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Micmacs - Uns gehört Paris!

Fantastisches Abenteuer, in dem Dany Boon als gewitzter Held mit einer Gruppe skurriler Außenseiter den Granden der Waffenindustrie auf der Nase herumtanzt.


Micmacs - Uns gehört Paris!

Leihvideo

Erhältlich seit:
23.11.2010

Originaltitel: Micmacs à tire-larigot

Komödie

Frankreich 2009
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 12

Dany Boon
Julie Ferrier
André Dussollier

Regie: Jean-Pierre Jeunet
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Micmacs - Uns gehört Paris!

Durch eine Landmine verliert Bazil seinen Vater und in Folge auch die Mutter. Der Junge landet im Heim. 20 Jahre später trifft ihn eine verirrte Pistolenkugel in den Kopf. Als Wohnungsloser wird er von einer Gruppe von Außenseitern aufgenommen, die zu einer Ersatzfamilie für ihn wird. Als Bazil auf die Waffenkonzerne stößt, die für den Tod seines Vaters und seine Kugel im Kopf verantwortlich sind, schmiedet er mit seinen neuen Freunden einen Plan, die konkurrierenden Waffenhändler gegeneinander auszuspielen.

In seinem fantastischen Abenteuer kehrt Jean-Pierre Jeunet vor allem optisch zurück in die Welt von "Delicatessen" und "Die Stadt der verlorenen Kinder", nur dass der Ton nicht düster, sondern von einer neuen Leichtfüßigkeit geprägt ist. Der Regisseur von "Amélie" zeichnet ein imaginäres Imperium aus Poesie, Bastelfreude und Komik mit Anspielungen auf Rachegeschichten von Sergio Leone und einer Verbeugung vor Charlie Chaplin in Braun-, Grün- und Blautönen. Pate stand der poetische Realismus von Prévert und Carné.

Micmacs - Uns gehört Paris!

In Jean-Pierre Jeunets fantastischem Abenteuer tanzt Dany Boon als gewitzter Held mit einer Gruppe von skurrilen Außenseitern den Granden der Waffenindustrie auf der Nase herum.

Der Kampf zwischen David und Goliath, zwischen dem Schwachen und Starken, daraus lassen sich die besten Kinogeschichten spinnen. Das passende Thema für Jean-Pierre Jeunet, der hier wie Tim Burton oder einst Jacques Tati in ein ganz spezielles Reich der Fantasie entführt. Der Regisseur von "Die fabelhafte Welt der Amélie" und "Mathilde - Eine große Liebe" kehrt vor allem optisch zurück in die Welt von "Delicatessen" und "Die Stadt der verlorenen Kinder", nur dass hier der Ton nicht düster, sondern von einer neuen Leichtfüßigkeit und Unbeschwertheit geprägt ist, auch wenn der Anfang Unheil verheißt.

Durch eine Landmine in den 1970er Jahren in Nordafrika verliert der kleine Bazil seinen Vater und auch die Mutter, die den Tod ihres Mannes nicht verkraftet. Der Junge landet im Heim, büchst aus und Schnitt. 20 Jahre später trifft den harmlosen Videoverkäufer eine verirrte Pistolenkugel in den Kopf. Die Kugel bleibt drin, entscheiden die Ärzte nach dem Münzwurf der OP-Schwester. Ein früherer Kleinkrimineller liest den Job- und Wohnungslosen auf der Straße auf und nimmt ihn mit zu einer Gruppe von Außenseitern in einer Art Ali-Baba-Schrotthöhle. Die neue Familie gibt ihm Kraft und als er zufällig auf die zwei Waffenkonzerne stößt, die für den Tod seines Vaters und seine Kugel im Kopf verantwortlich sind, schmieden die Freunde einen Plan, die konkurrierenden Waffenhändler (Nicolas Marié und André Dussollier) gegeneinander auszuspielen.

Was folgt ist purer Kintopp in seiner schönsten Form. Wie das Trüppchen die "Mission Impossible" meistert, wird zum Ausflug in ein von Braun-, Grün- und Blautönen dominiertes imaginäres Imperium aus Poesie, Bastelfreude und Komik mit kleinen Anspielungen auf die Rachegeschichten von Sergio Leone und einer Verbeugung vor dem großen Charlie Chaplin. Pate stand der poetische Realismus von Jacques Prévert und Marcel Carné. Jeunet, der den fünften "Harry Potter"-Film absagte, weil da Dekors und Kostüme schon feststanden, spielt wie ein großer Junge mit dem Stilbaukasten und feiert die Lust an der grenzenlosen Fantasie, bringt aber auch - wenn es um die Ziele und Argumente der Waffenfabrikanten geht - Authentizität in die Dialoge. Paris erstrahlt in einer Mischung aus nostalgischem Charme und einem architektonischen Stilmix, wirkt fast märchenhaft mit seinen nächtlichen leeren Straßen. Ein bestens gelungener Kontrast zur Jetztzeit ist am Ende die Entlarvung der Bösewichte auf YouTube. Dany Boon in der Rolle des melancholischen zwischen Kindheit und Erwachsensein schwankenden Bazil beweist in dieser anrührenden Komödie, dass er weit mehr kann als bei den Sch'tis die Ulknudel zu mimen. mk.

Darsteller:  Dany Boon   als Bazil
  Julie Ferrier   als Mademoiselle Kautschuk
  André Dussollier   als Nicolas Thibault de Fenouillet
  Nicolas Marié   als François Marconi
  Jean-Pierre Marielle   als Canaille
  Yolande Moreau   als Cassoulet
  Omar Sy   als Remington
  Dominique Pinon   als Bricabrac
  Michel Crémadès   als Petit Pierre
  Marie-Julie Baup   als Calculette
  Urbain Cancelier   als Nachtwächter
  Patrick Paroux   als Gerbaud
  Jean-Pierre Becker   als Libarski
  Stéphane Butet   als Mateo
  Philippe Girard   als Gravier
  Doudou Masta   als Chef der Rebellen
  Eric Naggar   als Fahrer von Marconi
  Arsène Mosca   als Serge
  Noé Boon   als Bazil, jung
 
Regie:  Jean-Pierre Jeunet  
Buch:  Guillaume Laurant  
  Jean-Pierre Jeunet  
Kamera:  Tetsuo Nagata  
Produzent:  Frédéric Brillion  
  Gilles Legrand  
  Jean-Pierre Jeunet  
 

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