DVD Leihvideo

Miral

Bewegendes Drama um eine junge palästinensische Israelin zwischen Suche nach Frieden und Willen zum Widerstand.


Miral

Leihvideo

Erhältlich seit:
21.04.2011

Drama

Großbritannien/Frankreich/Israel 2010
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 12

Freida Pinto
Hiam Abbass
Yasmine Elmasri

Regie: Julian Schnabel
Prokino Filmverleih GmbH

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Miral

Miral wächst behütet im Dar-Al-Tifl-Institut in Ostjerusalem auf. In der Woche steht sie unter der Obhut der berühmten Lehrerin und Gründerin der Schule Hind, die Wochenenden verbringt sie nach dem Suizid der Mutter mit ihrem liebevollen Vater. Als sie sich während der ersten Intifada in einen politischen Aktivisten verliebt, gerät ihr geordnetes Weltbild ins Wanken und sie selbst bald ins Visier der Israelis.

Nach "Schmetterling und Taucherglocke" legt der New Yorker Künstler Julian Schnabel ein bewegendes Drama vor, das anhand der Schicksale mehrerer palästinensischer Frauen in poetischen, manchmal harten Bildern die konfliktreiche Geschichte von der Gründung des Staates Israel bis zum Friedensabkommen von Oslo 1994 spannt. Im Fokus stehen die 80er- und 90er-Jahre aus dem Blickwinkel der von Freida Pinto gespielten Titelheldin Miral. Fast zärtlich betrachtet Schnabel die Versuche der Frauen, Gerechtigkeit und Versöhnung zu finden.

Miral

Julian Schnabels erzählt in seinem persönlichsten Film von einer jungen palästinensischen Israelin zwischen Suche nach Frieden und Willen zum Widerstand.

Die Latte nach dem preisgekrönten "Schmetterling und Taucherglocke" lag hoch, aber Allroundtalent Julian Schnabel kümmert sich nicht um Erwartungshaltungen, macht die Filme, die ihn anspringen. Mit "Miral" taucht er ein in einem ihm bis dato unbekannten Kosmos, den Konflikt zwischen Israel und Palästina und ganz ohne übliche Tagesschau-Bilder.

Seine Titel gebende Heldin (die Inderin Freida Pinto aus "Slumdog Millionär") wächst behütet im Dar-Al-Tifl-Institut in Ostjerusalem auf, in der Woche steht sie unter der Obhut der berühmten Lehrerin und Gründerin der Schule Hind, die Wochenenden verbringt sie nach dem Suizid der Mutter mit ihrem liebevollen Vater. Als sie sich während der ersten Intifada in einen politischen Aktivisten verliebt, gerät ihr geordnetes Weltbild ins Wanken und sie bald ins Visier der Israelis. Die politische Auseinandersetzung ist nur die Folie, Schnabel geht es primär um die Entwicklung eines jungen Mädchens, ihren innerlichen Zwiespalt und ihre Emotionen.

In poetischen und manchmal harten Bildern zieht er den Bogen von der Gründung des Staates Israel 1948 bis zum Friedensabkommen von Oslo 1994 mit Fokus auf den 1980er und 1990er Jahren aus dem Blickwinkel von Miral, die sich letztendlich doch dem Frieden verschreibt. Um die explosive Situation zu verstehen, braucht es keine wortreichen Informationen, da genügt es, wenn die Baggerschaufel wie ein Menetekel über dem Haus eines Palästinensers hängt und sich dann knirschend in die Mauern frisst, ein palästinensisch-jüdisches Pärchen bei beiden Familien auf größte Vorurteile und immense Abwehr stößt oder die monströsen Häuseransammlungen der jüdischen Siedler wie eine steinerne Kriegserklärung wirken. Keine Seite wird verherrlicht, so spart der Film auch nicht aus, wie Palästinenser einen vermeintlichen Verräter eiskalt liquidieren.

Fast zärtlich betrachtet der New Yorker Künstler die Versuche der Frauen, Gerechtigkeit und Versöhnung zu finden und das innige Verhältnis zwischen Tochter und Vater. Die Kamera wirft immer wieder einen Blick auf die Weiten der fruchtbaren biblischen Landschaft, suggeriert Frieden und Raum genug für die Kontrahenten. Mit diesem Drama, einem Mosaik aus großen Gefühlen, starken visuellen Elementen und zeitloser Brisanz, fügt Schnabel seinem Filmschaffen eine neue und überraschende Facette zu. mk.

Miral

Die junge hübsche Miral (Freida Pinto) wächst als Schülerin des berühmten Dar-Al-Tifl-Instituts wohlbehütet und glücklich in Ost-Jerusalem auf. Ihre Lehrerin Hind (Hiam Abbass) erzieht ihre palästinensischen Schützlinge zu Menschlichkeit und Gewaltfreiheit. Als Miral erwachsen wird und sich in den politischen Aktivisten Hani (Omar Metwally) verliebt, droht sie diese Ideale aus den Augen zu verlieren. Doch Hind kämpft um sie wie um ihre eigene Tochter ...

Kinomagier Julian Schnabel entwirft ein gewaltiges Epos über drei Frauen, die zusammen die Geschichte eines ganzen Volkes widerspiegeln.

Quelle: Prokino

Darsteller:  Freida Pinto   als Miral
  Hiam Abbass   als Hind Husseini
  Yasmine Elmasri   als Nadia
  Alexander Siddig   als Mirals Vater Jamal
  Ruba Blal   als Fatima
  Omar Metwally   als Hani
  Vanessa Redgrave   als Bertha Spafford
  Stella Schnabel   als Lisa
  Makram Khoury   als Governeur Khatib
  Najwa Mubarki   als Nawal
  Lana Zreik   als Sara
  Doraid Liddawi   als Samir
  Adham Aqel   als Samir, jung
  Yolanda El-Karam   als Miral, jung
  Juliano Merr Khamis   als Scheich Saabah
  Wadeea Khoury   als Hinds Mutter
  Shredi Jabarin   als Ali
 
Regie:  Julian Schnabel  
Buch:  Rula Jebreal  
Musik:  Julian Schnabel  
Kamera:  Eric Gautier  
Produzent:  Jon Kilik  
 

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