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Kaufvideo
Erhältlich seit:
06.03.2009
Deutschland 2007
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 16
Wolfgang Seidenberg
Mira Gittner
Marina Anna Eich
Regie: Roland Reber
WVG Medien

Roland Rebers unabhängig finanzierte Mischung aus absurdem Theater, experimenteller Video-Installation, TV-Satire und Psychotherapiesitzung ersetzt in seiner erschlagenden Erkenntnis-Fülle ein komplettes Philosophie-Studium.
Was abseits der staatlich kontrollierten Filmförderung sprießt, muss nicht immer nur rabiater Amateur-Splatter, sondern kann auch eine bizarre Wundertüte sein, die sich mit Verve und Einfallsreichtum auf die Suche nach der verlorenen männlichen Mittelschicht-Identität begibt und dabei die Kopfkapazität des mitdenkenden Zuschauers testet. Die Reise ins Unterbewusstsein eines namenlos bleibenden Mannes (Wolfgang Seidenberg) braucht keine Narration, sondern nur den Anlass: Er hat seine kommunikationslose Ehewüste verlassen und sucht nun, auf der Straße im urbanen Niemandsland gestrandet, Anschluss bei einer Müllsammlerin (Mira Gittner), die sich Godot nennt - nur der erste Hinweis auf die Nähe zum später auch am "Rotkäppchen"-Märchen durchexerzierten experimentellen, dialektischen Theater.
Leistet der Mann mit seinen übernaiven Fragen der altklugen Godot Vorschub für reihenweise Aperçus, die tiefsinnig, hintersinnig oder sinnlos - manchmal auch alles zusammen - sind, führt ein Talkmaster (Antonio Exacoustos) in die zweite Ebene des Films: Die satirische TV-Show "Nur die Einsamkeit zählt" streift durch das Unterbewusstsein des Protagonisten, konfrontiert ihn mit den Vorwürfen seiner frustrierten Frau, der zum Sexobjekt degradierten Geliebten, seinem holocaustleugnenden Vater. Dazu gesellen sich ein alberner Freund, der dümmliche Mario-Barth-Schenkelklopfer absondert und nicht zuletzt Adolf Hitler, der aus einer Mülltonne heraus Judenwitze zum besten gibt.
Das ist freilich nichts für den schnellen, gefahrlosen Konsum, sondern ein herausfordernd stacheliges wie originelles Füllhorn, das kein Tabu kennt und sich einen Spaß daraus macht, mit psychologischer Selbsterkenntnis und philosophischen Volten die Suche nach der Wahrheit erst zu verfolgen, alsdann zu torpedieren. Existenzialismus meets Dadaismus, gespickt mit ätzenden Betrachtungen zur Medienödnis und Triebleben, erkenntnisreichen zu Geschlechterverhältnis und Dasein im Konsumkäfig. Ein brillantes, lohnenswertes Experiment, das wichtige Fragen aufwirft, statt vorschnelle Antworten zu geben. tk.
Der MANN flieht vor den ewigen Wiederholungen seines Lebens.Auf einem stillgelegten Fabrikgelände trifft er auf GODOT, die im Abfall der Stadt Zeichen in den weggeworfenen Dingen des Lebens sucht. Zusammen mit GODOT begibt sich der MANN auf eine Reise durch die Nacht und dem Müll in seinem Kopf.Er lässt sein Leben Revue passieren, zappt in teils bedrückend realen, teils surrealen Bildern voller Komik durch sein Leben wie durch die Programme unserer Medienlandschaft, die Show des Lebens. Vom Stummfilm bis zur Talkshow, vom Computerspiel bis zum Bildungsfernsehen - mit einem kritischen Augenzwinkern führt Roland Reber den Zuschauer durch unsere massenmediale Unterhaltungskultur.
Quelle: WVG Medien
| Darsteller: | Wolfgang Seidenberg | als Mann | |
|---|---|---|---|
| Mira Gittner | als Godot | ||
| Marina Anna Eich | als Frau | ||
| Sabrina Brencher | als Geliebte | ||
| Antonio Exacoustos | als Talkmaster | ||
| Wolfram Kunkel | als Großvater | ||
| Barbara Schmidt | als Mutter | ||
| Andreas Heinzel | als Freund | ||
| Sven Thiemann | als Taxifahrer | ||
| Torsten Münchow | als Vater | ||
| Regie: | Roland Reber | ||
| Buch: | Roland Reber | ||
| Musik: | Wolfram Kunkel | ||
| Kamera: | Jürgen Kendzior | ||
| Bene Zirnbauer | |||
| Mira Gittner | |||
| Produzent: | Patricia Koch | ||
| Marina Anna Eich | |||
| Roland Reber | |||
Mein Traum oder Die Einsamkeit ist nie allein in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Entfallene Szenen, Alternatives Ende, Outtakes, Making of, Kinotour, Trailer
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