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Kaufvideo
Erhältlich seit:
28.01.2011
Originaltitel: Min Dit: The Children of Diyarbakir
Deutschland/Türkei 2009
Laufzeit: 102 Min.
FSK: ab 12
Senay Orak
Muhammed Al
Hakan Karsak
Regie: Miraz Bezar
good!movies

Eindringliches Drama über zwei kurdische Kinder, die sich nach dem politischen Mord an ihren Eltern auf der Straße durchschlagen müssen.
Die Einladung dieses ersten kurdisch-sprachigen Films zum Festival nach Antalya galt 2009 als kleine Sensation, die Jury verlieh ihm zusätzlich den Spezialpreis, vielleicht Zeichen für eine langsame Normalisierung und Konsolidierung der fragilen türkisch-kurdischen Beziehung. Die staatlichen Gewaltakte sind im Vergleich zu den 1990er Jahren zurückgegangen. Während des Konflikts zwischen türkischer Armee und kurdischen Rebellen starben oder verschwanden nach Menschenrechtsorganisationen über 18000 Menschen.
"Min Dît" schaut zurück in die Vergangenheit, erzählt aus Kinderperspektive eine exemplarische Geschichte vom Leben und Überleben in einem grausamen Alltag. Die zehnjährige Gulistan, ihr kleiner Bruder Firat und die weinende Baby-Schwester im Arm der Mutter müssen im Auto mit ansehen, wie türkische Paramilitärs ihre Eltern eiskalt erschießen. Ihre politisch aktive Tante nimmt sie auf und will die Flucht nach Schweden organisieren, doch sie verschwindet plötzlich. Die älteren Geschwister können Strom und Wohnung nicht mehr bezahlen, landen auf der Straße im Milieu von Kleinkriminalität, Drogenkonsum, Prostitution und Menschenhandel. Die Heimat der Kinder Diyarbakir ist auch das Ziel von Flüchtlingen, eine Stadt im Ausnahmezustand. Als Gulistan den Mörder ihrer Eltern zufällig trifft, will sie Rache und erreicht ihr Ziel ganz ohne Gewaltanwendung. Wie im kurdischen Märchen bindet sie im übertragenen Sinn "dem Wolf eine Glocke um den Hals".
In seinem eindrucksvollen Regiedebüt gelingt dem kurdischstämmigen dffb-Absolventen Miraz Bezar ein kleines Wunder. Trotz politischem Anliegen verzichtet er auf dogmatisches Botschaftskino, setzt auf das subjektive Erleben der Kinder (alles Laiendarsteller) und verstärkt dadurch subtil das Empfinden der Folgen staatlichen Terrors. Gut gezeichnet ist die Figur des Mitglieds der türkischen Geheimpolizei, ein Folterer und Killer und gleichzeitig fürsorglicher Familienvater. Schon allein die intelligente Schnitttechnik entlarvt die moralische Ambivalenz dieses Mannes. Abenteuerlich ist die Entstehungsgeschichte dieses von der Filmförderung abgelehnten Juwel: Bezar zog nach Diyarbakir und recherchierte vor Ort, die Mutter verkaufte ihr Häuschen, der Onkel zahlte die Hotelrechnungen und Fatih Akins corazòn international unterstützte die Fertigstellung. mk.
Diyarbakir im Herzen Türkisch-Kurdistans: Auf dem Rückweg von einer Hochzeit müssen die 10-jährige Gulistan und ihr kleiner Bruder Firat mit ansehen, wie ihre Eltern bei einer nächtlichen Straßenkontrolle von türkischen Paramilitärs erschossen werden.
Als auch ihre einzige Verwandte, die politisch aktive Tante spurlos verschwindet, sind sie auf sich allein gestellt und landen bald auf der Straße.
Sie freunden sich mit dem Straßenmädchen Zelal an, das ihnen beibringt, wie man den täglichen Kampf ums Überleben übersteht. Als Gulistan den Mörder ihrer Eltern per Zufall in der Stadt entdeckt, weiß sie, dass sie nicht länger schweigen kann. Gemeinsam mit Firat ersinnt sie einen Plan, um den Mord an ihren Eltern zu rächen.
Quelle: good!movies
| Darsteller: | Senay Orak | als Gülîstan | |
|---|---|---|---|
| Muhammed Al | als Firat | ||
| Hakan Karsak | als Nuri Kaya | ||
| Suzan Ilir | als Zelal | ||
| Berîvan Ayaz | als Dilara | ||
| Fahriye Çelik | als Mutter | ||
| Alisan Önlü | als Vater | ||
| Berivan Eminoglu | als Tante Yekbun | ||
| Mehmet Inci | als Mîkaîl | ||
| Çekdar Korkusuz | als Çekdar | ||
| Recep Özer | als Bindest | ||
| Regie: | Miraz Bezar | ||
| Buch: | Miraz Bezar | ||
| Musik: | Mustafa Biber | ||
| Kamera: | Isabelle Casez | ||
| Produzent: | Miraz Bezar | ||
Min Dît - Die Kinder von Diyarbakir in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Kurdisch
Untertitel: Deutsch, Türkisch
Bildformat: 16:9
Extras: Deleted Scenes mit Audiokommentar des Regisseurs
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