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Mein verschärftes Wochenende

Respektlose Teeniekomödie im Stil von "American Pie" über zwei gegensätzliche Brüder, die ein turbulentes Wochenende verleben.


Mein verschärftes Wochenende

Leihvideo

Erhältlich seit:
02.11.2006

Originaltitel: The Long Weekend

Komödie

Kanada 2005
Laufzeit: 86 Min.
FSK: ab 16

Chris Klein
Brendan Fehr
Chandra West

Regie: Pat Holden
Universal Pictures Germany

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Weil Sex bei (fast) allen Sorgen hilft, lassen's zwei Brüder so richtig krachen.

Eddy ist am Boden zerstört, und Cooper eilt zu Hilfe (Foto: UIP) Großansicht

Eddy ist am Boden zerstört, und Cooper eilt zu Hilfe (Foto: UIP)

Es kommt gerade knüppeldick für den lieben, aber etwas unbeholfenen Eddy Waxman (Brendan Fehr): Erst lässt ihn seine Freundin sitzen, dann wackelt auch noch sein Job in der Werbeagentur. Wenn er sich nicht übers Wochenende eine hervorragende Kampagne einfallen lässt, kann er seine Sachen packen.

Mitten im Gefühlschaos taucht auch noch sein sexbesessener Bruder Cooper (Chris Klein) auf und will ihn zum Trost mit ein paar heißen Ladies verkuppeln. Schließlich lässt sich doch jedes Problem mit Frauen, Spaß und Partys lösen - denkt zumindest der unbedarfte Schwerenöter.

Ein Besuch im Stripclub und schon ist die Welt wieder in Ordnung (Foto: UIP) Großansicht

Ein Besuch im Stripclub und schon ist die Welt wieder in Ordnung (Foto: UIP)

Lass es krachen!

In letzter Zeit ist es ein wenig ruhiger geworden um das nach "American Pie" so beliebte Subgenre der mit Sexwitzen gespickten Bad-Taste-Teeniekomödie. In "Mein verschärftes Wochenende" geht's jedoch wieder respektlos rumswums zur Sache. Mit Gags bis zum Abwinken und "American Pie"-Star Chris Klein diesmal in einer Art Stifler-Rolle gibt Regisseur Pat Holden sein Debüt.

Mein verschärftes Wochenende

Wer glaubt, dass mit "American Pie" die Bad-Taste-Teenkomödie ihren geschmacklosen Höhepunkt erreicht hat, sieht sich getäuscht - es geht durchaus noch deftiger. Wie der britische Clip-Regisseur Pat Holden in seinem Spielfilmdebüt beweist.

Am Anfang stehen verwackelte, grobkörnige und leicht unscharfe home movies: masturbierende, ejakulierende und sich erleichternde Tiere, Kinder, die vor einen Baum laufen, Tantchen, die rückwärts ins Blumenbeet stolpert und Opa, der plötzlich ohne Hose da steht... klassische Primetime-Unterhaltung, bekannt von den einschlägigen Privatsendern. Dazu erzählt Cooper - "American Pie"-Heroe Chris Klein - zunächst aus dem Off von seinem großen Bruder Ed, einem liebenswerten Loser, der die Welt nur durchs Videokamera-Objektiv kennt. Aus der Berufung wird Beruf, Hobby-Filmer Ed eine große Nummer im Werbegeschäft. Bis er seine Freundin beim Fremdgehen erwischt. Die gibt ihm daraufhin frech den Laufpass und mit seiner Kreativität im Job ist's vorbei. Den drohenden Rausschmiss kann Ed nur noch verhindern, wenn er am Montag Morgen eine sensationelle Kampagnenidee präsentiert. Schwierig, weil Cooper ausgerechnet für dieses Wochenende als Geburtstagsüberraschung eine Sex- und Sauftour organisiert hat.

Was sich wie eine Art Plot liest, entpuppt sich in Wahrheit als grob geknüpfter Handlungsstrang, der lediglich dazu dient, in kürzester Zeit möglichst viele Unappetitlichkeiten abzufeiern. Sperma wird geschluckt, geschleckt und geschleudert, Unterhemden halten in entsprechend gebräunten Toiletten als Klopapier her und zwecks Anmache wird auch schon Mal kräftig in den Aufzug gefurzt. Die Brüste der Damen wippen beim Sex offenherzig, nackte Popos bewegen sich bei selbigen schneller als Jockeys beim Kentucky Derby und eine Stripperin trägt eine Schambehaarung zur Schau, die weiland Angela Davis an ihrem Afro hätte zweifeln lassen. Die Gags sind weitgehend bekannt, nur so drastisch wie hier wurden sie noch nie gezeigt. Als "Kommentar" fungieren immer wieder zwischengeschnittene "America's Funniest Home Videos" - freilich nur die, die nie über den Bildschirm flimmern durften. Wir lernen: der Mensch ist ein Tier.

Regisseur Pat Holden und sein Team nehmen den schlechten Geschmack einen Schritt weiter. Wohl zur Freude der diesbezüglich verwöhnten Teenager-Zielgruppe, die auch mit dem Personal bestens vertraut sein dürfte: die Schlampe, die Verklemmte, die Zicke, der Versager, der Maulheld und schließlich der achiever, der Über-"Stifler", den Klein als höchst schlitzohriges Party-Tier mit viel Lust und Laune gibt. Überhaupt scheinen die Darsteller allesamt mit Spaß bei der Sache, erweisen sich als Meister in Sachen Kalauer und Flatulenz. Wer sich über diese Art Film erbost, ist ein "Jackass" - und hartgesottene Fans der gleichnamigen TV-Show kommen ganz sicher auf ihre Kosten. geh.

Darsteller:  Chris Klein   als Cooper
  Brendan Fehr   als Ed Waxman
  Chandra West   als Kim
  Craig Fairbrass   als Frank
  Paul Campbell   als Roger
  Cobie Smulders   als Ellen
  Kristina Copeland   als Mrs. Waxman
  Chelan Simmons   als Susie
  Evangeline Lilly   als Leiche
  Angelika Libera   als Jo
 
Regie:  Pat Holden  
Buch:  Tad Safran  
  Matt Manfredi  
Musik:  David A. Hughes  
Kamera:  Brian Pearson  
Produzent:  Paul Brooks  
  Shawn Williamson  
 

Mein verschärftes Wochenende in der Fotoshow

 

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Features

 

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Chris Klein

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Kanadische Schauspielerin, Serienstar und Model. Brünette Schönheit mit Sommersprossen, wurde Evangeline Lilly auf Anhieb für die Serie...