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Meine Frau, unsere Kinder und ich

Ein Focker zum Fest! Zum dritten Mal kollidieren Ben Stiller und Robert DeNiro komisch und damit der Stolz des Focker-Clans mit seinem kontrollsüchtigen Schwiegervater.


Meine Frau, unsere Kinder und ich

Leihvideo

Erhältlich seit:
05.05.2011

Originaltitel: Little Fockers

Komödie

USA 2010
Laufzeit: 98 Min.
FSK: ab 6

Robert De Niro
Ben Stiller
Owen Wilson

Regie: Paul Weitz
Paramount Home Entertainment

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Meine Frau, unsere Kinder und ich

Nach vielen Jahren endloser paranoider Prüfungen scheint es Greg Focker geschafft zu haben. Sein erzkonservativer misstrauischer Schwiegervater respektiert ihn endlich, vertraut ihm sogar die Führung der Familie an, sollte ihn sein krankes Herz einmal für immer im Stich lassen. Doch der Focker-Frieden ist beendet, als Jack Byrnes Fockers berufliche Beziehung zu einer attraktiven Pharmavertreterin missversteht und in der Folge den über die Jahre entspannten Schwiegersohn wieder unter Strom setzt.

Unter dem neuen Regisseur Paul Weitz ("Reine Chefsache") setzt auch der dritte Teil des Focker-Franchises auf das alte Erfolgsrezept, das Komische im Peinlichen auszukosten. Somit spielen Slapstick und Situationskomik wieder eine übergeordnete Rolle, konzentriert sich die Komödie ganz auf die Rivalität zwischen Robert De Niro und Ben Stiller, ohne Stiller, wie in den Vorgängerfilmen geschehen, endlos zu demütigen. Seine Figur wirkt gereift, der Humor des Films aber immer noch kindlich - zur Freude der Focker-Fans.

Meine Frau, unsere Kinder und ich

Unter dem neuen Regisseur Paul Weitz ("Reine Chefsache") zeigt Hollywoods populärste Kinosippe Linientreue zum alten Erfolgsrezept, das Komische im Peinlichen zum Spaß des Zuschauers auszukosten. Aller Erwartungen zum Trotz wirkt Ben Stillers in den Vorgängerfilmen chronisch gedemütigter Krankenpfleger endlich eine Spur gereift und in der Lage, seinem paranoiden und erzkonservativen Schwiegervater die Stirn zu bieten. Das Verhältnis von "El Stiffo" zum Schwiegersohn scheint zu Beginn ungewöhnlich entspannt und gipfelt in einer angekündigten Machtübergabe, als der herzgeschwächte DeNiro Vorbeitungen für seine Nachfolge trifft und Stiller zum "Godfocker" ernennt. Diese Prämisse böte komischen Spielraum, wenn etwa nun Focker aus seinem Schatten treten, Paten-ähnliche Züge und damit Autorität, ja sogar einen Bedrohungsfaktor entwickeln würde - mit allen Nebenwirkungen für sein dann wohl entsetztes Umfeld inklusive.

Diesen Weg aber geht das Skript nicht, konstruiert stattdessen eine fortschreitende Demontage des neu gewonnenen Status' durch ein Misstrauens- und Verwechslungsszenario, das den Kalten Krieg zwischen Focker und Byrnes wieder anheizt. Katalysator dafür ist Jessica Albas verführungsmotivierte Pharmavertreterin Andi Garcia, die ob ihres männlichen Vornamens DeNiro zunächst an der sexuellen Orientierung von Focker, später dann ob ihrer weiblichen Attribute an seiner Treue zweifeln lässt.

Durch die so wieder geschwächte Position Fockers bringt sich auch sein ewiger Rivale Kevin (Owen Wilson) wieder in Stellung. Neben dem Running Gag von Kevins schier unbegrenzten irdischen Fähigkeiten und kosmischen Sensibilitäten entwirft das Drehbuch die vertrauten Peinlichkeitsspitzen für Focker, der zum Thanksgiving-Puter verletzt den Bluter gibt, seinen Schwiegervater unter einer Wagenladung Sand begräbt und dessen tabletteninduzierte Dauererektion selbst mit einer Spritze in die Problemzone beseitigen muss. Slapstick und Situationskomik, Markenzeichen des Focker-Franchises, dürfen die Focker-Fans also auch vom dritten Teil erwarten, der sich ungeachtet des Originaltitels "Little Fockers" klugerweise nicht auf die Jüngsten, sondern auf die Beziehung zwischen Stiller und DeNiro konzentriert. So sind die beiden Männer eigentlich die komischen Kleinkinder, obwohl auch Teil 3 wie schon die Vorgänger das Potenzial dieses Duells nicht ausspielt. Verglichen damit geben die Focker-Oldies, Barbra Streisand und Dustin Hoffman, nur ein kurzes Gastspiel - wie auch Harvey Keitel, der sich viele Jahre nach "Taxi Driver" wieder mit DeNiro anlegen muss. Dieses Mal allerdings ohne bleibende Schäden, die auch der amüsierte Focker-Fan hier nicht befürchten muss. kob.

Darsteller:  Robert De Niro   als Jack Byrnes
  Ben Stiller   als Greg Focker
  Owen Wilson   als Kevin Rawley
  Dustin Hoffman   als Bernie Focker
  Barbra Streisand   als Rozalin Focker
  Blythe Danner   als Dina Byrnes
  Teri Polo   als Pam Focker
  Jessica Alba   als Andi Garcia
  Laura Dern   als Prudence
  Colin Baiocchi   als Henry Focker
  Daisy Tahan   als Samantha Focker
 
Regie:  Paul Weitz  
Buch:  John Hamburg  
  Larry Stuckey  
Musik:  Stephen Trask  
Kamera:  Remi Adefarasin  
Produzent:  Robert De Niro  
  Jay Roach  
  Jane Rosenthal  
  John Hamburg  
 

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