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Mein Stück vom Kuchen

Sozialkomödie, in der Cédric Klapisch die gegensätzlichen Welten einer Putzfrau und eines Börsenhais aufeinandertreffen lässt.


Mein Stück vom Kuchen

Leihvideo

Erhältlich seit:
17.01.2012

Originaltitel: Ma part du gâteau

Komödie/ Drama

Frankreich 2011
Laufzeit: 105 Min.
FSK: ab 12

Karin Viard
Gilles Lellouche
Audrey Lamy

Regie: Cédric Klapisch
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Mein Stück vom Kuchen

France verliert nach 20 Jahren ihren Job. Die Mutter von drei Töchtern muss als Putzfrau bei einem Börsenhai arbeiten. Der smarte Steve übersieht sie erst. Doch als sie sich liebevoll um sein Kind kümmert, nimmt er sie wahr - und sogar zu einem Geschäfts-Dinner mit. Einer gemeinsamen leidenschaftlichen Nacht folgt Ernüchterung. Nicht nur dass Steve an der Abwicklung der Fabrik beteiligt war, am Telefon prahlt er auch noch damit, die "Putze flachgelegt" zu haben. France rächt sich auf ihre Weise - und bekommt ihr Stück vom Kuchen.

Cédric Klapischs Sozialkomödie orientiert sich an Ken Loach. Erfrischend amüsant benutzt er die Realität der Finanzkrise und zeigt deutlich seine Sympathie für die "da unten" im Gegensatz zu "denen da oben". Ihre Welten schneidet er gegeneinander. Klapisch greift auch den Mythos Aschenputtel auf und führt ihn ad absurdum. Die energiegeladene Karin Viard als altruistische Putzfrau und Gille Lellouche als larmoyanter Finanzhai überzeugen auf ganzer Linie, auch wenn das Zusammentreffen ihrer beiden Figuren nicht unbedingt realistisch ist.

Mein Stück vom Kuchen

In Cédric Klapischs französischer Sozial-Komödie treffen die Welten einer Putzfrau und eines Börsenhais turbulent aufeinander.

Ken Loach auf französisch. Das ist vielleicht etwas übertrieben, aber Cédric Klapisch verehrt den englischen Regisseur und dessen Engagements für Underdogs. Und schlägt - wenn auch nicht so radikal wie sein Vorbild - in die gleiche Kerbe: die da unten beißen die Zähne zusammen und zeigen Herz, die da oben leben herzlos in Saus und Braus.

Unten angelangt ist France (nomen est omen). Als sie nach 20 Jahren wegen Fabrikschließung ihren Job in Dünkirchen verliert, wagt sich die Mutter von drei Töchtern nach Paris und findet eine Stelle als Putzfrau bei einem Börsenhai. Erst übersieht der smarte 35-Jährige das in der Riesenwohnung werkelnde Wesen, doch dann bringt die Ex plötzlich das Söhnchen für einen Monat vorbei und France kümmert sich liebevoll um Kind und Rabenvater, der ihr erklärt, wie man beim Börsenpoker fix Millionen macht. Da keine passende Dame aufzutreiben ist, begleitet sie ihn als "Russin" nach London und heitert die langweilige Dinner-Runde bei seinem Boss mit Fantasie-Akzent auf. Der leidenschaftlichen Nacht folgt Ernüchterung. Nicht nur dass der Trader an der Abwicklung der Fabrik beteiligt war, am Telefon prahlt er auch noch damit, die "Putze flachgelegt" zu haben. France rächt sich auf ihre Weise.

Klapisch spielt mit dem bei Molière wiederkehrenden Motiv des Hausmädchens, greift den Mythos des Aschenputtels auf und führt ihn ad absurdum, im Gegensatz zu "Pretty Woman" gibt es hier kein gemeinsames Happy End zwischen den Welten, die Klapisch gerne gegeneinander schneidet - glitzernde Bürotürme, sterile Wohnungen, schicke Menschen, Privatflugzeuge, Champagner und Canapés auf der einen heruntergekommene Fabrikhallen, knallbuntes Heim, demonstrierende Wutbürger, Rostlauben, Discounterfutter auf der anderen Seite. Er wohnt abgehoben im 30. Stock, sie und ihre Familie im Erdgeschoss.

Der Energie geladenen Karin Viard nimmt man sogar die überzeichnete arbeitslose Altruistin ab, wie Gille Lellouche den zynischen und manchmal larmoyanten Finanzjongleur, in dessen Geldkreisen die Bezeichnung Humanist als Beleidigung gilt. Stark vereinfachend, aber erfrischend amüsant benutzt Klapisch zwischen Drama und Komödie die Realität der Finanzkrise für eine wohl sehr unrealistische Begegnung und nimmt dabei offen Partei für die weibliche Figur, die letztendlich ihr "Stück vom Kuchen" kriegt. Entlarvende Dialoge zwischen Witz und Wahrheit sind das Sahnehäubchen. mk.

Mein Stück vom Kuchen

Als France ihren Job verliert, wagt sie den Schritt in die französiche Haupstadt und findet eine Stelle als Reinigungskraft bei dem Börsenhai Steve. Unterschiedlicher können zwei Menschen nicht sein, trotzdem entwickeln die beiden Sympathien füreinander. Als France ihren Boss auf einer Geschäftsreise nach London begleitet, verbringen sie die Nacht miteinander. Doch schon am nächsten Morgen erfährt sie, dass Steve hinter der Schließung ihrer Fabrik steckt. France wittert eine Chance, sich zu rächen...

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Karin Viard   als France
  Gilles Lellouche   als Steve
  Audrey Lamy   als Josy
  Jean-Pierre Martins   als JP
  Zinedine Soualem   als Ahmed
  Raphaële Godin   als Mélody
  Fred Ulysse   als Vater von France
  Kevin Bishop   als Nick
  Marine Vacth   als Tessa
  Flavie Bataille   als Lucie
  Tim Pigott-Smith   als Mr. Brown
  James Puddephatt   als Polizist Zack Williams
  Cédric Klapisch  
  Lunis Sakji   als Alban, Sohn von Steve
 
Regie:  Cédric Klapisch  
Buch:  Cédric Klapisch  
Musik:  Loïc Dury  
  Christophe Minck  
Kamera:  Christophe Beaucarne  
Produzent:  Bruno Levy  
 

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Cédric Klapisch

Französischer Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und Darsteller. Seine Filme sind Liebeserklärungen an das Leben und die Liebe, er hat...