
Gestern noch ließen ihn seine CIA-Auftraggeber ins offene Messer einer Bürgerkriegsoperation laufen. Heute erwarten sie von ihm, daß er die Staatsbank von Südafrika ausräumt und den Sohn eines Waffenhändlers aus dem moosumrankten Höchstsicherheitskerker heraus paukt. Aber nicht mit John Seeger, dem gefährlichsten Söldner für die Gerechtigkeit der Welt. Gemeinsam mit seinem Sidekick, der heißen Tussi, schickt er Widersacher zur Hölle, bricht Knochen mit Blicken und verschwindet am Ende mit dem Geld.
Mögen seine Darbietungen die wenigen Rezensenten, die sich noch mit ihm beschäftigen, hell aufquieken lassen - Fleiß zumindest ist dem späten Steven Seagal nicht abzusprechen. Während andere Actionhelden Rosen züchten oder auf der Regierungsbank Fett ansetzen, hält Seagal die Stellung. Selbst, wenn weder er noch sein Regisseur zuweilen zu wissen scheinen, wovon der Wirrwarr aus Explosionen, Geiselnahmen und Buddy-Trashtalks überhaupt handelt. Dem nibelungentreuen Actionfundi kann das wie immer egal sein.