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Men in Black

Spritzige Science-Fiction Komödie über Außerirdische in Menschengestalt, die auf der Erde von den "Men in Black" kontrolliert werden.


Men in Black (Collector's Edition)

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Erhältlich seit:
05.09.2000

Science Fiction/ Komödie

USA 1997
Laufzeit: 94 Min.
FSK: ab 12

Tommy Lee Jones
Will Smith
Linda Fiorentino

Regie: Barry Sonnenfeld
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Men in Black (Collector's Edition)

Nur wenige wissen, daß die Erde schon seit den 50er Jahren von Außerirdischen bevölkert wird. Um diese zu kontrollieren, gibt es die "Men in Black", Spezialagenten, die je nach Situation die Aliens jagen, fangen und im Notfall auch eliminieren. Als ein intergalaktisches Kakerlaken-Monstrum in Gestalt eines Farmers sich anschickt, in New York die Weltherrschaft an sich zu reißen, dürfen Veteran "K" und sein neuer Rekrut "J" - das beste Duo, das die "MIB"-Abteilung zu bieten hat - nach Herzenslust auf Alienjagd gehen.

Mit seiner futuristischen Action-Komödie sorgte "Addams Family"-Macher Barry Sonnenfeld nicht nur für einen der erfolgreichsten Filme aller Zeiten, sondern auch für eine hochgradig verrückte Science-Fiction-Produktion, in der die Begegnung mit der dritten Art zu einer gnadenlos genialen Gag-Parade mutiert. Neben dem Alienjäger-Duo Tommy Lee Jones/Will Smith mit seinen sarkastischen Onelinern sorgen furchterregende Latex-Figuren für den nötigen Humor und ein fulminantes Spezialeffekte- Feuerwerk. Absurder Comedy-Trip.

Men in Black (Collector's Edition)

Der "Independence Day" für das diesjährige Independence-Day-Wochenende, erneut mit Will Smith in einer Hauptrolle. Dabei erinnert diese wilde Special-Effects-Farce weniger an Roland Emmerichs Blockbuster als an eine verrückte Mischung aus "Ghostbusters", "Mars Attacks!", "Beetlejuice" und der abgebrühten TV-Copshow "Dragnet" - mit ausreichend Sinn für Pre-Millenniums-Paranoia, um selbst Mulder und Scully aus "Akte X" einen vergnüglichen Kinoabend zu bereiten. Auch wenn es dieser visuell bestechenden Nummernrevue nicht gelingt, im Verlauf seiner vergnüglichen Handlung alle Versprechen einzulösen, die die sensationellen ersten 20 Minuten machen, ist "MIB" allemal so unbeschwerter Fun, um es zu den populärsten Filminitialen nach "ID4" zu bringen.

"Es ist wie "Casablanca", nur ohne Nazis", erklärt Tommy Lee Jones seinem neuen Rekruten Will Smith das eigenartige Alien-Szenario, das die Grundlage für Barry Sonnenfelds herrlich abgeklärte Sci-fi-Komödie bildet. Demnach sollen die USA seit den fünfziger Jahren von Außerirdischen in Menschengestalt bevölkert worden sein, deren friedliche Aktivitäten von den "Men in Black" kontrolliert werden. Ohne eine Miene zu verziehen, erklärt Jones' abgebrühter Spezialagent K so die Existenz all dessen, was unerklärlich oder merkwürdig scheint, als rede er über das Wetter: Dennis Rodman und Michael Jackson sind folglich Aliens, Elvis ist nicht tot, sondern nur wieder nach Hause zurückgekehrt, und die World's Fair wurde 1964 ausgerechnet in Queens abgehalten, um von der Tatsache abzulenken, daß dort eine Reihe von Untertassen gelandet ist. Das clevere Skript von Ed Solomon berauscht sich an seinen assoziativen Gags und gibt bissige Kommentare zu so ziemlich jedem abwegigen Zeitgeistphänomen ab. In Akkordarbeit wurden die Oneliner aufgetürmt, und Jones hat sichtbare Freude, sie mit unterkühltem Understatement an den Mann zu bringen. Ebenso gelungen sind Rick Bakers Alien-Kreaturen, die den Film an allen Ecken und Enden bevölkern, z. B. im MIB-Hauptquartier Kaffee trinken, durch die Straßen von New York ziehen oder als Taxifahrer arbeiten, wie Smith gleich vermutet ("Es sind weniger, als man glauben mag", konstatiert Jones). Als Zuschauer teilt man Will Smith' Erstaunen über all die bizarren Vorgänge auf Mutter Erde. Die Erklärung, warum man von dem Treiben nie etwas mitbekommen hat, liefert Barry Sonnenfeld gleich mit: Mit einem Zauberstift, einem sogenannten Neuralyzer, können die Männer in Schwarz bei jedem Menschen die Erinnerung an Zusammenstöße mit Außerirdischen löschen.

