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Leihvideo
Erhältlich seit:
19.04.2012
Dänemark/Schweden/Frankreich/Deutschland 2011
Laufzeit: 136 Min.
FSK: ab 12
Kirsten Dunst
Charlotte Gainsbourg
Kiefer Sutherland
Regie: Lars von Trier
EuroVideo Bildprogramm

Der Anti-Emmerich: Lars von Trier inszeniert das Ende der Welt als intimes Drama über zwei unterschiedliche Schwestern, die ein auf die Erde zurasender Planet zwingt, Bilanz zu ziehen.
"Ein schöner Film über das Ende der Welt". Besser lässt sich Lars von Triers jüngste Regiearbeit nicht in einem Satz zusammenfassen. Der dänische Filmemacher schreckt nicht zurück vor apokalyptischen Bildern eines immer größer werdenden Planeten, der mit zunehmender Geschwindigkeit auf die Erde zustürzt und alles Leben auszulöschen droht, lässt aber auch keinen Zweifel daran, dass es ihm im Grunde doch um einen Geisteszustand geht. Nicht von ungefähr wurde dem Planeten der Name "Melancholia" gegeben. Nach "Antichrist" von Triers zweiter Film in Folge, der unmittelbar von seiner vielpublizierten Depression beeinflusst ist - und doch könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Die alles überragende Wut des Vorgängers ist einer versöhnlichen, ungewöhnlich lebensbejahenden Perspektive gewichen. Gleich in seiner Ouvertüre, die aus gestochen scharfen Tableaux in Ultrazeitlupe besteht, in denen man begleitet von Musik aus Richard Wagners "Tristan und Isolde" betörend pittoreske Szenen des nahenden Weltuntergangs sieht, geht von Trier in die Vollen: Schwermütige Romantik bis zum Anschlag und große Geste. Zwei gleich lange Kapitel folgen, in deren Mittelpunkt zwei Schwestern stehen. "Justine" ist "Das Fest" im Teilchenbeschleuniger. Bösartiger als in diesen Szenen einer Hochzeitsfeier war von Triers Humor nie. Melancholia ist zu diesem Zeitpunkt ein rot leuchtender Stern in weiter Ferne. Die Hölle ist auch so los. Die Stretch-Limo mit den Eheleuten bleibt stecken, weil sie nicht um die engen Kurven auf den Weg zum Familienpalast kommt, der Hochzeitsplaner ist der Braut persönlich beleidigt, die Mutter entpuppt sich als ätzende Furie, der Vater als alter Lustmolch, der Schwiegervater als korrupter Machtmensch, der stinkreiche Schwager als aufbrausendes Arschloch. Justine, gespielt von der in Cannes ausgezeichneten Kirsten Dunst, als wäre sie in einem Zustand der Dauertrance, pinkelt auf den Golfkurs und hat am 19. Loch im Hochzeitskleid Sex mit einem Fremden, während dem Ehemann allein im Schlafzimmer klar wird, dass sie ihn überfordern wird. Nur Justines geerdete Schwester Claire, gespielt von Charlotte Gainsbourg, unternimmt Versuche, sie aus ihrer Depression zu befreien, während die Veranstaltung nach und nach aus den Fugen gerät. Das eigentliche Inferno folgt in "Claire", wenn der titelgebende Planet in den Mittelpunkt rückt, der hinter der Sonne verborgen war und nun mit Macht auf die Erde zurast. Die Angst vor der Vernichtung lässt das Machtverhältnis zwischen den Schwestern kippen, um die beiden schließlich in den letzten Momenten zusammenzuführen, in einer Zärtlichkeit und lebensbejahenden Entschlossenheit, die für Lars von Trier ungewöhnlich ist, gerade angesichts des Nihilismus von "Antichrist ". Verbunden mit wunderbaren Schauspielerleistungen, einer regelrecht herausragenden Vision und Umsetzung ist "Melancholia" ein Höhepunkt des Kinojahres und im Schaffen des kontroversen Regisseurs - ein Anti-Emmerich, in dem der Einzelne über das Ende triumphiert, auch wenn er davon verschlungen wird. ts.
Nach der Trauung feiern Justine (Kirsten Dunst) und Michael (Alexander Skarsgård) ihre Hochzeit mit einem rauschenden Fest auf dem herrschaftlichen Landsitz von Brautschwester Claire (Charlotte Gainsbourg) und Schwager John (Kiefer Sutherland).
Dass sich währenddessen ein riesiger Planet namens Melancholia unaufhaltsam durch das Weltall bewegt und immer weiter bedrohlich auf die Erde zusteuert, ahnen die Hochzeitsgäste nicht. Doch je weiter der Abend voranschreitet, umso mehr bröckelt die heitere Fassade von Justine, und auch sonst steht das prachtvolle Fest unter keinem guten Stern.
Quelle: EuroVideo
| Darsteller: | Kirsten Dunst | als Justine | |
|---|---|---|---|
| Charlotte Gainsbourg | als Claire | ||
| Kiefer Sutherland | als John | ||
| Charlotte Rampling | als Gaby | ||
| John Hurt | als Dexter | ||
| Alexander Skarsgård | als Michael | ||
| Stellan Skarsgård | als Jack | ||
| Brady Corbet | als Tim | ||
| Udo Kier | als Hochzeitsplaner | ||
| Jesper Christensen | als Little Father | ||
| Regie: | Lars von Trier | ||
| Buch: | Lars von Trier | ||
| Kamera: | Manuel Alberto Claro | ||
| Produzent: | Meta Louise Foldager | ||
| Louise Vesth | |||
Melancholia in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts HD 5.1 MA, Englisch dts HD 5.1 MA
Tonformat: dts HD 5.1 MA
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:2,35/1080p
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Star
Charlotte Gainsbourg
Zu Beginn ihrer Filmkarriere mit aufregenden Porträts rebellischer, frecher, trotziger und verlorener Mädchen bekannt geworden...
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