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Memento

Faszinierender Indiehit um einen Mann, der, von extremem Kurzzeitgedächtnis behindert, die Mörder seiner Frau sucht.


Memento

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Erhältlich seit:
24.01.2011

Thriller

USA 2000
Laufzeit: 109 Min.
FSK: ab 16

Guy Pearce
Carrie-Anne Moss
Joe Pantoliano

Regie: Christopher Nolan
Planet Media Home Entertainment

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Memento

Der Geschäftsmann Leonard Shelby hat ein Problem: Er leidet an einer seltenen, unheilbaren Form von Gedächtnisschwund, wodurch er sich kaum an nur 15 Minuten zuvor Geschehenes erinnern kann. Dennoch hat er sich geschworen, den Vergewaltiger und Mörder seiner Frau zu stellen. So müssen Karteikarten, Fotografien, Notizen und Tattoos das Erinnerungsvermögen ersetzen, mit dem Leonard sein Leben krampfhaft zusammenzuhalten versucht. Hartnäckig verfolgt er das Ziel, das er sich auf den Leib eingebrannt hat: "Find him and kill him"...

Nach seinem aufsehenerregenden Erstling "Following" (1998) beweist der 31-jährige Drehbuchautor und Regisseur Christopher Nolan erneut seinen Sinn für komplexe Strukturen und ausgefeilte Psychologie. Der fesselnde, unter anderem in Sundance mit Preisen bedachte Thriller wird Szene für Szene rückwärts erzählt. Neben der vorzüglichen Kamera und dem ebenso guten Schnitt macht der Zwang zur Konzentration die Spannung des Films aus. Guy Pearce fasziniert mit seinem intensiven Spiel. Für Krimifreunde, die gerne mitdenken.

Memento

Die Wahrheit ist da draußen, aber der Spaß ist, sie zu suchen, nicht wirklich, sie zu finden. Von diesem Impuls lebt die Independenterfolgsstory dieses US-Kinojahres, die Zuschauer und Kritiker interpretationslustig und verunsichert zurücklässt, ob denn die konsequent rückwärts, vom Ende zum Anfang hin erzählte Geschichte von Leonard S., der sich an die Ermordung seiner Frau und die Täter zu erinnern versucht, die Wahrheit oder das Konstrukt einer verdrängenden Psyche ist.

Die Debatte um "Memento", die an ähnliche Diskussionen um "Reservoir Dogs" oder "Die üblichen Verdächtigen" erinnert, heizte in den USA das Interesse an dem 4,5 Millionen-Projekt so an, dass dieses innerhalb von elf Wochen, getragen von Mundpropaganda und Kritik, 17 Millionen Dollar einspielen konnte. Dabei ist der zweite Spielfilm des Briten Christopher Nolan eine nicht gerade leicht zugängliche Kopfnuss, die zu knacken höchste Aufmerksamkeit erfordert, um nach anfänglicher Desorientierung und Verwirrung das Puzzle von Nolans Drehbuch zusammenzusetzen. Selbiges versetzt seinen Protagonisten Leonard Shelby (Guy Pearce aus "L.A. Confidential") in den chronischen Zustand eines extremen Kurzzeitgedächtnisses (wie etwa Ulrich Matthes in Tykwers "Winterschläfer"), das Shelby nicht nur die Umstände der Ermordung seiner Frau, sondern nahezu alles nach einer bestimmten, nicht näher definierten Zeit vergessen lässt. Mit Hilfe von Fotos und auf seine Haut tätowierten Notizen tastet sich Shelby zurück, lässt die Figuren, die seine Wege immer wieder kreuzen, in divergierenden Charakterfacetten schillern, womit deren wahre Intentionen auch für uns undurchschaubar bleiben. Nichts ist so, wie es vielleicht scheint, wenn jede Szene, die die Konsequenz der vorausgegangen ist, neues Licht in das Rätsel bringt. Dramatische Spannung lässt Nolans originelle Struktur nicht wirklich zu, aber die fragmentarische Spurensuche fasziniert und fordert das Langzeitgedächtnis des Zuschauers heraus, der am Ende, das eigentlich der Anfang ist, sich erinnern muss, was am Anfang, der eigentlich das Ende ist, geschah. Das Spiel mit der Wahrnehmung forciert Nolan mit clever platzierten Informationen für Interpretationen, tragenden Blitzbildangeboten für das Unterbewusstsein, die, wie die Struktur des Films insgesamt auch, eine zweite Sichtung von "Memento" geradezu notwendig machen. Kommerziell sollte dies bei Freunden anspruchsvollerer Kinounterhaltung kein Schaden sein, wenngleich die Intelligenz eines Films noch selten die Basis für Erfolg gewesen ist. kob.

