mit brüllend lauten Soundeffekten verfügt dieser haarige Herr des Dschungels über eine imposante Leinwandpräsenz, während die Handlung strikt nach Routinevorgaben ausgeführt wurde.

Der Prolog zeigt die kleine Jill mit ihrer Mutter, eine Zoologin, beim Beobachten einer Gorillaherde im afrikanischen Urwald (die hawaiianische Insel Kauai sprang als Location ein). Doch Wilderer unter der Führung des Bösewichts Strasser (Rade Sherbedgia aus "The Saint") erschießen nicht nur Jills Mutter, sondern auch die Mama des niedlichen kleinen Gorillas Joe. Zwölf Jahre später sind die beiden einstigen Kinder erwachsen - Jill in Gestalt von Charlize Theron zur schönen jungen Frau und Joe zum Gorilla im Jumboformat - und noch immer ein Herz und eine Seele. Um Joe vor potentieller Gefahr zu schützen, läßt sich Jill vom Zoologen Gregg (Bill Paxton wie in "Twister" und "Titanic" ein unkonventioneller Wissenschaftler) überreden, Joe nach Los Angeles in einen Naturpark zu verfrachten. Als Strasser durch den Medienrummel auf Joe, der ihm einst zwei Finger abgebissen hatte, aufmerksam wird, ist ein Unglück nicht zu vermeiden.

Joe wird einerseits tapsig-verspielt, andererseits zähnefletschend-amoklaufend porträtiert. Im letzten Drittel des Films wütet er durch die Straßen von Los Angeles - zerstört zur Freude von einer Gruppe Teenagern einen brandneuen Mercedes, hüpft über das Hollywood-Schild, erklettert die Fassade des Mann's Chinese Theaters, hetzt durch die Aquädukte, auf denen sich auch schon Edward Furlong in "Terminator 2" auf der Flucht befand, und beendet seinen Chaostrip auf einem Jahrmarkt, wo ihn die selbstlose Rettung eines kleinen Jungen zum umjubelten Helden macht.

Für die musikalische Untermalung des von Ron Underwood gewohnt routiniert und selbstlos publikumsdienlich inszenierten Effektespektakels zeichnet James Horner verantwortlich, der für seine ausufernden Kompositionen für "Titanic" mit zwei Oscars ausgezeichnet wurde: Auch hier greift er wieder in die Vollen und verpaßt den majestätischen Aufnahmen ein entsprechend pompöses Klangbild. Da mögen manche Szenen für die Allerkleinsten vielleicht ein wenig verstörend sein, doch insgesamt wird ein generationsübergreifendes Publikum von diesem sehr familienfreundlichen Ungetüm auf kurzweilige Popcorn-Weise bestens unterhalten. ara.

Darsteller:  Charlize Theron   als Jill Young
  Bill Paxton   als Gregg O'Hara
  Rade Serbedzija   als Strasser
  Peter Firth   als Garth
  David Paymer   als Harry Ruben
  Regina King   als Cecily Banks
  Robert Wisdom   als Kweli
  Lawrence Pressman   als Dr. Baker
  Linda Purl   als Dr. Ruth Young
  Mika Boorem   als Young Jill
  John Alexander   als Mighty Joe Young
 
Regie:  Ron Underwood  
Buch:  Mark Rosenthal  
  Lawrence Konner  
Musik:  James Horner  
Kamera:  Don Peterman  
  Oliver Wood  
Produzent:  Ted Hartley  
  Tom Jacobson  
 

Fassungen

 

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Features

 

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