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Harvey Milk ist auf dem Weg nach oben (Foto: Constantin)
Harvey Milk ist auf dem Weg nach oben (Foto: Constantin)
Er war der erste schwule amerikanische Stadtrat und kämpfte mutig für die Gleichberechtigung von Homosexuellen: Harvey Milk (Sean Penn). Mit seinem Freund Scott (James Franco) kam der New Yorker Anfang der 1970er Jahre nach San Francisco in die legendäre Castro Street, Treffpunkt der schwul-lesbischen Community und Multi-Kulti. Ihr Fotoladen entwickelte sich bald zum Zentrum der Bewegung.
Nach einigen vergeblichen Anläufen erhielt Harvey 1977 sein politisches Mandat, DIE Sensation in einer Zeit, in der gleichgeschlechtliche Liebe noch als widernatürlich und krank galt, brave Bürger erbost gegen die "Sittenstrolche" demonstrierten. Doch der Traum des Vorreiters von Freiheit und Gerechtigkeit zerplatzte. Er starb gemeinsam mit dem Bürgermeister von San Francisco nach nur wenigen Monaten Amtszeit 1978 im Kugelhagel.
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Die Demonstranten äußern offen ihre Meinung (Foto: Constantin)
Die Demonstranten äußern offen ihre Meinung (Foto: Constantin)
Ein Mann mit Stärken und Schwächen
Mit großer Präsenz und gleichzeitig Zurückgenommenheit spielt Sean Penn den charismatischen Politiker und sanften Liebhaber, dessen private Beziehungen scheiterten. Er zeigt Milk als einen Mann mit Stärken, Fehlern und Schwächen, der das Leben und die Menschen liebte.
Für diese Super-Glanzleistung sollte der "Oscar" schon geputzt sein! Wie auch für Regisseur Gus Van Sant, der die tragische und leider immer noch aktuelle Geschichte mit emotionaler Wucht und Wut inszeniert, gemischt mit spannendem Archivmaterial. "Milk" ist mehr als ein Stück Zeitgeschichte auf Zelluloid und das berührende Porträt eines außergewöhnlichen Politikers, "Milk" ist großes Gefühlskino, ein "must see".