Darsteller:  Guy Pearce   als Leonard
  Carrie-Anne Moss   als Natalie
  Joe Pantoliano   als Teddy
  Mark Boone jr.   als Burt
  Stephen Tobolowsky   als Sammy
  Harriet Sansom Harris   als Frau Jankis
  Callum Keith Rennie   als Dodd
  Russ Fega  
  Kimberly Campbell  
  Larry Holden  
 
Regie:  Christopher Nolan  
Buch:  Christopher Nolan  
Musik:  David Julyan  
Kamera:  Wally Pfister  
Produzent:  Suzanne Todd  
  Jennifer Todd  

DiCaprio verstand Nolans Drehbuch nicht

Christopher Nolan, Regisseur von "The Dark Knight" und Freund vertrackter Storylines, hat mit dem Drehbuch zu seinem kommenden Film "Inception" das komplette Schauspielerensemble verwirrt - vor allem Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio.

Kann Christopher Nolans Gedankengänge nicht nachvollziehen: Leonardo DiCaprio (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Kann Christopher Nolans Gedankengänge nicht nachvollziehen: Leonardo DiCaprio (Foto: Kurt Krieger)

Filmemacher Christopher Nolan ("The Dark Knight") sorgte in der Vergangenheit immer wieder für ratlose Gesichter mit komplexen Geschichten wie "Memento". Das ist ihm auch mit seinem neuen Film "Inception" gelungen, um den Nolan im Vorfeld viel Aufhebens gemacht hat. So durfte nicht jeder seiner Schauspieler das komplette Drehbuch lesen. Das, was sie zu Gesicht bekamen, machte sie jedoch auch nicht schlauer.

Und die, die das Privileg genossen, das gesamte Skript ausgehändigt zu bekommen, standen am Ende genauso ratlos wie der Rest da - Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio inklusive, wie der Superstar nun bei der Pressekonferenz zu "Shutter Island" verriet.

Chris Nolan bittet in "Inception" zur Therapie

"Christopher ist völlig in die Traum-Psychoanalyse eingetaucht und hat einen ziemlich surrealen Film geschaffen", versucht sich DiCaprio einen Reim auf die komplizierte Handlung von "Inception" zu machen. Schließlich kommt er auf diesen Nenner: "Er hat die Geschichte geschrieben und für ihn macht das alles auch Sinn. Dumm nur: Während der Dreharbeiten hat es für viele von uns keinen Sinn ergeben. Wir mussten viel Detektivarbeit leisten, um dahinter zu kommen, um was es in dem Film eigentlich geht."

Hört sich nach einer richtig harten Kopfnuss an...

 

Memento in der Fotoshow

 

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Guy Pearce

Als ehrgeiziger Polizist Ed Exley, der seine Ausbildung als Jahresbester absolviert hat und als Partner des Hitzkopfs Bud White (Russell Crowe)...

 

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Carrie-Anne Moss

Als perfekt durchtrainierte Science-Fiction-Powerfrau Trinity in "Matrix", die mühelos die virtuellen Zeit- und Raumebenen des Films in...