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Leihvideo
Erhältlich seit:
21.10.2004
Originaltitel: Miracle
USA 2004
Laufzeit: 130 Min.
FSK: ab 6
Kurt Russell
Patricia Clarkson
Noah Emmerich
Regie: Gavin O'Connor
Walt Disney Studios Home Entertainment

Amerika antwortet auf "Das Wunder von Bern": Das Titelwunder des emotionalen Disney-Sportsdramas bezieht sich hier auf den Sieg des U.S. Hockeyteams gegen die scheinbar unschlagbaren Spieler der Sowjetunion bei der Winterolympiade in Lake Placid im Jahr 1980. Wie beim Genrezwilling "Gegen jede Regel" basiert die Story folglich auf wahren Begebenheiten und Personen, wobei Kurt Russell ("Dark Blue") gleich seinem Kollegen Denzel Washington brillant einen stoischen Coach spielt, der entgegen aller Erwartungen seine Underdog-Mannschaft mit harter Disziplin zum Sieg führt.
In diesem Fall handelt es sich jedoch nicht nur um einen phänomenalen Triumph im Sportstadion, sondern um eine bitter notwendige Selbstvertrauensspritze für eine angeschlagene Nation. Die Ursachen für die demoralisierte Volksverfassung werden mit einer historischen Montage, die Vietnamkrieg, Watergate, Inflation, Ölkrise, Afghanistan-Invasion der Russen und Iran-Geiseldrama anschneidet, während der Titelsequenz elegant im Schnellverfahren demonstriert. Die folgende Story von Newcomer Eric Guggenheim führt den Eishockey-Trainer Herb Brooks (Russell) als Mann mit unkonventionellen Methoden ein. Nicht nur wählt er sieben Monate vor den Winterspielen das Nationalteam (damals noch aus Amateuren bestehend) im Alleingang aus. Obendrein dreht sich seine Suche auch darum, "die besten Spieler, sondern die richtigen zu finden". Diese bestehen unter anderem aus Eddie Cahill als Torhüter Jim Craig und Patrick O'Brien Dempsey als Teamcaptain Mike Fruzoni. Bis sie sich zu einer eingespielten Mannschaft zusammenraufen, bei der jeder einzelne versteht, dass nicht das Individuum, sondern das Team am wichtigsten ist, müssen sie knochenhartes Training bis zur Erschöpfungsgrenze durchstehen. Erst als sie verstehen und inbrünstig intonieren, dass sie für die "United States of America" spielen, beginnen sie auf dem Eis erfolgreich zu sein. Das abschließende Finale stellt das spannende Spiel gegen die Russen (allesamt finster dreinblickende Riesenkerle) dar, das den USA nach einem weiteren Gewinn gegen Finnland schließlich die Goldmedaille bescherte.
Indie-Regisseur Gavin O'Connor ("Tumbleweeds") serviert mit seiner straffen Inszenierung spannend choreographierte Eishockey-Spielmomente, ohne Nicht-Fans mit einem Aufstiegsspiel nach dem anderen zu langweilen. Dieses Sportdrama konzentriert sich ohnehin insgesamt mehr auf den dramatischen Aspekt, der allerdings vorrangig für den Trainer reserviert bleibt und für die eigentlichen Spieler nur minimale Charakterzeichnung zulässt. Dies hätte so manchen sicherlich mehr interessiert, als die mehrfachen Familienkonfliktsituationen mit Brooks zwangsläufig vernachlässigter Ehefrau (Patricia Clarkson, Oscar-nominiert für "Pieces of April"). Ähnlich konstant betroffen klingt auch der manipulative Orchesterscore von Mark Isham, bei dem selbst kleinere Enttäuschungen tragisch hervorgehoben werden. Militärische Trommelwirbel beim Showdown mit den Russen hingegen unterstreichen unmissverständlich die symbolische Signifikanz der sportlichen Auseinandersetzung. Überhaupt wird ein patriotisch gesinntes US-Publikum auf der Suche nach moralischer Aufpäppelung die frenetischen "U.S.A."-Jubelchöre beim Spiel zu schätzen wissen, im Ausland könnte der Unterton der Story als selbstgefälliger Nationalstolz aufstoßen. Da es sich trotz bewegender Geschichte und exzellenter Schauspieler dennoch nicht um einen "Rocky" des Hockey handelt, bleibt abzuwarten, ob Buena Vista am europäischen Box Office ein Schlagschuss gelingen kann. ara.
| Darsteller: | Kurt Russell | als Herb Brooks | |
|---|---|---|---|
| Patricia Clarkson | als Patty Brooks | ||
| Noah Emmerich | als Craig Patrick | ||
| Michael Mantenuto | als Jack O'Callahan | ||
| Eddie Cahill | als Jim Craig | ||
| Patrick O'Brien Demsey | als Mike Eruzione | ||
| Nathan West | als Robbie McClanahan | ||
| Eric Peter-Kaiser | als Mark Johnson | ||
| Kenneth Mitchell | als Ralph Cox | ||
| Billy Schneider | als Buzz Schneider | ||
| Sean McCann | als Walter Bush | ||
| Kenneth Welsh | als Doc Nagobads | ||
| Bobby Hanson | als Dave Silk | ||
| Joseph Cure | als Mike Ramsey | ||
| Regie: | Gavin O'Connor | ||
| Buch: | Eric Guggenheim | ||
| Musik: | Mark Isham | ||
| Kamera: | Dan Stoloff | ||
| Produzent: | Mark Ciardi | ||
| Gordon Gray | |||
Miracle - Das Wunder von Lake Placid in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch
Tonformat: Dolby Surround
Bildformat: 1:2,35
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