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Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre

Packende Neuinterpretation des Horrorklassikers über degenerierte Hinterwäldler, die Jagd auf menschliches Frischfleisch machen.


Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre (Einzel-DVD)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
08.07.2004

Originaltitel: The Texas Chainsaw Massacre

Horror

USA 2003
Laufzeit: 94 Min.
FSK: k.J. (keine Jugendfreigabe)

Jessica Biel
Jonathan Tucker
Erica Leerhsen

Regie: Marcus Nispel
Highlight Communications (Deutschland)

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Nach dreißig Jahren kehrt der Killer mit der Kettensäge in einer Neuverfilmung zurück auf die Leinwand.

Ein Schock jagt den nächsten: Jessica Biel (Foto: Constantin) Großansicht

Ein Schock jagt den nächsten: Jessica Biel (Foto: Constantin)

In den 70ern entstand in Amerika ein Film, der die Menschen erschreckte, wie vor ihm noch keiner. Wer "Blutgericht in Texas" nicht gesehen hatte, wollte den Rest seines Lebens wissen, wie das nun war mit der Maske und den Fleischerhaken und den schreienden Teenagern.

Die Zeit des Wartens ist vorbei. Produzent Michael Bay hat eine Neuinterpretation geschaffen, die wieder fünf Jugendliche ins amerikanische Hinterland schickt, aus dem sie nie mehr herauskommen. Dabei sind sie anfangs noch so fröhlich in ihrem Hippiebus, doch als sie ein verstörtes Mädchen von der Straße auflesen, beginnen sie, sich zu wundern.

Von dem Moment an nimmt das Entsetzen seinen Lauf: Die Teenager suchen den Sheriff und treffen auf Landbewohner mit höchst eigenartigem Benehmen. Die Umgebung erscheint immer verrotteter, die Menschen auch. Als schließlich der Sheriff gefunden ist, vertritt er sichtlich nicht das Gesetz.

Leatherface ist zurück mit seiner Kettensäge, und er kennt kein Erbarmen (Foto: Constantin) Großansicht

Leatherface ist zurück mit seiner Kettensäge, und er kennt kein Erbarmen (Foto: Constantin)

Menschen statt Bäume

Und wer ihm entkommt, hat noch lange nicht Glück gehabt. Denn auch in Marcus Nispels Film gibt es das einsame Farmhaus, in dessen Keller das Grauen wohnt. Nachdem zwei Teens durch den finsteren Wald geflohen sind, bringt ihnen die Zivilisation erneut Verderben in Gestalt von "Leatherface", dem Killer mit der Kettensäge.

Wenn er wütend durch die Tür seiner Werkstatt bricht, wenn sich das Aufheulen der Motorsäge mit dem Geschrei der Jugendlichen vermischt, kann man den Schockeffekt des Originals ermessen.

Inszeniert mit einer Vorliebe fürs Detail, lehrt Leatherface seine Fans ausgiebig das Fürchten und Jessica Biel beweist, dass schöne Mädchen auch das Zeug zum Kämpfen haben.

Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre (Einzel-DVD)

Ritsch, ratsch, und das Bein ist ab. Sieben Worte als Pitching-Traum - mehr braucht der Kopf des Filmfans nicht, um den Körper zittern zu lassen. Wenn nach Weihnachten die Herzen von Wärme und die Bäuche von Kalorien gefüllt sind, sorgt Horrorlegende Leatherface für Kontrastprogramm. Und mit seiner Kettensäge für spontanen Gewichtsabbau. 29 Jahre nach Tobe Hoopers intensivem "Blutgericht in Texas", das bei einer ganzen Generation von New-Hollywood-Filmemachern nachhaltigen Eindruck hinterließ, wagen Produzent Michael Bay und der deutsche Clipguru Marcus Nispel in seinem Regiedebüt eine Neuinterpretation des Stoffes. Diese bedient trotz Blut und Gewalt nicht die Interessen von Kannibalen oder Pathologen, sondern ein junges Publikum, das sich gruseln, an ausgewählten Stellen in Hysterie schreien, aber nicht notwendigerweise übergeben will.

