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Meister der Verwandlung

Schräge Comedy um einen Verkleidungskünstler, der seine Fähigkeiten nutzen muss, um seinen entführten Vater zu retten.


Meister der Verwandlung

Leihvideo

Erhältlich seit:
16.12.2003

Originaltitel: Master of Disguise

Komödie

USA 2002
Laufzeit: 82 Min.
FSK: ab 6

Dana Carvey
Jennifer Esposito
Harold Gould

Regie: Perry Andelin Blake
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Meister der Verwandlung

Pistachio Disgusey, tölpelhafter Kellner im Restaurant seines Vaters Fabrizio zu Palermo, ahnt nicht, dass er der jüngste Spross einer traditionsreichen Sippe von Superhelden und Verkleidungskünstlern ist - bis Daddy eines Tages vor seinen Augen entführt wird und ein bis dato unbekannter Großvater ihn zum Meister der Tarnung ausbildet. Solchermaßen gewappnet nimmt Pistachio den Kampf mit Superbösewicht Bowman auf. Der zwingt Fabrizio, der Reihe nach die größten Kulturschätze der Welt zu stehlen.

Holzhammerhumor der Marke "Wenn Sie der Vater meines Vaters sind, dann bin ich ja Ihre Schwester!" sowie Flatulenzen und Gesäßumfänge als Running Gag prägen die von keinerlei Tiefgang beleckte Slapstickantwort auf den grassierenden Superheldenboom aus Adam Sandlers Happy-Madison-Produktion. Dana Carvey, einst an der Seite des erfolgreicheren Mike Myers blonde Hälfte des "Wayne's World"-Duos, grimassiert sich tapfer durch das episodisch strukturierte Geschehen.

Meister der Verwandlung

Nachdem eine Woche zuvor sein ehemaliger "Saturday Night Live"-Kollege und "Wayne's World"-Kostar Mike Myers mit dem dritten "Austin Powers"-Sequel das US-Boxoffice eroberte, tritt nun Improvisationskomiker Dana Carvey mit seiner kleinkindertauglichen Familienkomödie an den Start. Die als bilderbuchbunte Verkleidungsrevue angelegte Krimigroteske ist ganz auf ihren Hauptdarsteller zugeschnitten und gibt Carvey Gelegenheit, in eine Vielzahl von verrückten Figuren zu schlüpfen, die vom debilen Schildkrötenmann über eine zänkische alte Dame hin zu einem wandelnden Kuhfladen reichen.

Wie bei der Agentenparodie von Spezi Myers wird mit diversen, wenn auch wesentlich unspektakuläreren, Starcameos aufgewartet, so hat beispielsweise Bo Derek als sie selbst einen Auftritt im Prolog. Darin wird die lange Feindschaft zwischen dem Verwandlungskünstler Fabrizzio Disguisey (James Brolin) und dem Ganoven Bowman (Star Trekker Brent Spiner erhält als blähungsgebeutelter Bösewicht die größten Lacher) begründet. Einige Jahre später geht's mit der eigentlichen Handlung weiter: Frabrizzio führt jetzt ein italienisches Restaurant, in dem sein tollpatschiger Sohn Pistachio (Carvey) als Kellner tätig ist. Erst als seine Eltern von Bowman entführt werden und sein lange verschollener Großvater auf den Plan tritt, erfährt er von der Familientradition der perfekten Verkleidung. Diese wird ihm vom Opa umgehend beigebracht, und anschließend wird Pistachio mit der alleinstehenden Mutter Jennifer (Jennifer Esposito) eine attraktive Assistentin als (im Vergleich zu ihm) kluger Kopf zur Seite gestellt. Dabei findet Newcomerregisseur Perry Blake Gelegenheit, eine Prise Sentimentalität im Stile von "Big Daddy" einzustreuen. Das überrascht nicht weiter, denn bei Blake handelt es sich um den Produktionsdesigner sämtlicher Komödien von Adam Sandler, der hier als ausführender Produzent fungiert. Hauptdarsteller Carvey, der in Zusammenarbeit mit "Rent-A-Man"-Autor Harris Goldberg auch das Drehbuch verfasste, stellt zunächst seine beträchtlichen Imitationskünste (bei "SNL" glänzte er u.a. als George Bush sen.) unter Beweis, indem er unfreundliche Restaurantgäste nachäfft. Im Anschluss profiliert er sich als regelrechtes Comedy-Chamäleon, indem er sich als Inder, Bajuware, versnobbter Engländer, zweibeiniger Kirschkuchen, George W. Bush, Al Pacino als Tony Montana und Robert Shaw in "Der weiße Hai" ausgibt. Gags wie die letzteren Nachahmungen und eine Art Gesellschaftskritik, bei der die Nationalschätze symbolisch für Gerechtigkeit, Freiheit und Fortschritt respektive dem Personenkult von Athleten, Showbizpolitiker und Popstars geopfert werden, sind strikt für die erwachsenen Begleitpersonen gedacht. Die Kiddies hingegen werden sich eher von den Verdauungshumoreinlagen begeistert zeigen. Die Familienkomödie zeichnet sich durch ihr farbenfrohes Produktionsdesign und das Fehlen von Kraftausdrücken und Sexwitzchen aus. Die knapp 80-minütige Laufzeit, ein als verknüpfendes Element gedachtes Voiceover und der etwas holprige Schnitt lassen den Verdacht aufkommen, dass so manche Szene der Schere zur Opfer fiel. Mehr als ein Konfekt für Zwischendurch ist der "Meister der Verwandlung" wohl kaum. Aber Kids, die nach "Inspektor Gadget" Lust auf mehr verschmitzte Krimiaction haben, könnten ihren Spaß haben. ara.

Darsteller:  Dana Carvey   als Pistachio Disguisey
  Jennifer Esposito   als Jennifer
  Harold Gould   als Großvater
  James Brolin   als Fabbrizio
  Brent Spiner   als Devlin Bowman
  Edie McClurg   als Mutter
  Maria Canals   als Sophia
  Austin Wolff   als Barney
  Mark Devine   als Trent Hightler
  Jay Johnston  
  Robert Machray   als Texaner
  Rachel Lederman  
  Jessica Simpson  
  Bo Derek   als Bo Derek
  Michael Johnson  
  Kenan Thompson  
  Jesse Ventura   als Jesse Ventura
  Steven Hack   als Chemielehrer
  Erick Avari   als Zigarrenmacher
 
Regie:  Perry Andelin Blake  
Buch:  Dana Carvey  
  Harris Goldberg  
Musik:  Marc Ellis  
Kamera:  Peter Lyons Collister  
Produzent:  Sid Ganis  
  Alex Siskin  
  Barry Bernardi  
  Todd Garner  
 

Fassungen

 

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Features

 

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