Gleichzeitig mit der Einführung von Smith in die wunderbar schräge Bürokraten-Welt der Extraterrestriellen-Jäger macht sich ein in der ländlichen Einöde gelandeter und in die Haut eines Farmers gewandeter Alien-Bug auf den Weg nach New York, um dort einen Diamanten und damit die Herrschaft über den Kosmos an sich zu reißen. Vincent D'Onofrio hat Spaß mit der kleinen, aber signifikanten Rolle und weckt zappelnd und wackelnd Erinnerungen an Michael Keatons "Beetlejuice". Beim brillant realisierten Glibber-Showdown, der elegant Kafkas "Metamorphose" zitiert, muß Smith seine Feuertaufe als MIB bestehen.

So hervorragend Sonnenfelds Inszenierung, die herrlich an die Space Age erinnernden Bauten oder die makellosen Spezialeffekte auch sein mögen, seine entscheidenden Trümpfe hält "Men in Black" mit seinem hervorragenden Starduo in der Hand. Smith' laxe Sprüche bilden einen idealen Gegenpol zu Jones' lakonischer Coolness. Überdies gefallen auch Linda Fiorentino als obsessive Leichenbeschauerin und Rip Torn als pragmatischer MIB-Boß. Natürlich hätte dieser James Bond für das ironische Zeitalter weniger kalkuliert ausfallen können - zu keinem Moment streift der Film seine kühle, wissende Hülle ab -, aber wie auch das sensationelle Einspiel in den USA beweist, wird das den Siegeszug dieses maßgeschneiderten Blockbusters in keinster Weise behindern. ts.

Darsteller:  Tommy Lee Jones   als Agent K
  Will Smith   als Agent J
  Linda Fiorentino   als Laurel
  Vincent D'Onofrio   als Edgar
  Rip Torn   als Zed
  Tony Shalhoub   als Jeebs
  Siobhan Fallon   als Beatrice
  Mike Nussbaum   als Gentle Rosenberg
  Jon Gries   als Lastwagenfahrer
  Sergio Calderón   als Jose
  Carel Struycken   als Arquillan
  Fredric Lane   als INS Agent Janus
  Richard Hamilton   als Dee
  Kent Faulcon   als Lt. Jake Jensen
  John Alexander   als Mikey
  Keith Campbell   als Perp
 
Regie:  Barry Sonnenfeld  
Buch:  Edward Solomon  
Musik:  Danny Elfman  
Kamera:  Don Peterman  
Produzent:  Walter F. Parkes  
  Laurie MacDonald  

Will Smith schlug MIB-Regisseur k. o.

Die "Men in Black" waren zur Jahrtausendwende ein echtes Popkultur-Phänomen.

Will Smith macht gute Miene zum harten Schlag (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Will Smith macht gute Miene zum harten Schlag (Foto: Kurt Krieger)

Wenn "Men in Black 3" nun am 24. Mai in die Kinos kommt, dann liegt ein ganzes Jahrzehnt zwischen dem zweiten und dem dritten Teil. Bei dem gigantischen Erfolg von "Men in Black" sowie "Men in Black 2" und Superstars wie Will Smith und Oscar-Gewinner Tommy Lee Jones muss man sich fast fragen: Warum nur wurde so lange mit einer Fortsetzung gewartet?

Vielleicht hatte Barry Sonnenfeld zu viel Respekt vor Will Smith. In einem Interview erzählten die beiden, dass sie bei der Produktion des letzten MIB-Abenteuers einen kleinen Schaukampf aufführten. Und hier zeigte Will Smith seine bei den Dreharbeiten zu "Ali" antrainierten Box-Künste.

Smith holt zur Erklärung verbal aus: "Wir hatten aufblasbare Boxhandschuhe an und mit denen haben wir rumgespielt und ich hatte gerade 'Ali' gedreht. Die Handschuhe waren riesig. Wir machen also weiter und spielen und spielen und spielen und ich hab ihn geschlagen, der Handschuh platzt und ..." Sonnenfeld vollendet die Kombination: "Er hat mich bewusstlos geschlagen."

Prügel für die Außerirdischen

Zum Glück für die Zuschauer blieben nach dem niederschmetternden Erlebnis keine bleibenden Schäden zurück. Denn so kann man sich darauf freuen, dass die schwarzgewandeten Agenten nun doch noch einmal den Abschaum des Universums aufmischen. Will Smith spielt wieder Agent J, Tommy Lee Jones gibt noch einmal den bärbeißigen Agent K. Und das kongeniale Team der Gegensätze wird diesmal sogar durch einen weiteren Mitstreiter ergänzt. Josh Brolin spielt den jungen Agent K - Zeitreise sei Dank.

Wie die drei sich mit Außerirdischen prügeln, anstatt Regisseure zu schlagen, das kann man ab dem 24. Mai in "Men in Black 3" auf den Leinwänden dieser Galaxis verfolgen.

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