Natürlich haben sich die Voraussetzungen in fast 30 Jahren geändert. Kommerziell, weil mit dem Genre heute viel mehr Geld zu verdienen ist, und auch in der Disposition des Zuschauers. 1974 hatte es Romeros "Die Nacht der lebenden Toten" oder Wes Cravens "Das letzte Haus links" gegeben, aber wenig mehr von vergleichbarer Schockwirkung. So war das Publikum terrortauglicher als das heutige, das die Konventionen kennt und den Schrecken im Idealfall immer überraschender und innovativer erfahren will. Das in Deutschland jahrelang indizierte, mittlerweile auf DVD veröffentlichte Original dürfte nur eine Minderheit von Genrespezialisten kennen, was für Nispels freies Remake nur von Vorteil sein kann.

Wie im Original spricht US-Komiker John Laroquette den Prolog, erzählt von der angeblich wahren Geschichte, die sich 1973 ereignete, tatsächlich aber von Serialkiller Ed Gein inspiriert ist, der 1957 verhaftet und verschlüsselt in Hitchcocks "Psycho" zur grausig-tragischen Legende wurde. Grobkörnige, pseudodokumentarische Bilder begleiten mit "Blair Witch"-Touch den Prolog und zwei Cops, die durch die Katakomben des Hauses gehen, in dem eine degenerierte Sippe mit einer hünenhaften Frontfigur arglose Opfer abschlachtete. Ein Rückblick führt dann zu drei jungen Männern und zwei jungen Frauen, die auf der Fahrt von Mexiko nach Dallas eine völlig verstörte Frau aufgreifen. Eine Hommage an den verrückten Anhalter des Originals, aber, wie an anderen Stellen des Films, nur der Startpunkt für die Geschichte, um alternative Wege einzuschlagen. "Sie sind alle tot", stammelt die Geschundene und jagt sich Minuten später eine Kugel durch den Rachen, die die Kamera, wie in einer grotesken Verbeugung vor "Natural Born Killers", mit einer Rückwärtsfahrt durch Kopf und Fenster begleitet.

Es ist der wohl drastischste Effekt in Nispels Film, der sonst, beeinflusst vom Original und dem Wunsch auf kommerziell günstige Gnade der MPAA, weitgehend auf Schnitte und die Fantasie des Zuschauers setzt. Obwohl Beine und Arme abgetrennt, Hautstücke von Leatherface zusammengenäht werden, einer der Jungs an einem Fleischerhaken langsam verendet und die Kamera von Daniel Pearl, einem Veteran des Originals, neugierig durch das mit menschlichen Ersatzteilen angefüllte Gruselkabinett von Leatherfaces Haus kurvt. Unangebrachten Humor gibt es, von Internet-Guru Harry Knowles' auf einem Tablett platzierten Kopf abgesehen, kaum. Während ein durchgeknallter Sheriff (Glanzauftritt von R. Lee Ermey), dessen schlechte Gene direkt zu Leatherface führen, die geschockten Twens an der Flucht hindert, verrichtet der Mann mit der Kettensäge im Farmhaus, einer Albtraumversion von "Days of Heaven", aber auch in freier Natur sein blutiges Werk. Einen echten, spannenden Überlebenskampf gönnt der Film dabei nur Protagonistin und TV-Star Jessica Biel, die durch Wälder, Hütten und Fleischfabriken gejagt wird und dabei als Screamqueen, Darstellerin und Top-Trägerin eine gute Figur macht. Sie ist die Identifikationsfigur (hoffentlich), zeigt Courage, Mitleid und im Unterschied zu ihren Freunden Abneigung gegen Drogen. Der Tod in Hollywood ist grausam, aber nach wie vor moralisch gerecht. kob.

Darsteller:  Jessica Biel   als Erin
  Jonathan Tucker   als Morgan
  Erica Leerhsen   als Pepper
  Mike Vogel   als Andy
  Eric Balfour   als Kemper
  David Dorfman   als Jedidiah
  R. Lee Ermey   als Sheriff Hoyt
  Lauren German   als Hitchhiker
  Andrew Bryniarski   als Thomas Hewitt/ Leatherface
  Terrence Evans   als Old Monty
  Marietta Marich   als Luda May
  Heather Kafka   als Henrietta
 
Regie:  Marcus Nispel  
Buch:  Scott Kosar  
Musik:  Steve Jablonsky  
Kamera:  Daniel Pearl  
Produzent:  Michael Bay  
  Mike Fleiss  

"Ich bin der Wikinger, der ein Auge verliert"

Vom Bodybuilder zum Hollywood-Star: Der ehemalige Mr. Universum hat die Hanteln an den Nagel gehängt und ist heute einer der wenigen deutschen Schauspieler, die sich in der Traumfabrik behaupten konnten.

