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Metallica: Some Kind of Monster

Musikdokumentation über die Hardrocker Metallica und den schwierigen Weg zum Erfolg ihres Albums "St. Anger".


Metallica: Some Kind of Monster (OmU, 2 DVDs)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
03.02.2005

Dokumentarfilm/ Musik

USA 2003
Laufzeit: 136 Min.
FSK: ab 12

Metallica
Jason Newsted
Dave Mustaine

Regie: Joe Berlinger, ...
Paramount Home Entertainment

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Musikdokumentation über die Hardrocker Metallica und den schwierigen Weg zum Erfolg ihres Albums "St. Anger".

Im Tonstudio beginnt die harte Arbeit (Foto: Kinostar (Filmwelt)) Großansicht

Im Tonstudio beginnt die harte Arbeit (Foto: Kinostar (Filmwelt))

Nach ihrer letzten Tour wollten sich Sänger James Hetfield, Gitarrist Kirk Hammett, Drummer Lars Ulrich und Bassist Jason Newsted für die Aufnahmen zu einem neuen Album im Studio treffen.

Dann erschütterte die Nachricht von Newsteds Ausstieg aus der Band die Musikwelt. Die restlichen drei Bandmitglieder versuchten einen Neuanfang:

Sie mieteten sich auf einem alten Militärgelände ein, um erstmals ein Album zu produzieren, an dem jeder gleichermaßen beteiligt sein würde - mit Hilfe eines Psychologen, der dafür sorgen sollte, die Probleme zu lösen, die sich innerhalb der Band aufgestaut hatten.

James Hetfield und Lars Ulrich basteln an neuen Songs (Foto: Kinostar (Filmwelt)) Großansicht

James Hetfield und Lars Ulrich basteln an neuen Songs (Foto: Kinostar (Filmwelt))

Plötzlich zu dritt

Die Filmemacher Joe Berlinger und Bruce Sinofsky begleiteten den Selbstfindungsprozess der Band Metallica nach dem überraschenden Ausstieg ihres Bassisten fast drei Jahre lang auf Schritt und Tritt.

Aus über 1200 Stunden Film bastelten sie aus Interviews und Konzertmitschnitten sowie Aufnahmen, die den Alltag der völlig zerstrittenen Band bis zur Fertigstellung ihres letzten Albums "St. Anger" zeigen, eine Dokumentation, die einen ungeschönten und spannenden Blick auf das soziale Gefüge einer der erfolgreichsten Rockbands der Gegenwart erlaubt.

Metallica: Some Kind of Monster (OmU, 2 DVDs)

Fast eine Mio. Dollar am US-Boxoffice spielte die Dokumentation über eine der erfolgreichsten Bands der Welt ein. Darin entpuppen sich die "Metallica"-Mitglieder nicht etwa als "Monster" wie der Titel suggerieren mag, sondern als Mimosen, die von dem vom Management engagierten Band-Therapeuten verarztet werden, um ihr aktuelles Album "St. Anger" auf nehmen zu können.

Denn nicht auf die über zwei Jahrzehnte lange, turbulente Bandgeschichte wie es etwa MTV-Specials bereits leisteten, konzentriert sich das Regieduo Joe Berlinger und Bruce Sinofsky, sondern auf die immerhin auch zwei Jahre andauernden Studio-Sessions (- mit Unterbrechungen, da James Hetfield einen Entzug und Familienurlaub einlegte), die sie kontinuierlich begleiteten und auch chronologisch zusammenschnitten.. Damit gelingen ihnen ein origineller Ansatz und gleichzeitig auch vielschichtige Porträts der Gründungsmitglieder Hetfield und Lars Ulrich und dem seit 1983 mit der Band spielenden Kirk Hammett. Hetfield, charismatischer Kopf und Sänger, sonst gerne den Metal-Macho mimend, zeigt sich unsicher und verstockt, Drummer Ulrich, sich aufspielend und fluchend im dauernden Konkurrenzkampf mit Hetfield, Hammett sich den Egos der anderen unterwerfend und harmonisierend. So hat sicherlich noch keine Doku die Schwermetaller gezeigt, so nahe ist ihnen noch niemand mit der Kamera gerückt. Das ist spannend, bisweilen amüsant und manchmal auch berührend zu beobachten, wenn die drei etwa auf die Band-Verluste zu sprechen kommen. Sie sind nicht mehr die rebellischen Krachmacher von einst, sondern als inzwischen 40 Jährige Familienväter, die ihre Kids vom Ballett abholen oder sie bei den Proben auf dem Schoß halten, - und Großverdiener, die ihrem neuem Bassist Robert Trujillo mal eben eine Mio. Dollar als Bonus versprechen.

"Metallica: Some Kind of Monster" ist natürlich keine reine psychologische Studie über Gruppendynamik: Als Zuschauer ist man auch unmittelbar dabei, wie ein Song entsteht, wie (heiliger) Ärger über einen Anruf des Firmenchefs direkt in den Text eines Liedes einfließt, wie manche Tage, Wochen, Monate nichts vorangeht, wie auf einmal ein gemeinsames Proben die Kreativität aller beflügelt und wie krass die Kritik auf das Komponierte sein kann. In einer der herrlichsten Szenen des Films sagt Ulrichs Hippie-Vater seinem Sohn die Meinung. Und natürlich darf Musik nicht fehlen. Klassiker, beim Konzert gespielt oder den Szenen unterlegt, und neue Songs vom Album, z.B. beim Dreh des Titelsong-Clips im Gefängnis, kommen zu Gehör. Trotzdem sollten nicht nur die zahlreichen Fans der Band beim Film auf ihre Kosten kommen, der seit seiner Uraufführung beim Sundance Filmfestival auf etlichen Festivals weltweit lief und u.a. beim Münchner Filmfest sehr gut ankam. hai.

Darsteller:  Metallica  
  Jason Newsted  
  Dave Mustaine  
  Bob Rock  
  Phil Towle  
 
Regie:  Joe Berlinger  
  Bruce Sinofsky  
Musik:  Metallica  
  Echobrain  
Kamera:  Robert Richman  
Produzent:  Joe Berlinger  
  Jon Kaman  
  Frank Scherma  

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