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Kaufvideo
Erhältlich seit:
03.02.2005
Dokumentarfilm/ Musik
USA 2003
Laufzeit: 136 Min.
FSK: ab 12
Metallica
Jason Newsted
Dave Mustaine
Regie: Joe Berlinger, ...
Paramount Home Entertainment

Fast eine Mio. Dollar am US-Boxoffice spielte die Dokumentation über eine der erfolgreichsten Bands der Welt ein. Darin entpuppen sich die "Metallica"-Mitglieder nicht etwa als "Monster" wie der Titel suggerieren mag, sondern als Mimosen, die von dem vom Management engagierten Band-Therapeuten verarztet werden, um ihr aktuelles Album "St. Anger" auf nehmen zu können.
Denn nicht auf die über zwei Jahrzehnte lange, turbulente Bandgeschichte wie es etwa MTV-Specials bereits leisteten, konzentriert sich das Regieduo Joe Berlinger und Bruce Sinofsky, sondern auf die immerhin auch zwei Jahre andauernden Studio-Sessions (- mit Unterbrechungen, da James Hetfield einen Entzug und Familienurlaub einlegte), die sie kontinuierlich begleiteten und auch chronologisch zusammenschnitten.. Damit gelingen ihnen ein origineller Ansatz und gleichzeitig auch vielschichtige Porträts der Gründungsmitglieder Hetfield und Lars Ulrich und dem seit 1983 mit der Band spielenden Kirk Hammett. Hetfield, charismatischer Kopf und Sänger, sonst gerne den Metal-Macho mimend, zeigt sich unsicher und verstockt, Drummer Ulrich, sich aufspielend und fluchend im dauernden Konkurrenzkampf mit Hetfield, Hammett sich den Egos der anderen unterwerfend und harmonisierend. So hat sicherlich noch keine Doku die Schwermetaller gezeigt, so nahe ist ihnen noch niemand mit der Kamera gerückt. Das ist spannend, bisweilen amüsant und manchmal auch berührend zu beobachten, wenn die drei etwa auf die Band-Verluste zu sprechen kommen. Sie sind nicht mehr die rebellischen Krachmacher von einst, sondern als inzwischen 40 Jährige Familienväter, die ihre Kids vom Ballett abholen oder sie bei den Proben auf dem Schoß halten, - und Großverdiener, die ihrem neuem Bassist Robert Trujillo mal eben eine Mio. Dollar als Bonus versprechen.
"Metallica: Some Kind of Monster" ist natürlich keine reine psychologische Studie über Gruppendynamik: Als Zuschauer ist man auch unmittelbar dabei, wie ein Song entsteht, wie (heiliger) Ärger über einen Anruf des Firmenchefs direkt in den Text eines Liedes einfließt, wie manche Tage, Wochen, Monate nichts vorangeht, wie auf einmal ein gemeinsames Proben die Kreativität aller beflügelt und wie krass die Kritik auf das Komponierte sein kann. In einer der herrlichsten Szenen des Films sagt Ulrichs Hippie-Vater seinem Sohn die Meinung. Und natürlich darf Musik nicht fehlen. Klassiker, beim Konzert gespielt oder den Szenen unterlegt, und neue Songs vom Album, z.B. beim Dreh des Titelsong-Clips im Gefängnis, kommen zu Gehör. Trotzdem sollten nicht nur die zahlreichen Fans der Band beim Film auf ihre Kosten kommen, der seit seiner Uraufführung beim Sundance Filmfestival auf etlichen Festivals weltweit lief und u.a. beim Münchner Filmfest sehr gut ankam. hai.
| Darsteller: | Metallica | ||
|---|---|---|---|
| Jason Newsted | |||
| Dave Mustaine | |||
| Bob Rock | |||
| Phil Towle | |||
| Regie: | Joe Berlinger | ||
| Bruce Sinofsky | |||
| Musik: | Metallica | ||
| Echobrain | |||
| Kamera: | Robert Richman | ||
| Produzent: | Joe Berlinger | ||
| Jon Kaman | |||
| Frank Scherma | |||
Sprachen: Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch, Arabisch, Bulgarisch, Polnisch, Rumänisch, Tschechisch, Ungarisch
Bildformat: 1:1,33/4:3
Extras: Audiokommentare, Interviews, Highlights von Festivals und Premieren, Musikvideo, Trailer