Liebt gute Actionfilme und gute Zigarren: Ralf Moeller (Foto: RTL 2) Großansicht

Liebt gute Actionfilme und gute Zigarren: Ralf Moeller (Foto: RTL 2)

» Können Sie uns Ihren neuen Film etwas näher beschreiben?

RALF MOELLER: "Pathfinder - Fährte des Kriegers" ist ein klassisches Actionabenteuer. Statt des altbekannten Themas "Cowboy und Indianer" geht es hier um den Kampf zwischen Wikingern und Indianern. Natürlich ist der Film brutal, aber so war das damals eben - 800 Jahre nach Christus.

» Welche Rolle spielen Sie in dem Film?

Ich spiele den Wikinger Ulfar, den Handlager des Anführers Gunnar, dargestellt von Clancy Brown. Ich denke, hinter dem finsteren Aussehen Ulfars steckt ein sensibler Typ, dem gar nichts anderes übrig blieb, als zu kämpfen. Er ist nach Amerika gesegelt und rächt fernab der Heimat seine Leute, die abgemetzelt wurden. Ulfar hat den Auftrag, Ghost, gespielt von Karl Urban, zu töten. Das ist der zentrale Zweikampf des Films.

Und falls sich jemand wundert, unter welchem Wikinger-Helm der Ralf Moeller steckt: Ich bin derjenige, der ein Auge verliert und sich selbst verarztet. Aber mit Erster Hilfe kenne ich mich aus, schließlich bin ich gelernter Schwimmmeister.

2002 erhielt Moeller den Deutschen Videopreis (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

2002 erhielt Moeller den Deutschen Videopreis (Foto: Kurt Krieger)

» Warum wollten Sie bei "Pathfinder" dabei sein?

Ich wollte gerne mit Regisseur Marcus Nispel zusammenarbeiten. Sein Leinwand-Debüt, das Remake von "Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre" war 2004 im Kino zu sehen. Ich bin mir sicher, Marcus wird noch viele großartige Filme drehen. Da wollte ich von Anfang an mit dabei sein - da muss man als Schauspieler auch mal vorausdenken.

Außerdem fasziniert mich die Kultur der Wikinger. Sie waren nämlich keineswegs nur brutale Kampfmaschinen. Unser heutiges Rechtssystem stammt in seinen Wurzeln von den Wikingern ab: das Recht auf eine faire Anklage und Verteidigung zum Beispiel.

"Pathfinder": Die Wikinger überfallen das friedfertige Volk der Wampanoag (Foto: Fox) Großansicht

"Pathfinder": Die Wikinger überfallen das friedfertige Volk der Wampanoag (Foto: Fox)

» Verraten Sie uns etwas über die Dreharbeiten?

Auf meine Rolle als Wikinger habe ich mich mit meinem üblichen Training vorbereitet, wie ich es auch bei "Gladiator" oder "The Scorpion King" getan habe. Das Schwierigste war allerdings nicht, mit einem schweren Fellkostüm und einem riesigen Helm durch die Schneewüste Kanadas zu stapfen, sondern die alte Sprache der Wikinger zu lernen. Isländisch ist keine Sprache, die man sich schnell aneignen kann.

» Was macht mehr Spaß - den Helden oder den Bösewicht zu spielen?

Klar, die Helden sind die Guten im Film und jeder mag sie. Aber ohne den Bösewicht fehlt das Salz in der Suppe. Denken Sie nur mal an Anthony Hopkins oder Jack Nicholson. Die beiden haben das Böse salonfähig gemacht. Stellen Sie sich nur mal einen James-Bond-Film ohne einen gewieften Gegenspieler vor. Das wäre übrigens eine Rolle, die mich sehr reizen würde...

» Könnten Sie sich auch vorstellen, mal etwas ganz anderes zu spielen? Vielleicht in einer Komödie?

Neulich habe ich mich Dirk Bach unterhalten. Wir haben gewitzelt, wir beide könnten doch in die Fußstapfen von Arnold Schwarzenegger und Danny DeVito treten und ein Remake von "Zwillinge" drehen...

 

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